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News vom 20.05.2021

Alternativen zu echten Kaminen und deren Funktionsweisen im Überblick

Ein Kamin bietet Behaglichkeit und Wärme in den eigenen vier Wänden. Doch verschiedene Einschränkungen wie beispielsweise ein fehlender Schornstein oder das Verbot eines Vermieters führen dazu, dass nicht jeder einfach einen echten Kamin in seinem Eigenheim installieren darf. Doch das ist noch lange kein Grund zum Verzweifeln. Denn der Markt hat darauf längst reagiert und bietet mittlerweile sehr attraktive Alternativen.

Ein Ethanolkamin sorgt für eine behagliche Atmosphäre im Wohnzimmer ohne Ruß und Asche. <br />Bild: Pixabay / adesifire
Ein Ethanolkamin sorgt für eine behagliche Atmosphäre im Wohnzimmer ohne Ruß und Asche.
Bild: Pixabay / adesifire
Bei aufgeweckten Vierbeinern und Kleinkindern in der Wohnung ist ein Elektrokamin die mit Abstand sicherste Variante.<br />Bild: Pixabay / stocksnap<br /><br /><br />
Bei aufgeweckten Vierbeinern und Kleinkindern in der Wohnung ist ein Elektrokamin die mit Abstand sicherste Variante.
Bild: Pixabay / stocksnap


Welche Alternativen zu einem echten Kamin gibt es?

Früher war der Kamin vor allem eine wichtige Feuer- und Wärmequelle in den eigenen vier Wänden. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute ist der Kamin einfach ein schönes Lifestyle-Objekt in der Wohnung. Um einen echten, holzbefeuerten Kamin zu installieren, ist jedoch laut des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ein Schornstein erforderlich.

Die folgenden Kamin-Varianten kommen jedoch auch ohne das Abzugsrohr aus und stellen darüber hinaus eine sehr praktische und umweltfreundliche Lösung dar:

Jede dieser Varianten bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Der Gaskamin: Gemütlich, ohne dabei die Umwelt zu belasten

Wer vor allem optisch dem echten Kamin am nächsten kommen möchte, sollte sich für einen Gaskamin entscheiden. Im Unterschied zum Feuerofen lässt sich der Gaskamin überall dort aufstellen, wo er für behagliche Atmosphäre sorgen soll. Er bietet nahezu die gleiche Heizleistung, produziert dabei jedoch so gut wie keinen Feinstaub.

Vor allem ist der Gaskamin jedoch sehr einfach zu bedienen. Er wird ähnlich wie ein Gasherd einfach per Knopfdruck in Betrieb gesetzt. Mittlerweile sind sogar Modelle erhältlich, die sich über das Smart Home steuern lassen. So ist es möglich, das Smartphone oder das Tablet für die Inbetriebnahme zu verwenden oder einen Timer zu programmieren. Auch die Größe der Flammen kann auf diese Art und Weise nach Belieben eingestellt werden.

Für die Regulierung der Zu- und Abluft wird ein entsprechendes Rohrsystem benötigt. Dieses lässt sich jedoch auch nachträglich sehr einfach installieren. Zur Sicherheit sollte hier im Vorfeld mit dem Schornsteinfeger Kontakt aufgenommen und alle Schritte gemeinsam geplant werden. Bei der Planung sollte unbedingt berücksichtigt werden, dass jeder Hersteller sein eigenes Luft-Abgassystem (LAS) entwickelt, dass in den meisten Fällen nicht mit jenen von anderen Herstellern kompatibel ist.

Mit einem vorhandenen Erdgasanschluss lässt sich der Gaskamin besonders komfortabel bedienen. Alternativ dazu können jedoch auch externe Gasflaschen angeschlossen werden. Dabei gibt es jedoch die gesetzliche Limitierung, dass in geschlossenen Räumen lediglich Flaschen bis elf Kilogramm aufbewahrt werden dürfen.

Wer beispielsweise einen Gaskamin von ofen.de kaufen möchte, sollte sich dafür ein Budget von mindestens 2.000 Euro einplanen. Je nach Ausführung und Design können die Preise aber auch bis rund 12.000 Euro anstiegen. Vor der Entscheidung sollten jedoch unbedingt die Erdgaspreise in der Umgebung überprüft werden. Das gilt vor allem dann, wenn der Gaskamin als echte Heizquelle und nicht nur als zeitweilige Dekoration dienen soll.

Der Ethanolkamin: Behagliche Atmosphäre ohne Ruß und Asche

Wer sich für einen Ethanolkamin entscheidet, sollte von Billigprodukten die Finger lassen. Denn diese führen immer wieder zu schweren Unfällen. Das liegt vor allem daran, dass auch bei dieser Art von Kaminen echtes Feuer brennt. Zum Betrieb wird dabei allerdings kein Holz oder Kohle verwendet, sondern der Alkohol Bioethanol, der sowohl in flüssiger Form als auch als Gel für den Kamin erhältlich ist.

Grundsätzlich ist ein Ethanolkamin genehmigungsfrei. Um die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten, sollte jedoch ein Gerät gewählt werden, dass eine entsprechende Zertifizierung innerhalb der Europäischen Union hat. Wer einen Ethanolkamin mit der DIN-Norm 4731-1 kauft, kann davon ausgehen, dass das Produkt die zahlreichen Sicherheitsvorschriften, die in dieser Norm geregelt sind, einhält. Die im Jahr 2016 eingeführte Norm DIN-EN 16647 garantiert sogar noch ein wenig mehr Sicherheit.

Zum Heizen ist ein Ethanolkamin jedoch nicht geeignet, da er nur eine geringe Wärmeentwicklung aufweist. Er dient vorrangig als schönes Designstück für alle, die Freude an einer Flamme in ihrem Wohnzimmer haben. Dafür bietet der Ethanolkamin jedoch auch jede Menge gestalterische Freiheiten und kann nach Belieben mit Keramikscheithölzern und Dekosteinen verziert werden.

Da die Verbrennung dennoch sehr viel Sauerstoff verbraucht, sollte nicht auf die regelmäßige Belüftung der Räumlichkeiten vergessen werden.

Einfache Tischkamine sind bereits für etwa 250 Euro erhältlich. Die Preise für Wandkamine beginnen bei rund 600 Euro. Bei einem Standkamin sollte ein Budget von mindestens 1.000 Euro eingeplant werden. Das für den Betrieb erforderliche Bio-Ethanol kostet rund 3,30 Euro pro Liter. Im Schnitt lässt sich der Kamin damit für etwa zwei Stunden betreiben.

Der Elektrokamin: Die sichere Alternative

Besonders ungefährlich und dabei auch noch leicht zu bedienen ist der Elektrokamin. Auch hier wird mittlerweile zwischen unterschiedlichen Techniken unterschieden. Bei Wandkaminen kommt meistens die LED-Walzentechnik zum Einsatz. Den realistischsten Eindruck vermittelt hingegen die 3D-Wasserdampftechnik, bei der das Wasser in Nebel umgewandelt wird und aus der Ferne betrachtet wie dampfendes Feuer aussieht. Mit der sogenannten Opti Virtual Technik kann ein 3D-Effekt erzeugt und ein Funkenflug nachgestellt werden.

Auf Wärme aus dem Elektrokamin muss dabei jedoch oftmals verzichtet werden. Wer mit dem Kamin auch heizen möchte, sollte deshalb zu einem Modell mit einem eingebauten Heizlüfter greifen.

Für Haushalte mit Kindern oder Haustieren ist der Elektrokamin die sicherste Variante, da die Hitzeentwicklung in der Regel sehr gering ist und auch keine Stoffe zum Betrieb erforderlich sind, die einen Wohnungsbrand auslösen könnten. Viele Modelle sind zusätzlich auch noch mit einer Fernbedienung ausgestattet, mit der sich der Kamin ganz einfach aus der Ferne „anzünden“ lässt.

Einfache Modell sind ab rund 200 Euro erhältlich. Doch auch bei den Elektrokaminen gibt es nach oben hin kaum Grenzen. Wer möchte, kann dafür auch etwa 3.000 bis 4.000 Euro ausgeben. Abhängig vom Stromanbieter entstehen im laufenden Betrieb Kosten von etwa einem bis neun Cent in der Stunde. Am günstigsten sind dabei die Modelle mit LED-Walzentechnik.

Geräte mit Heizfunktion sind selbstverständlich teurer im Betrieb. Bei einer Heizleistung von 1.000 Watt sollte in etwa mit Kosten von 20 bis 30 Cent pro Betriebsstunde kalkuliert werden.

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