Bild: elements.envato.com/RossHelen
Was macht ein Haus „smart“?
Wenn wir von Smart-Homes sprechen, meinen wir Häuser, die mit vielen Smart-Technologien ausgestattet sind. Sprich, einige Möbel und Haushaltsgeräte sind an ein privates Netzwerk angeschlossen, welches es Ihnen einfacher macht, diese zu bedienen. Meist können Sie die Geräte dann über ein fest montiertes Smart-Terminal steuern, oder sogar über Ihr Handy, Tablet oder den Computer. So ist es beispielsweise kein Problem, wenn Sie vergessen haben, in der Küche das Licht auszuknipsen, bevor Sie ins Bett gegangen sind. Sie können es einfach von Ihrem Bett aus ausschalten, oder sogar einstellen, dass alle Glühbirnen im Haus nach einer bestimmten Zeit ausgeschaltet werden. Das ist aber erst der Anfang!
Ein sicherer Haupteingang?
Viele Menschen steigen aus Sicherheitsgründen auf Smart-Homes um. Unter anderem besteht nämlich auch die Option, die Eingangstür noch sicherer zu machen. Besonders populär ist die versteckte Kamera, die Sie benachrichtigt, wenn jemand an Ihrer Haustür steht. Durch die Kamera sehen Sie genau, wer an Ihrer Tür klopft. Je nachdem, welches System Sie einbauen, können Sie die Tür sogar von überall im Haus öffnen oder abschließen. Das funktioniert zwar nicht mit herkömmlichen Türschlössern, aber abgesehen davon sind die "nicht so smarten" Schlösser viel stabiler. Die hochmodernsten Systeme können sogar die Tür automatisch versperren, wenn ein Gesicht vor der Tür auftaucht, das dem System unbekannt ist - oder sie öffnen, wenn es Sie erkennt. Es ist sogar möglich, dieses System auf alle Fenster im Haus einzupassen, damit sich diese ebenfalls automatisch verschließen. So schafft es selbst der hartnäckigste Einbrecher nicht in Ihr Haus.
Was macht eine Smart-Küche genau?
Bei Smart-Technologien wird vor allem Komfort und Benutzerfreundlichkeit in den Vordergrund gestellt. In einer Smart-Küche können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf all Ihre Küchengeräte zugreifen - selbst, wenn Sie nicht selbst in der Küche sind. So können Sie beispielsweise vom Wohnzimmer aus sehen, ob Ihr Geschirrspüler fertig ist oder was der Herd gerade macht. Bei einem Smart-Kühlschrank haben Sie sogar die Option, direkt im Supermarkt nachzusehen, was Sie noch im Kühlschrank haben. Eine eingebaute Kamera zeigt genau, was sich in Ihrem Kühlschrank befindet. Dies ist auch ein geniales Mittel zum Sparen und gegen Lebensmittelverschwendung. Per Smart-Kühlschrank können Sie sogar im Internet nach Kochrezepten suchen, Einkaufslisten verfassen oder direkt von der Küche aus Lebensmittel bestellen, die dann nach kurzer Zeit an Ihre Haustür geliefert werden. Doch das ist noch längst nicht alles, was Ihre Smart-Küche kann.
In einer voll ausgestatteten Smart-Küche dürfen auch nicht der Smart-Backofen und der Smart-Herd fehlen. Dies erlaubt es Ihnen, von absolut überall zu kontrollieren, ob Sie auch wirklich daran gedacht haben, den Herd auszuschalten. Zudem sorgen hochmoderne Temperatursensoren dafür, dass der Ofen oder der Topf die perfekte Temperatur hat. Smart-Backöfen können sogar akkurat feststellen, wann Ihr Essen gar ist. So treffen Sie bei Ihrem Sonntagsbraten immer das gewünschte Medium-Rare oder wissen ganz genau, wie lange der Kuchen noch braucht. Diese Features und mehr sind der integrierten künstlichen Intelligenz zu verdanken, die sogar mit der Zeit dazulernt. Fakt ist, dass die Smart-Küche einige Innovationen in Ihr Haus bringt, die Ihr Kocherlebnis revolutionieren.
Was bietet das Smart-Wohnzimmer?
Wenn Sie glauben, dass wir langsam alle Smart-Geräte erwähnt haben, die erwähnt werden können, liegen Sie falsch! Weiter geht es mit dem Wohnzimmer. Ein smartes Heizsystem bringt den ganzen Raum rasend schnell auf die Temperatur, die für Sie am angenehmsten ist - selbst, wenn Sie nicht einmal zu Hause sind. Wenn Sie also an einem verschneiten Abend zitternd Ihr Auto verlassen, und Ihren ersten Fuß in die Tür setzen, kommt Ihnen eine wohlige Wärme entgegen. Die Luftqualität ist auch immer angenehm, da Smart-Luftfilter kleinere Staubpartikel ohne weiteres aus der Luft ziehen. Wenn Ihre Luft zu stark verschmutzt ist, Schimmelsporen durch die Gegend fliegen oder Tierhaare die Filter verstopfen, bekommen Sie sofort eine Benachrichtigung auf Ihrem Smart-Terminal. Falls einmal ein Unglück geschieht und sich der Rauchmelder aktiviert, stellen Alarmsignale und Lichter sicher, dass alle Bewohner des Hauses eine frühzeitige Warnung erhalten.
Smart-Glühbirnen sorgen immer für eine tolle Atmosphäre. Mit Millionen von Farboptionen können Sie das Gefühl erwecken, in einem alten Fichtenwald zu sein, an einem Strand zu sitzen oder sogar das flackernde Rot-Orange eines Kaminfeuers entfachen. Wenn Sie das perfekte Licht für Ihre derzeitige Laune gefunden haben und sich zurücklehnen, können Sie einfacher als je zuvor Musik abspielen oder den Fernseher betätigen. Ob mit Sprachaktivierung, per Klatschen oder einfach mit Gesten, die Sie in der Luft zeichnen, starten Sie Ihren Relax-Nachmittag mit Stil und Komfort.
Besser schlafen im Smart-Schlafzimmer?
Es gibt nichts Schlimmeres, als nach einem anstrengenden Tag in ein unbequemes Bett zu steigen. Vielleicht fühlen Sie sich, als würden Sie auf einer Steinpritsche liegen, oder bestimmte, angespannte Muskeln drücken unangenehm. Diese Probleme gibt es in einem Smart-Bett jedenfalls nicht. Äußerlich sieht das Bett völlig normal aus, aber die Matratze verbirgt die Technologie, die das Schlafengehen revolutioniert. Der Smart-Lattenrost kann durch ein Smart-Terminal oder mit Ihrem Handy gesteuert werden, um sich perfekt Ihren Bedürfnissen anzupassen. Die Latten bewegen sich und bilden eine dynamische, ergonomische Kurve.
Wollen Sie noch in einem Buch blättern, bevor Sie die Augen schließen? Dann wird das Kopfende des Bettes hochgebogen, um eine Art Sessel zu bilden. Wollen Sie schlafen? Setzen Sie einfach die Form zurück oder passen Sie die Position so an, dass sie so bequem ist, wie möglich. Einschlafen mal anders! Wenn es ums Aufwachen geht, bietet das Smart-Schlafzimmer auch eine elegante, hochmoderne Lösung. Sie können sich beispielsweise sanft wecken lassen, indem sich der Vorhang langsam öffnet, wenn es Zeit zum Aufstehen ist. Naturgeräusche oder sanfte Musik begleiten den Aufwachzyklus und schon sind Sie auch ohne lästigen Weckerton pünktlich aus dem Bett gekommen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen Smart-Wecksystemen, denn jedes ist verschieden, aber sicherlich angenehmer als der fiese Klingelton auf dem Handy.
Sicherheit im Smart-Home - Gibt es Schwachstellen im System?
Alle tollen Bequemlichkeiten, die das Smart-Home bietet, würden nichts bedeuten, wenn ein einziger Hacker alles kaputt machen könnte. Da muss man natürlich die Frage stellen: Sind Smart-Homes überhaupt sicher? Datenklau ist im Internet schließlich ein weit verbreitetes Problem. Warum sollten Häuser etwas anderes sein? Sicherheit wird von den Machern von Smart-Technologien sehr ernst genommen. Erstklassige Antivirus-Programme schützen den Besitzer des Hauses vor jeglichen digitalen Schädlingen, während Verschlüsselungsformulare und Sicherheitsprotokolle Hacker ihren Job zur Hölle machen. Solange Sie regelmäßig die neuesten System-Updates herunterladen, dürften Datenräuber nicht den Hauch einer Chance haben.
Wie sieht es aber mit Einbrechern aus? Nun ja, ein Haus ist einfach ein Haus. Allerdings stellen die Smart-Systeme im Eingangsbereich sicher, wie bereits erwähnt, dass das Eingangsschloss nicht geknackt werden kann. Je nach Smart-Home werden dabei auch jegliche Fenster abgesichert. Bei derartigen Maßnahmen geben 99 Prozent aller Einbrecher auf und suchen leichtere Beute, während Sie auf Ihren Überwachungskameras beobachten, wie der erfolglose Eindringling unverrichteter Dinge von Ihrem Haus wegschleicht. Sie sitzen währenddessen wohlig sicher in Ihrem Smart-Sessel mit Massagefunktion und können das Beweisvideo ganz smart an die Polizei verschicken. Ob Ihnen das Konzept eines Smart-Homes gefällt, oder nicht, ist Ihre Entscheidung. Die Smart-Technologien haben jedenfalls jede Menge Vorteile mit überraschend wenigen Nachteilen. Wenn Sie das nötige Budget haben, lohnt sich ja vielleicht die Investition. Ansonsten lassen Sie Ihr Haus doch einfach Haus sein und bleiben selbst so smart, wie Sie sind.