In ihr neu gebautes Einfamilienhaus in Trunstadt bei Bamberg wollten die Bauherren Sandra und Steffen Schenk auf keinen Fall eine Fußbodenheizung einbauen. Zum einen fürchteten sie den Staub, der durch die ganze Wohnung wirbelt, wenn die Wärme aufsteigt. "Außerdem nutzt eine Fußbodenheizung nie die ganze Fläche", so Steffen Schenk. "Möbel und Teppiche schlucken jede Menge Energie."
Der moderne Neubau im Bamberger Land wird von zwei verschiedenen Raumklimasystemen beheizt bzw. gekühlt.
Bild: Dennert Baustoffwelt
Als Alternative entschied sich das Paar für eine Raumklimadecke. Durch ein integriertes Rohrleitungssystem fließt warmes – und im Sommer kühles Wasser. Mit dem hohen Anteil an Wärmestrahlung wird beim Heizen so gut wie kein Staub aufgewirbelt.
Da das Haus mit einer reversiblen Luftwärmepumpe ausgestattet wurde, kann die Kühlfunktion der Raumklimadecke genutzt werden. Was sich schon im ersten Sommer ausgezahlt hat: Selbst bei längeren Hitzeperioden blieb die Raumtemperatur konstant bei angenehmen 22 Grad Celsius. Da die Wände aus 42er-Isolierziegeln gemauert sind, erübrigte sich zudem das Anbringen einer Dämmung.
Die Raumklimadecken DX-Therm wurden von Hersteller Dennert fix und fertig auf der Baustelle angeliefert und vor Ort montiert. Pro Geschoss genügt dafür ein Tag, erzählt der Hausherr: "Das hat die Bauzeit enorm verkürzt."
Insgesamt wurden 35 Deckenelemente im Erdgeschoss, im Obergeschoss sowie teilweise im Keller verbaut. Auch der wasserundurchlässige Fertigkeller aus Beton kam vorgefertigt aus den Produktionshallen. "Wir produzieren solche Keller individuell nach den Plänen des jeweiligen Hauses", so Christof Wirth, Prokurist der Dennert Baustoffwelt. "Kein Frost oder Regen kann die Produktion verzögern."
Im Badezimmer und in der Dusche sorgt ein an einzelnen Innenwänden angebrachtes Rohrleitungssystem zusätzlich für Behaglichkeit. So können Räume punktuell und schnell erwärmt werden. Das ist auch in der Übergangszeit vorteilhaft, wenn es sich nicht lohnt, das ganze Haus zu heizen.
Herbst und Winter blicken Sandra und Steffen Schenk gelassen entgegen. Denn bei der Energie für Heizung und Warmwasser rechnen sie mit einem sparsamen Verbrauch. Ihr neues Heim entspricht schließlich dem KfW-Effizienzhaus-Standard 55. Es benötigt also nur 55 Prozent der Primärenergie, die Neubauten verbrauchen, die sich an den Mindestvorgaben der Energieeinsparverordnung orientieren.