Das „Fit for 55“ Gesetzespaket des „Green Deal“ der Europäischen Kommission enthält Entwürfe für zwölf Gesetzgebungsverfahren zur Emissionsneutralität bis 2050, die aktuell diskutiert, verhandelt und verabschiedet werden.
Ab 2050 strebt die EU negative Emissionen an. Das EU-Klimagesetz von Juli 2021 strebt eine Reduzierung der Treibhausgase von 55 % bis 2030 gegenüber dem Referenzjahr 1990 an und einen Anteil der Erneuerbaren Energien von 40 %. Noch dürften nach Einschätzung der Kommission diese Margen um voraussichtlich rund 3 Prozent verfehlt werden. Deshalb will Brüssel das Prinzip "Efficiency First" – der sparsame Umgang mit Energie – mit entsprechenden Auflagen in allen verbrauchsrelevanten Segmenten stärken. Einen besonderen Beitrag weist die EU der Öffentlichen Hand zu, unter anderem über Sanierungsverpflichtungen für öffentliche Gebäude. Die in Bearbeitung befindlichen Details zu „Fit for 55“ werden wahrscheinlich nationale Richtwerte enthalten, die angeben, welchen Beitrag zu diesem Punkt die einzelnen Mitgliedstaaten zu leisten haben.
Eine Rolle wird die Kraftwärmekopplung spielen, vor allem in Verbund mit Biogas. Die Blockheizkraftwerke des Typs XRGI des KWK-Spezialisten EC Power können mit zu 100 % erneuerbarer Energie betrieben werden. Sie sind vollständig darauf vorbereitet und decken als modulierendes Einzelgerät mit vier Baugrößen den Leistungsbereich von 6 bis 20 kW elektrisch und 12 bis 40 kW thermisch ab, kaskadiert bis 80/160 kW elektrisch/thermisch. Die Maschinen erfüllen die Auflagen für „Hocheffizienz“ nach behördlicher Definition. KWK mit diesem Prädikat erhält eine bestimmte Förderung für die Einspeisung des elektrischen Stroms und ist des Weiteren von der Stromsteuer befreit.
Im Biogasbetrieb dekarbonisieren die XRGI-Aggregate die Stromerzeugung fast vollständig, doch auch bei einem Erdgasanschluss tragen sie dank Kraft-Wärme-Kopplung mit bis 50 % zur CO2-Reduzierung bei. Für die Quote, die „Fit for 55“ Deutschland auferlegen wird, sind sie mehr als gerüstet. Die nachweisbare Emissionsminderung nach der Sanierung von Einrichtungen wie Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportstätten, Altenheime oder Krankenhäuser sollte Betreiber öffentlich zugänglicher Einrichtungen mit Nachholbedarf in Sachen Energiewende motivieren, ihrer Vorreiterrolle im Klimaschutz nachzukommen und die zahlreichen positiven Beispiele als Vorlage zu nehmen: Der Bundesligist SC Freiburg entlastet nach entsprechenden Maßnahmen in den Stadionbauten auf Basis der EC-Power-BHKWs die Umwelt von jährlich 25 t Kohlendioxid, das Caritas-Haus Feldberg um 77 t, die Gasregelstation Haiger um 28 t, ein Wohnpark der Stadtwerke Konstanz um 240 t, das Kloster Praglia um 40 t, der Verwaltungssitz Schloss Herborn um 11 t oder etwa der Schulkomplex Solms um 36 t.
Biogastaugliches BHKW, Typ XRGI
Bild: EC Power)