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News vom 18.06.2021

Interview mit Heinz-Werner Schmidt

Nach einer erfolgreichen ISH digital positiv in die Zukunft:

Seit August 2018 ist Heinz-Werner Schmidt Geschäftsführer der August Brötje GmbH mit Sitz im niedersächsischen Rastede. Anschließend wurde er im Rahmen einer Neustrukturierung in der BDR Thermea Gruppe zum verantwortlichen CEO der Marken BRÖTJE, Remeha und Senertec in Deutschland. Sein Ziel gilt seitdem der Gewinnung weiterer Marktanteile sowie der strategischen Neuausrichtung der Konzernaktivitäten im deutschsprachigen Raum. Welche Rolle dabei die ISH 2021 gespielt hat, die Digitalisierung zukünftig spielt und was er vom Wasserstoff als Energieträger in der Heizungstechnik hält, besprechen wir hier.

„Sowohl in der 3-D-Welt als auch im Live-Studio gewährten wir Einblick in die Innovationen der Heizungstechnik“, erklärt Heinz-Werner Schmidt.<br /><br />
„Sowohl in der 3-D-Welt als auch im Live-Studio gewährten wir Einblick in die Innovationen der Heizungstechnik“, erklärt Heinz-Werner Schmidt.

BRÖTJE möchte seinen Marktpartnern die Chancen aufzeigen, die die Hybridtechnik mit sich bringt.<br /><br />
BRÖTJE möchte seinen Marktpartnern die Chancen aufzeigen, die die Hybridtechnik mit sich bringt.

Heinz-Werner Schmidt ist CEO der Marken BRÖTJE, Remeha und Senertec in Deutschland.<br />Bilder: BRÖTJE<br />
Heinz-Werner Schmidt ist CEO der Marken BRÖTJE, Remeha und Senertec in Deutschland.
Bilder: BRÖTJE

Herr Schmidt, wie haben Sie die diesjährige ISH 2021 erlebt?  

Heinz-Werner Schmidt:

Durchaus positiv – wir sind mit unserem Auftritt und den daraus resultierenden Ergebnissen sehr zufrieden. Rund 9.000 virtuelle Besuche konnten wir auf unseren digitalen Plattformen über die gesamte Laufzeit begrüßen; es gab sicherlich „Wiederholungstäter“ aber immerhin mit einer durchschnittlichen Verweildauer von etwa zehn Minuten (pro Visit) – da war echt was los und es hat wirklich gute Kommunikation gegeben, die uns viel Freude bereitet hat.

Diese erfreuliche Rückmeldung scheint bei den digitalen ISH-Ausstellern ja durchaus eine Ausnahme zu sein. Wie haben Sie es geschafft, derartig viel Aufmerksamkeit zu generieren?

Heinz-Werner Schmidt:

Mit unserem fundierten Plan sowie dem entsprechenden Budget haben wir ins Schwarze getroffen und etwas Einzigartiges kreiert. Das Ziel, die Marken der BDR Thermea Gruppe digital sowie zukunftsorientiert zu präsentieren, haben wir erreichen können. Die Kombination aus persönlicher Kundenansprache, geführten Messerundgängen via TEAMS und den 3-D-Animationen kam beim Fachpublikum wirklich gut an. Außerdem ermöglichte die Chat-Funktionalität eine direkte Interaktion mit dem Besucher. Diese hybride Vorgehensweise hat durchweg überzeugt und ist für mich auch zukünftig in unserer Kommunikation wünschenswert.

 

Es wird also in Zukunft digitaler zugehen bei BRÖTJE und Remeha? 

Heinz-Werner Schmidt:

Ganz genau, ich nenne das gern den digitalen Werkzeugkasten. Die ISH war ein gelungener Start, um professionell mit diesen Formaten umzugehen; wirklich spannend, zeitgemäß und überaus effizient. Für die Zukunft wünschen wir uns eine gute Mischung aus beiden Welten, der Präsenz vor Ort oder auf Fachmessen genauso wie weitere digitale Möglichkeiten, beispielsweise Video-Tutorials, Webinare usw. Wir werden deshalb auch weiterhin in die digitale Kundenwelt und Heizgeräte investieren, die „connected“ sind, um mit unseren Handwerkspartnern für die Zukunft erfolgreich aufgestellt zu sein. Das geht dann vom serienmäßigen Internetanschluss und der smarten Steuereinheit bis hin zur Fernanalyse. Dies macht es sowohl dem Heizungsbauer als auch dem Betreiber leicht, aktuelle Verbrauchswerte abzulesen und/oder ggf. Parameteranpassungen vorzunehmen. Anhand dieser Daten lassen sich beispielsweise Wartungstermine frühzeitig einplanen. Wir müssen alle gemeinsam – das möchte ich ausdrücklich betonen – zukünftig unseren digitalen Werkzeugkasten im Griff haben!

 

Was konnten Sie den ISH-Besuchern denn inhaltlich bieten?

Heinz-Werner Schmidt:

Sowohl in der 3-D-Welt als auch im Live-Studio gewährten wir Einblick in die Innovationen der Heizungstechnik. Wärmepumpen, Hybridsysteme und Hocheffizienzgeräte wurden genauso wirkungsvoll präsentiert wie die neuesten Entwicklungen in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. BRÖTJE und Remeha – mit ihrer starken Präsenz auf dem deutschen Heizungsmarkt – lagen im Fokus unseres digitalen Messestands.

 

Sie bezeichnen Ihre Gruppe bzw. BRÖTJE und Remeha gern als technologieoffene Marken. Sehen Sie deshalb in der Hybridtechnologie zeitnah verbesserte Marktchancen?

 

Heinz-Werner Schmidt:

Nun ja, das hat nicht unbedingt nur mit Eigennutz zu tun. Wir möchten unseren Marktpartnern gern die Chancen aufzeigen, die die Hybridtechnik mit sich bringt. Das liegt zum Einen an der zunehmenden Elektrifizierung des Wärmemarktes und zum Anderen an dem Wunsch der Betreiber nach mehr Autarkie. Die Kraft-Wärme-Kopplung wird in der Energie- und Wärmewende unserer Ansicht nach eine große Rolle spielen. Diese Hybridanlagen sichern zudem eine hohe Versorgungssicherheit in der Gebäudebeheizung und sorgen in der Regel für bessere Deckungsbeiträge beim Fachhandwerk. Darüber hinaus nutzen sie den aktuellen Förderrahmen bestmöglich und stellen eine optimale Brückentechnologie dar. Unser Brennstoffzellensystem eLecta 300 von Remeha ist da ein schönes Beispiel für den Betrieb in kleineren Objekten. Neben dem Brennstoffzellen-Modul besteht die Anlage aus einem 300-Liter-Pufferspeicher, einer Hydraulikeinheit (im Puffervorbau integriert) und einem Gas-Brennwertgerät als Spitzenlastkessel. Alles aufeinander abgestimmt und montagefreundlich miteinander kombiniert. Außerdem wird es in diesem Jahr bei BRÖTJE ebenfalls noch eine Brennstoffzelle geben, die wir in Rastede fertigen und im 4. Quartal in den Markt bringen werden.   

 

Sie haben bereits auf der ISH 2019 ein Heizgerät vorgestellt, das zu 100 Prozent reinen Wasserstoff verbrennt. Wie geht es in diesem Segment weiter? Sieht BDR Thermea da wirklich eine Zukunft?

Heinz-Werner Schmidt:

Die sehen wir sehr wohl. Seit Mitte 2019 testet die BDR Thermea Gruppe im niederländischen Rozenburg nahe Rotterdam die weltweit ersten wasserstoffbetriebenen Wandkessel unter realen Bedingungen. Der Wärmeerzeuger wurde im konzerneigenen Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung in Italien entwickelt. Ziel des Projektes ist es, eine breite Basis für Heizungs- und Warmwasserlösungen zu finden, die praktisch ohne Kohlendioxid-Emissionen auskommt. Den benötigten Wasserstoff, der über Elektrolyse hergestellt wird, liefert ein Netzbetreiber über eine ehemalige Erdgasleitung. So lässt sich auch bestätigen, dass sich das vorhandene Gasnetz technisch zum Transport von Wasserstoff eignet.

Weitere Feldversuche - darunter auch einige Projekte in Deutschland - stehen derzeit in den Startlöchern. In Großbritannien ist man dem europäischen Festland zwar aktuell voraus, aber wir sind mit weiteren Versuchsanlagen auch dort am Ball.

Es gibt dazu auch europäische Projekte und Fördergelder. Sind Sie hier beteiligt?

Heinz-Werner Schmidt:

Das ist korrekt, wir machen da auch mit. Das Programm nennt sich PACE. Die Abkürzung steht für „Pathway to a Competitive European FuelCell micro-CHP Market“; ein öffentlich-privates EU-Projekt mit einem Volumen von über 90 Millionen Euro, welches aktuell im Rahmen der Corona-Förderungen auch noch ausgebaut wird. Mit PACE soll sichergestellt werden, dass sich zukünftig Brennstoffzellen-Mikro-KWKs als Energiesysteme auf dem europäischen Wohnungsmarkt etablieren. Das Projekt wird von der öffentlich-privaten Partnerschaft Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (FCH JU) kofinanziert und bringt europäische Hersteller, Forschungsinstitute sowie andere wichtige Akteure der Energiebranche zusammen. Die Initiative soll den Herstellern ermöglichen, auf eine Industrialisierung der Produkte hinzuarbeiten und die Marktentwicklung auf nationaler Ebene zu fördern, indem sie mit Fachleuten aus dem Baugewerbe sowie der gesamten Energiewirtschaft zusammenarbeiten.

Alle Unterzeichner erkennen an, dass Haushalte und kleine Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen werden. Es dreht sich immerhin um 66 Millionen Haushalte, die für 36 % der Kohlendioxid-Emissionen in Europa verantwortlich sind.

Lassen Sie uns noch einen Blick in die regionale SHK-Glaskugel werfen. Wie wird es der Branche in den kommenden zwei Jahren ergehen?

Heinz-Werner Schmidt:

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach heutigem Stand grundsätzlich positiv zu bewerten. Die Förderpolitik ist derzeit vorbildlich und Energie- sowie Umweltthemen werden uns weiterhin enorm beschäftigen. Trotzdem muss ich aus zwei Gründen etwas Wasser in den Wein kippen: 1.) Der Fachkräftemangel im SHK-Handwerk macht uns zu schaffen – und das leider nicht erst seit gestern. Hier gilt es, aktiv gegenzusteuern, auszubilden und montagefreundliche Lösungen zu bieten, die die Fachbetriebe ent- und nicht belasten. Aus diesem Grund unterstützen wir zur gezielten Ansprache der jüngeren Generation auch mit unserer Förderpartnerschaft die ZVSHK-Kampagne: „Zeit zu starten“ durch die mehr Nachwuchs für den Ausbildungsberuf des SHK-Mechatronikers gewonnen werden soll.   2.) Werden uns die weltweit steigenden Rohstoffpreise erheblich treffen. Kupfer ist seit April 2020 etwa doppelt so teuer geworden und der Preis für warmgewalzten Stahl ist seit Ende des vergangenen Jahres von gut 400 Euro auf aktuell mehr als 1.100 Euro je Tonne geklettert. Hinzu kommen die Frachtraten, die schon im innereuropäischen Warenverkehr binnen eines Jahres um 20 bis 25 % gestiegen sind. Das alles kann in der Kombination mit pandemiebedingten Problemen zur Folge haben, dass es zu Versorgungsengpässen kommt, die wir heute noch nicht absehen können.

Wir bedanken uns für das informative Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg, Herr Schmidt.

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