Bossen werden seit der Frührenaissance als Gestaltungsmittel an der Fassade genutzt. Auch heute wird das historische Motiv der Bosse in der Sanierung wie im Neubau wieder verwendet. Die Vertiefungen bilden einen markanten Kontrast zur übrigen Fassade und sind wahre Hingucker.
Bei wärmegedämmten Fassaden lassen sich die erhabenen Strukturen der Bossen bereits durch die Dämmplatten vorgeben.
Bild: Heck Wall Systems
Für die Ausarbeitung der Bossen gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Durch Bossenprofile können die gewünschten Vertiefungen in der Putzschicht dargestellt werden. Eine weitere Option ist die Hinterschneidung, also das manuelle Einschneiden in eine entsprechend dicke Putzschicht. Doch es geht auch einfacher. Bei wärmegedämmten Fassaden lassen sich die erhabenen Strukturen der Bossen bereits durch die Dämmplatten vorgeben. Mit den verschiedenen Varianten der Heck Coverrock Deco-Typen lassen sich unterschiedliche Bossenelemente leicht über Steinwolle-Dämmplatten in die Fassade integrieren. Anschließend wird die Fassade wie gewohnt armiert, verputzt und bei Bedarf gestrichen – die Bossenvertiefungen bleiben erhalten.
Die Dämmplatten sind bereits mit der entsprechenden Vertiefung vorgefertigt. Sie stehen in drei unterschiedlichen Typen mit den Bossenstrukturen enges Trapez, breites Trapez und Dreieck zur Verfügung. Für jeden Bossen-Typ gibt es ein passendes Armierungsgewebe. Eine spezielle Bossenkelle hilft beim Ausführen der Putzschicht in den Nuten. Das ermöglicht einen raschen Baustellenablauf und garantiert eine gleichmäßige, erhabene Optik. Die Bossendämmplatten bestehen aus nichtbrennbarer Steinwolle. Der Baustellenverschnitt kann über das Recyclingkonzept HeckCycle wiederverwertet werden.