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News vom 02.05.2003

Junkers/Bosch Thermotechnik: Umsatzanstieg in schwierigem Umfeld


Dr. Joachim Berner, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Thermotechnik der Robert Bosch GmbH, Vortrag anlässlich der Pressekonferenz auf der ISH am 25. März 2003 in Frankfurt/Main:

Der Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik hat im vergangenen Jahr beim Umsatz weltweit ein Plus von dreieinhalb Prozent auf insgesamt 910 Millionen Euro erzielt. Damit haben wir uns in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld und gegen die Entwicklung auf dem Weltmarkt behauptet. Unser Wachstum sehen wir als Ergebnis eines hohen Grades an Internationalität und einer innovativen Erzeugnispolitik. Der Weltmarkt der Bosch-Thermotechnik Kerngeschäftsfelder ging 2002 um drei Prozent auf insgesamt 8,1 Milliarden Euro zurück. Insgesamt sind in diesem Zeitraum 19,6 Millionen Gas- und Öl-Heizgeräte sowie Gas-Durchlauferhitzer verkauft worden; rund 300 000 mehr als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir bei den Stückzahlen von einem leichten Anstieg um zwei Prozent auf dann rund 20 Millionen verkaufter Geräte aus, bei einer wertmäßigen Stagnation. Wir erwarten deshalb auch in diesem Jahr einen unverändert harten Verdrängungs- und Preiswettbewerb. Hinzu kommen nach wie vor bestehende Überkapazitäten in der Branche. Dennoch sind wir optimistisch, dass wir unsere gute Position weiter ausbauen können.

Internationaler denn je

Hierbei hilft unsere im vergangenen Jahr weiter verstärkte internationale Ausrichtung. So haben wir 2002 den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von Bosch-Thermotechnik weiter gesteigert. Rund 80 Prozent des Umsatzes sind außerhalb Deutschlands erzielt worden. Derzeit arbeiten rund 6 100 Mitarbeiter für Bosch-Thermotechnik; die Mehrzahl davon, über 4 700, im Ausland. Internationalität lässt sich an weiteren Fakten erkennen. Unsere Erzeugnisse entwickeln und fertigen wir in einem Verbund von insgesamt acht Standorten. Neben Wernau bei Stuttgart zählen dazu Clay Cross und Worcester (Großbritannien), die beiden französischen Standorte Drancy und Saint Thégonnec sowie das Werk Aveiro in Portugal; zudem entwickeln und fertigen wir Gas-Heizgeräte in Manisa/ Türkei. Für den chinesischen Markt haben wir Entwicklung, Produktion und Verkauf von Gas-Warmwasserthermen in Shunde in der Provinz Guangzhou im Süden von China konzentriert.

Starke internationale Marken

International ist auch unsere Marken-Strategie. So vertreiben wir Bosch- und Junkers-Erzeugnisse in aller Welt und arbeiten zudem mit einer Palette regional bekannter Marken, wie Worcester in Großbritannien und Vulcano in Portugal. Den französischen Markt bedienen wir mit Erzeugnissen der Marke e.l.m. leblanc und Geminox; in Belgien sind wir auch unter der Marke Radson bekannt. Neben dieser auf die zunehmende Internationalisierung der Thermotechnikmärkte abgestimmten Erzeugnis- und Markenpolitik muss sich ein Anbieter auch auf jeweils andere, national geprägte Kundenwünsche einstellen. Bosch unterhält deshalb ein Vertriebsnetz in 185 Ländern.

Unterschiedliche Marktbedingungen

Den jeweiligen Besonderheiten begegnen zu können, stellt die Anbieter in einem stark fragmentierten Weltmarkt vor große Herausforderungen und verlangt von ihnen ein hohes Maß an Flexibilität. Unterschiedlich sind die Märkte etwa hinsichtlich ihrer jeweiligen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Neben den klassischen Energieträgern Gas, Kohle und Öl spielen erneuerbare Energien eine größer werdende Rolle. Hinzu kommt, dass verschiedene Verwendungszwecke – Heizen oder Warmwasserbereiten – und Verbrauchergewohnheiten die nationalen Markterfordernisse jeweils anders gestalten. Vor diesem Hintergrund entwicklungs- und fertigungsbezogene Synergien nutzbar zu machen, war auch für uns eine anspruchsvolle Herausforderung. Die Entwicklung unseres Geschäfts zeigt uns aber, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. So wollen wir auch künftig die sich bietenden Potenziale in verschiedenen Märkten erschließen.

Chancen zum Wachstum im Ausland

Den Großteil unseres Umsatzes – rund 95 Prozent – haben wir im vergangenen Jahr in Europa erzielt. Mit einem Anteil von 23 Prozent an unserem Gesamtumsatz hat Großbritannien im Jahr 2002 Deutschland (20 Prozent) als den bislang für uns größten nationalen Markt abgelöst, gefolgt von Frankreich (16 Prozent) und Spanien (8 Prozent). Wachstumspotenziale erkennen wir – Westeuropa betrachtend – in Großbritannien, dem mittlerweile größten europäischen Thermotechnik-Markt sowie in Frankreich, Italien und Spanien. Auch den deutschen Heimmarkt sehen wir nach schwierigen Jahren langfristig auf dem Weg der Besserung. Die Kunden in einzelnen Ländern Mittel- und Osteuropas fragen verstärkt thermotechnische Erzeugnisse nach. Wir konnten unseren Umsatz in den Ländern Mittel- und Osteuropas überproportional steigern. Zudem sehen wir in Fernost und Übersee gute Chancen. Dort haben wir unsere Marktposition in 2002 weiter ausgebaut.

Bei der Erschließung dieser Wachstumspotenziale helfen starke Marktpositionen. Bosch zählt, gemessen am Gesamtumsatz, europaweit zu den ersten fünf in der Branche. Betrachtet man jedoch einzelne Segmente, liegen wir zum Teil noch weiter vorne im Herstellervergleich. Bei wandhängenden Gas-Warmwasserthermen etwa, von denen im vergangenen Jahr weltweit rund 10,6 Millionen Stück im Wert von rund 1,7 Milliarden Euro verkauft worden sind, haben wir unsere Position unter den führenden drei Anbietern behaupten, teilweise sogar ausbauen können. In Europa sind wir mit einem Marktanteil von über 40 Prozent sogar die Nummer Eins. Bei Gas-Heizthermen sind wir weltweit zweitgrößter Anbieter. Von diesen Geräten sind im Jahr 2002 insgesamt sechs Millionen mit einem Wert von rund 3,7 Milliarden Euro verkauft worden. Auf dem Gebiet der bodenstehenden Öl- und Heizkessel ist unsere derzeitige Position ausbaufähig. Auf dem Weltmarkt fanden im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Stück im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro ihren Käufer.

Mit Innovationen und Optimismus in die Zukunft

Um auch künftig mit Erzeugnis-Neuheiten aufwarten zu können, haben wir allein im vergangenen Jahr für Forschung und Entwicklung 31 Millionen Euro aufgewendet; ins Verhältnis zum jeweiligen Gesamtumsatz gesetzt, sind das höhere F&E-Ausgaben als in der Branche üblich. Neuheiten treiben den Markt. Wenn wir unsere Verkaufsstatistiken betrachten, sehen wir einen steigenden Anteil von neuen Erzeugnissen; gemeint sind hier Produkte, die nicht älter als drei Jahre sind. Für 2003 gehen wir davon aus, dass jedes zweite der von uns verkauften Geräte dazu zählen wird. In zwei Jahren liegt dieser Wert nach unserer Schätzung schon bei fast 80 Prozent.

Die Entwicklungen und Größenordnungen der Thermotechnik-Märkte bieten nach unserer Ansicht kompetenten Herstellern gute Zukunftschancen. Daran wollen und werden wir teilhaben. Wir sind trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche und Schwierigkeiten optimistisch und streben in 2003 ein stärkeres Wachstum als die Branche an. Dass wir das können, haben unsere Erfolge im letzten Jahr bewiesen.

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tepee schrieb: Es gibt ja einige wenige Fälle, bei denen der RGK nicht ganz...
ddjst schrieb: Die Bundesregierung beabsichtigt die Förderung von kleinen PV...
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