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News vom 05.11.2020

Teckentrup: Full-Service für Rechenzentren

Datenschutz real – mit Türen

Datenschutz ist nicht nur eine virtuelle Aufgabe: Damit die Hardware (hier in erster Linie die Server) geschützt vor realen Angriffen arbeiten können, müssen Rechenzentren hohe Anforderungen an den Rauch- und Feuerschutz erfüllen. Damit außerdem nur Befugte Zugang zu den Räumen haben, sind Zugangsrechte sorgfältig und unter Umständen abgestuft auszustellen. Damit rückt vor allem ein Bauteil in den Fokus: Die Tür. In Serverfarmen vereint sie Einbruch- und Zugangsschutz mit Druck- und Brandschutz – und dient dennoch als Panik-Ausgang.

Mit Größe: Türen in Rechenzentren müssen zwar vor allem viele Schutzfunktionen erfüllen. Da nicht nur die Rechnerleistungen, sondern auch die Größe der Anlagen wächst, ist häufig auch ein Über-Format gewünscht.<br />Bild: Teckentrup
Mit Größe: Türen in Rechenzentren müssen zwar vor allem viele Schutzfunktionen erfüllen. Da nicht nur die Rechnerleistungen, sondern auch die Größe der Anlagen wächst, ist häufig auch ein Über-Format gewünscht.
Bild: Teckentrup
Eine große technische Herausforderung: Die Bauweise der einzelnen Serverräume (Cages). Hier muss Brandschutz in erhöhten Einbaulagen (sogenannten Doppelböden) in Verbindung mit Leichtbauständerwänden ermöglicht werden. <br />Bilder: www.lindner-group.com
Eine große technische Herausforderung: Die Bauweise der einzelnen Serverräume (Cages). Hier muss Brandschutz in erhöhten Einbaulagen (sogenannten Doppelböden) in Verbindung mit Leichtbauständerwänden ermöglicht werden.
Bilder: www.lindner-group.com
Rechenzentren sind längst Dreh- und Angelpunkt für unsere digitale Infrastruktur. Ihr Bau – ein Wachstumsmarkt – ist anspruchsvoll, das gilt auch und gerade für die Türen. Teckentrup (Verl) hat aufgrund der komplexen Aufgabe ein abgestimmtes Service- und Beratungsangebot für Objekte dieser Größenordnung entwickelt, bei denen oft mehr als 400 Türen mit diversen Anforderungen benötigt werden.

Schon die Planung ist anspruchsvoll mit Freigabezeichnungen, Kontakt mit der Baubehörde und der Detailplanung. „Wir arbeiten partnerschaftlich mit den Ingenieurbüros, Architekten und Objekteuren zusammen. Es geht um schnelle – und vollständige – Angebotslegung, um kurze Lieferzeiten und Termintreue“, erläutert Pascal Seliger, der bei Teckentrup als Vertriebsleiter International auch internationale Großprojekte verantwortet. „Im Einzelfall entwickeln wir Sonderlösungen und helfen bei der Zulassung.“

Gefordert: Mehr als Brandschutz

Der Aufbau eines Rechenzentrums zeigt schnell, dass hier erhöhte bauliche Anforderungen gelten: Das Gefahrenpotenzial umfasst Feuer, Wassereinbruch, Ausfall der Kühlung, unbefugter Zutritt und Kontamination durch Staub. Wände, Böden und Decken müssen nach den jeweiligen Feuerwiderstandsklassen F30, F60 oder F90, das heißt „feuerhemmend“, „hochfeuerhemmend“ oder feuerbeständig“ ausgebildet werden. Dabei geht es weniger um Schutz vor Bränden im Rechenzentrum selbst. Dort werden Brandherde in der Regel durch Früherkennungs-Anlagen (EFS, „earlyfiredetection“) schnell erstickt. Problematischer ist Feuer in angrenzenden Räumen. Hier kommen die Türen ins Spiel. Sie sind feuerhemmend oder feuerbeständig zu planen, so dass sie 30, 60 oder 90 Minuten Feuer widerstehen. Dabei müssen sie besonders dicht sein. Das gilt international. “Unsere Türen weisen europäische Zertifikate vor, für viele Länder sind nationale Zulassungen verfügbar“, ergänzt Seliger.

Auch Schutz gegen Rauchgas, Spritzwasser und Drucklasten ist in einigen Gebäudeteilen unabdingbar. Unterschätzt wird bspw. die Gefährdung durch Rauch, der korrosiv wirken kann und dann Materialien von IT-Systemen angreift. Selbst weiter entfernte Brände sind also eine Gefahr – Gase legen schnell weite Strecken zurück oder werden sogar durch die Klimaanlage angesaugt. Seliger: „Für Rauchschutzabschlüsse in Rechenzentren empfehlen wir Rauchgasdichtigkeit nach EN 1634-3“.

Hinzu kommen der Einbruchschutz, der mindestens Widerstandsklasse RC 2, besser RC 3 aufweisen sollte, und auch die Zugangstechnik braucht ein Konzept: Da innerhalb eines Rechenzentrums häufig mehrere Parteien zusammenkommen, muss eine geregelte, abgestufte Zutrittkontrolle für definierte Zonen im Gebäude geschaffen werden. Unter Umständen haben diese wiederum verschiedene Anforderungen an die Sicherheit und daraus resultierend auch unterschiedliche Anforderungen an die Zugangstechnik – bspw. elektrische Schlösser, Magnetkontakte, Riegelkontakte, Panikfunktionen und deren Kompatibilität zu Kartenlesegeräten, Fingerabdrucksensoren etc.

Eine große technische Herausforderung stellt die Bauweise der Serverräume (Cages) dar. Aufgrund der dort üblichen Doppelböden gelten beim Brandschutz die Anforderungen für „erhöhte Einbaulagen“ in Verbindung mit Leichtbauwänden. Teckentrup bietet eine Feuerwiderstandsklasse bis 90 Minuten in erhöhten Einbaulagen ohne projektspezifische Zulassung (Zulassung im Einzelfall) an.

Immer häufiger werden auch Überformate für Türen angefragt, da die Serverschränke in den „Data Halls“ immer größer werden. Dafür bietet Teckentrup Druck- und Sicherheitstüren bis zu einer Größe von 3000 x 3000 mm.
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