Das Thema Heizungstechnik bereitet derzeit vielen Wohnraumbesitzern Kopfzerbrechen. Neben dem Klimawandel verschärft nun auch der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die Situation. Die Preise für Energie steigen rasant sowie der Wunsch nach Unabhängigkeit von Gas. Neben der Heizungswartung kann eine neue Heizungsanlage sinnvoll sein, um langfristig Geld zu sparen und die Energieversorgung sicherzustellen.
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Während Russland die Gaslieferungen nach Deutschland weiter einschränkt und die Pipeline Nord Stream 1 inzwischen kein Gas mehr transportiert, steigt die Verunsicherung der Märkte. Wie die Tagesschau am 11. Juli 2022 berichtet, bereite sich Deutschland derzeit auf das Schlimmste vor. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) äußerte sich Anfang der Woche besorgt. Ob nach den Wartungsarbeiten an der Pipeline wieder Gas in die Bundesrepublik geliefert wird, ist unklar. Obwohl die Gaspreise in Europa gefallen sind, wird eine verzögerte Preissteigerung für Verbraucher erwartet. Wie angespannt die Lage generell ist, verdeutlicht die Verdoppelung des richtungsweisenden Gaspreises in den letzten vier Wochen.
Gasheizungen jetzt warten lassen
Diejenigen, die aus Kostengründen keine neue Heizung einbauen lassen können, müssen nicht tatenlos zusehen, wie die Haushaltskasse wegen steigender Preise weiter geschmälert wird. Mit einer Wartung der Gasheizung lässt sich der Energieverbrauch zum Teil um 15 Prozent senken und damit auch die Heizkosten. Dabei sind Haus- und Wohnungsbesitzer jedoch gut beraten, die Wartungsarbeiten bereits jetzt zu beauftragen. Schließlich folgt im Herbst der große Ansturm auf die Heizungstechniker. Viele Fachbetriebe haben bereits jetzt über Monate hinweg keine Termine mehr frei.
Reparaturen und Teiletausch – bei Bedarf lohnt sich die Finanzierung
Neben einem hydraulischen Abgleich für eine optimierte Heizungsfunktion können sich Dämmungen von Heizungsrohren, Reparaturen an defekten Heizkörpern und Reinigungsarbeiten der Heizungsanlagen positiv auf die Effizienz auswirken. Angesichts der Tatsache, dass sich die Kosten einer Gasheizungswartung mit Beträgen im unteren dreistelligen bis mittleren Bereich bewegen und damit stark in Grenzen halten, lohnt sich die Investition besonders.
Müssen jedoch mehrere defekte oder alte Heizkörper ausgetauscht werden, summieren sich die Kosten schnell auf mehrere tausend Euro. Fehlt dafür Erspartes oder soll die eiserne Reserve unangetastet bleiben, kann ein Kleinkredit die finanzielle Lücke schließen. Für die möglichst schnelle und unkomplizierte Beschaffung von Fremdkapital sind Onlinekredite eine Option. Bei Kreditvermittlern wie auxmoney werden Kleinkredite ab 1.000 Euro mit Sofortauszahlung und flexiblen Laufzeiten angeboten. Die Darlehensanfrage gelingt im Internet in wenigen Minuten und die Identifizierung mit Video-Ident ersetzt den Besuch bei der Bank. Ein Vergleich des effektiven Jahreszinses sowie der allgemeinen Konditionen der digitalen Kredite wie beispielsweise die Kriterien zur Bonitätsprüfung erleichtert die Suche nach fairen Angeboten.
Neue Heizungen - ein Kostenrahmen zur ersten Einschätzung
Wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, ist eine neue Heizungsanlage vielerorts die bessere Entscheidung, um langfristig optimal aufgestellt zu sein. Nach etwa 20 Jahren Laufzeit ist eine Modernisierung eine Überlegung wert. Zur groben Orientierung die allgemeinen Kosten gängiger Heizungstypen zusammengefasst:
- Wärmepumpe: Ab ca. 15.000 Euro – bis zu 30.000 Euro
- Pelletheizung: Zwischen ca. 18.000 und 25.000 Euro
- Solarthermie: Bis ca. 10.000 Euro
- Elektroheizungen: Ca. 5.000 bis 8.000 Euro
Die hier genannten Beträge umfassen die Anschaffung und den Einbau der Anlagen.
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Energieberatung keinesfalls vernachlässigen
Vor der Entscheidung für eine Heizungsart sollten Hausbesitzer eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Diese Beratungen werden derzeit hauptsächlich telefonisch von Energieberatern der Verbraucherzentralen durchgeführt. Wie die Verbraucherzentrale Energieberatung online erklärt, ist die Basisberatung dank Förderungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kostenlos.
Während der Beratung erfahren Interessierte erste Anreize zu sinnvollen Modernisierungsmaßnahmen sowie Wissenswertes zu Fördermöglichkeiten. Folgende Daten beziehungsweise Dokumente sollten für die Energieberatung griffbereit sein:
- Aktueller Energieträger
- Energiekostenabrechnungen der vergangenen Jahre
- Aktuelles Schornsteinfegerprotokoll
- Baupläne Gebäude
Wie Kristine Rinderle, Energieberaterin und Verfahrenstechnikerin der Ludwigsburger Energieagentur (LEA) in einem Interview gegenüber der Bietigheimer Zeitung erklärt, seien die Zeiten von Öl- und Gasheizungen vorbei. Bei einem Heizungstausch laute stattdessen die Empfehlung, auf Wärmenetze umzusteigen. „Aber auch Wärmepumpen in Kombination mit Fotovoltaik sind eine sehr gute Kombination“, so die Expertin. In Altbauten könne außerdem eine Pelletheizung eine Alternative sein. Zudem räumt Rinderle den Irrtum aus, dass sich Wärmepumpen nur mit Fußbodenheizungen verbinden lassen. Auch Heizkörper seien dafür verwendbar.
Starke Fördermöglichkeiten zur finanziellen Entlastung
Für den Umstieg auf Alternativen zu Gas- und Ölheizungen erhalten Hausbesitzer derzeit bis zu 50 Prozent Förderung. Eine Finanzspritze, die vielen die Heizungsmodernisierung finanziell deutlich erleichtert. Neben den allgemeinen Fördergeldern von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Co. verweist Rinderle im Interview auf förderfähige Demontagen von Heizungskomponenten sowie ein Bonus für einen Sanierungsfahrplan.