In den vergangenen Monaten zeichnete sich auf Grund verschiedener Aussagen der Konzernführung der Preussag AG, Hannover, sowie der Analyse unterschiedlicher Wirtschaftsexperten immer deutlicher ab, dass sich das Portfolio des Preussag-Konzerns sukzessive weiter verändern wird.
Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns wurden alle traditionellen Geschäftsfelder des Konzerns betrachtet und neben grundlegenden strategischen Gesichtspunkten die Auswirkungen der zwischenzeitlich verabschiedeten Steuerreform einbezogen.
So ist es vorgesehen, die aus strategischen Gründen beabsichtigte Trennung von den erfolgreichen Gesellschaften der Gebäudetechnik (Fels, Kermi, Wolf und Minimax) im Rahmen eines Einzelverkaufes zu realisieren.
„Im Rahmen unserer steuerlichen Spielräume werden wir die Verkäufe zügig umsetzen. Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende 2001 einen Teil realisieren können, einen weiteren Teil der Veräußerungen werden wir erst in 2002 abwickeln“, so Frenzel.
Information Kermi:
„Wir beabsichtigen, für alle vier Gesellschaften (Fels, Kermi, Wolf und Minmax) zeitnah die interessierten Käufer zu identifizieren, um die Zeit der Unsicherheit für die betroffenen Unternehmen und deren Mitarbeiter möglichst kurz zu halten."
Für die profitable Unternehmensgruppe Kermi mit dem Hauptstandort in Plattling wird nun ein neuer Gesellschafter gesucht, der den bisherigen Wachstumskurs auch in Zukunft positiv begleitet.
Kermi erwirtschaftete im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2.100 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 240 Mio. Euro.
Diese Firmen-Umstrukturierung hat auf die Kunden-/Lieferanten-Beziehung sowie auf die Arbeitsplätze in den Unternehmen der Kermi-Gruppe keinen Einfluss. Die bisherige Kermi-Geschäftsführung (Karl-Heinz Lühmann, Vorsitzender, Dieter Eitel, Marketing und Vertrieb und Knut Bartsch, Kaufmännische Leitung) zeichnet für die Geschäfte weiterhin verantwortlich.
Information Wolf, Mainburg:
Die Wolf-Gruppe ist in den letzten fünf Jahren zu einem der fünf größten Anbieter von Heiz- und Klimatechnik in Europa aufgestiegen und heute in 13 europäischen Ländern mit eigenen Vertriebsorganisation und Produktionsstandorten vertreten. Insgesamt werden etwa 5000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz konnte in diesem Jahr um 2,4% auf 740 Mio. € erneut gesteigert werden.
Die Unternehmen sind gut positioniert, um am weiteren Konzentrationsprozess im europäischen Markt für Heiztechnik teilzuhaben. Die beiden Geschäftsführer Jens Schneider und Karl Thomas Kaiser erwarten, dass der erfolgreiche Wachstumskurs auch mit einem neuen Gesellschafter fortgesetzt wird.
Nach Branchengerüchten interessiert sich die ThyssenKrupp für Wolf und Fels-Werke.