Sonnenschein ist zwar bei diversen Freizeitaktivitäten mehr als willkommen, im Eigenheim führt sie jedoch zu Überhitzung. Gerade in Räumen mit Südlage bleibt es in Tropennächten so heiß, dass an erholsamen Schlaf nicht zu denken ist. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass man sich bei Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad am besten konzentrieren kann. Somit ist Sonnenschutz nicht nur im Eigenheim, sondern auch in Büros ein wichtiges Thema.
Bilder: lizenzfreien Datanbanken (Pixabay, Pexels, Wikimedia Commons) Ein Ausflug in die Geschichte der Jalousie
Wer sich noch an den Französischunterricht in der Schule erinnert, dem ist vielleicht geläufig, dass sich das Wort Jalousie vom Wort für Eifersucht ableitet. Doch wie kam es dazu? Um das Rätsel zu lösen, ist ein Ausflug in die Geschichte notwendig. Eigentlich stammt die Idee dahinter aus dem Orient: Hausherren befestigten an den Fenstern Fenstergitter, die zwar den Blick nach draußen freigaben, Fremden jedoch keinen Einblick in die eigenen vier Wände ermöglichte. Mit dieser Taktik wachten gut situierte Männer über ihren Harem. Außerdem dienten die als Mashrabiya bezeichneten Gitter nicht nur als Sichtschutz, sondern halfen auch gegen die brütende Hitze und waren mit ihren filigranen Mustern noch dazu ein Blickfang.
Man schrieb das Jahr 1812, als ein Tischler aus Frankreich schließlich ein Patent auf den von ihm entwickelten Sonnenschutz anmeldete. Er verwendete als erster Lamellen, die sich verstellen ließen. Bedient wurde der Prototyp mit einer Kette, außerdem ließen sich bereits die Vorreiter der heutigen Jalousien drehen. Somit konnte man sie auf den Sonneneinfall abstimmen. Diese Eigenschaften weisen heute noch moderne Modelle auf. Geändert hat sich allerdings das Material: In den 1930er Jahren kamen die ersten Varianten mit leichten Aluminiumlamellen auf. In den 1960er Jahren schließlich stieg man auf pflegeleichten Kunststoff um.
Die Innenjalousie als Klassiker
Die meisten Vermieter sind sich heute der wichtigen Rolle bewusst, die Sonnenschutz im Eigenheim spielt. Daher werden viele Wohnungen automatisch mit einer Innenjalousie ausgestattet. Hier die wichtigsten Infos zu dieser Art der Beschattung:
- Bei Innenjalousien handelt es sich um eine vergleichsweise günstige Art der Beschattung. Das ist mit ein Grund, warum sie am häufigsten verwendet wird.
- Innenjalousien können auch nachträglich ohne viel Aufwand eingebaut werden. Die Montage geht schnell und kann auch mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst durchgeführt werden
- Jalousien für den Innenbereich können entweder an der Wand, an der Glasleiste des Flügels oder dem Fensterflügel selbst montiert werden
- Sie bieten einen guten Sichtschutz von außen
- Die Lamellen können so verstellt werden, dass sie einen perfekten Blendschutz bieten
- Innenjalousien dunkeln den Raum nicht vollständig ab. Daher kann man auch bei heruntergelassenen Jalousien arbeiten oder lesen
Allerdings bieten innen montierte Jalousien keinen perfekten Sonnenschutz. Da sie an der Innenseite der Glasscheibe montiert werden, heizt sich der Raum trotzdem auf.
Außenjalousien bieten Mehrwert
Kühler bleibt es in den eigenen vier Wänden, wenn man sich für eine Außenjalousie entscheidet. Sie besteht ähnlich wie das Modell für den Innenraum aus Lamellen, die sich ebenfalls flexibel einstellen lassen. Die sie genau dort montiert sind, wo der Sonnenstrahl zum ersten Mal auf das Fenster eintrifft, helfen sie dabei die Raumtemperatur zu senken. Verwendet man die Außenjalousien richtig, wird sogar eine Klimaanlage unnötig. Die Sonnenstrahlen werden nämlich schon reflektiert, bevor sie auf die Scheibe eintreffen.
Wenn Sie sich über Außenjalousien hier informieren, werden Sie von der Vielfalt der Modelle überrascht sein. Außenjalousien lassen sich nach Maß genau nach den räumlichen Gegebenheiten bestellen. In der Regel werden die Modelle mit einem im Innenraum angebrachten Wandschalter oder mit einer Fernbedienung betätigt. Die nachträgliche Montage bringt jedoch Umbauarbeiten mit sich.
Rollladen für mehr Sicherheit im Eigenheim
Immer mehr Einfamilienhäuser werden mit Rollladen ausgestattet: Damit lässt sich der Raum völlig verdunkeln und es ist unmöglich, von außen einzusehen. Das bietet entscheidende Vorteile, was den Einbruchschutz betrifft. Viele Kriminelle versuchen erst gar nicht in ein Eigenheim einzubrechen, an dessen Fassade Rollläden montiert sind. Das liegt daran, dass sie eine zusätzliche Barriere zur Balkontüre oder zu den Fenstern darstellen. Einen Rollladen aufzubrechen verursacht viel Lärm: Und genau diesen möchten Einbrecher verhindern.
Ähnlich wie bei einer Außenjalousie erfordert die nachträgliche Montage von Rollläden bauliche Veränderungen. Sie werden in Kästen über dem Fenster oder der Terrassentüre montiert, auch die Führungsschiene muss an der Fassade befestigt werden. Darüber hinaus sind Rollläden eine teure Variante der Beschattung. Dafür halten sie die Innenräume angenehm kühl. Außerdem lassen sich moderne Modelle in ein Smart Home integrieren. So ist es möglich, die Beschattungsanlage von unterwegs mit dem Smartphone anzusteuern. Wie von Zauberhand öffnen und schließen sich die Rollläden. Besonders praktisch sind Modelle mit integriertem Mückenschutz: Somit bleiben nicht nur die Sonnenstrahlen, sondern auch die lästigen Plagegeister draußen.