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News vom 29.09.2022

Wann macht die Photovoltaikanlage wirklich Sinn?

Die Kraft der Sonne zum Sparen und Geld verdienen gleichzeitig nutzen – immer mehr private Haushalte in Deutschland tun genau das. Photovoltaik-Anlagen boomen, unter anderem aufgrund der verschiedenen Fördermöglichkeiten durch die Bundesregierung. Auch werden längst Solarmodule auf dem Dach benötigt, denn auch kleine Balkon-Einheiten mit Solarpanels generieren platzsparend einige Kilowattstunden.

PV-Anlagen für den Eigenverbrauch: Dann zahlen sie sich aus

Seit über zehn Jahren werden PV-Anlagen deutschlandweit in immer mehr Haushalten installiert. Sie sollen helfen, Stromkosten zu sparen und mit der überschüssigen Energie vielleicht noch zusätzliche Einnahmen zu generieren. Eigene Stromerzeugung kostet zwischen 12 und 16 Cent/Kilowattstunde. Zum Vergleich dazu liegen die Preise für gekauften Strom in den meisten Regionen auf mindestens einem dreifachen Niveau. Das ergibt ein enormes Sparpotenzial ab ca. 20 Cent/Kilowattstunde.

Wer aus der eigenen PV-Anlage bezieht, muss dafür anders als Stromlieferanten keine Umlagen, Netzentgelte oder Stromsteuer zahlen. Stattdessen ist nur die Umsatzsteuer für den Eigenverbrauch abzuführen, sofern PV-Anlagen-Besitzer der Regelbesteuerung unterliegen. Einkommensteuer fällt nicht an, wenn PV-Anlagen-Besitzer einige Voraussetzungen erfüllen.

Geld verdienen mit Einspeisung ins Netz

Um eine PV-Anlage bezahlen zu können, wird häufig großzügig geplant. Die Anlage erwirtschaftet nicht nur den eigenen Strombedarf, sondern noch etwas mehr. Der Reststrom wird dann ins Netz eingespeist und durch die Anbieter vergütet. Dass es äußerst lukrativ sein kann, zeigt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wer in das öffentliche Netz einspeist, erhält dafür 20 Jahre lang eine Vergütung. Mit 30. Juli 2022 wurden die Sätze dafür sogar angehoben. Fortan gibt es 8,2 Cent/Kilowattstunde für die ersten zehn Kilowatt. Darüber hinaus werden Leistungen bis 40 Kilowatt mit 7,1 Cent/Kilowattstunde vergütet. Auch höhere Einspeisungen sind möglich, doch sie werden bis maximal einem Megawatt mit nur noch 5,8 Cent/Kilowattstunde honoriert.

Ab 2023 sind Solaranlagen auf (neu errichteten) Geschäftsbauten und Privathäusern vielerorts Pflicht. Mit der optimierten PV-Anlage lässt sich sogar zusätzliches Geld verdienen.

Noch mehr Verdienstmöglichkeiten mit volleinspeisenden PV-Anlagen

Die Nutzung der Photovoltaiktechnologie macht sich auf vielen Hausdächern durch großflächige Solarzellen bemerkbar. Viele Anlagenbesitzer verwenden die erzeugte Energie jedoch nicht selbst, sondern arbeiten mit einer volleinspeisenden PV-Anlage. Grund dafür sind vor allem die hohen Vergütungen. Auch hier gibt es seit dem 30. Juli 2022 Neuerungen im EEG-Gesetz. Für die ersten zehn Kilowatt erhalten Einspeisende 13 Cent/Kilowattstunde. Größere Mengen bis 90 Kilowatt werden hingegen mit weniger vergütet: 10,9 Cent. Wer darüber hinaus einspeist, erhält für weitere 200 Kilowatt 9 Cent.

Mittlerweile vielerorts PV-Anlagen-Pflicht

Alternative Energiegewinnung wird in Deutschland immer wichtiger und ist in einigen Bundesländern bereits verpflichtend. Wer beispielsweise Häuser neu errichtet oder umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen vornimmt, muss in Hamburg eine PV-Anlage einbauen. Das Gesetz gilt für neu errichtete Immobilien ab 2023 sowie für Altbauten ab 2025, wenn eine umfangreiche Dachsanierung stattfindet.

Auch andere Bundesländer machen mit und fordern PV-Anlagen verbindlich. In Baden-Württemberg müssen fortan alle neu errichteten Nicht-Wohngebäude eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge integrieren, um überhaupt die Genehmigung für das Bauvorhaben zu erhalten.

Auch Berlin hat eine Pflicht für Solaranlagen beschlossen. Neu gebaute Gebäude mit über 50 m² Nutzfläche müssen ab 2023 eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge installieren. Die Anlage muss mindestens 30 Prozent der Gesamtdachfläche ausmachen. Wer sich nicht daran hält, bekommt keine Genehmigung für das Vorhaben.

Schleswig-Holstein geht mit seinem Energiewende- und Klimaschutzgesetz ebenfalls aktiv gegen die Verschwendung von Sonnenenergie vor. Geschäfts-Gärten und Bürohäuser müssen mit Bauanträgen ab 2023 den Vorbau einer PV-Anlage nachweisen. Gleiches gilt für Dachflächen, die zu mindestens 10 Prozent saniert werden. Auch sie müssen künftig mit einer PV-Anlage ausgestattet sein.

In Niedersachsen sind private und Geschäftsbauten von der PV-Anlagen-Pflicht ab 2023 betroffen. Auch Bayern geht einen ähnlichen Weg, denn Geschäftshäuser und Industriebauten müssen ab 2023 eine PV-Anlage beim Neubau integrieren. Für Wohnhäuser gilt das erst ab 2025.

PV-Anlagen-Einbau wird sogar staatlich unterstützt

Die Installation einer PV-Anlage kann abhängig von ihrer Größe und Qualität etwa 6.000 Euro bis 12.000 Euro für eine Leistung zwischen 4 und 10 Kilowattpeak kosten. Größere Anlagen sind deutlich preisintensiver und haben eine Investitionsaufwand zwischen 15.000 Euro und über 22.000 Euro.

Damit die geplante Energiewende gelingt und Anlagenbesitzer mit dem enormen Kostenaufwand nicht alleingelassen werden, hat die Bundesregierung einige Fördermöglichkeiten über die KfW geschnürt. Neben den erhöhten Vergütungen für die Netzeinspeisung stehen attraktive Kreditlösungen bereit. Mit dem Programm Erneuerbare Energien 270 werden beispielsweise zinsgünstige Darlehen für PV-Anlagen gewährt. 2021 machten mehr als 6.400 Antragsteller davon Gebrauch und erhielten ca. 300 Millionen Euro Kreditvolumen.

Mit den erhöhten Vergütungen für Einspeisung und Förderungen sind PV-Anlagen ein gutes Geschäft mit großzügigem Sparpotenzial.

Derartige Förderdarlehen haben eine flexible Laufzeit. Wer möchte, kann die Kredite fünf Jahre oder maximal 30 Jahre nutzen. Eine lange Rückzahlungsdauer gewährt genug finanzielle Luft, um neben der Ratenzahlung auch alle anderen Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Möglich machen es die günstigen Zinsen für die Förderkredite, denn sie betrugen beispielsweise im August 2022 2,46 Prozent. Jedoch kann die längere Laufzeit für eine Zinserhöhung sorgen.

Förderungen auch auf kommunaler Ebene zu erwarten

Bundesländer können sich an den Förderungen für den Vorbau der PV-Anlagen beteiligen. So wurden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen unlängst Batteriespeicheranschaffungen unterstützt. Bis auf Berlin und Thüringen gibt es diese Programme nicht mehr.

Kommunen hingegen unterstützen ihre Bürger beim Verbau von PV-Anlagen. Das beste Beispiel ist die Stadt Aachen. Seit August 2020 gibt es für Anlagen mit 1 bis 10 kW Leistung einen Zuschuss, abhängig von der Leistung. 500 Euro werden beispielsweise für Anlagen zwischen 1 und 2 Kilowatt spendiert. Wer eine PV-Anlage bis fünf Kilowatt installiert, bekommt 750 Euro. Den Maximalbetrag von 1.000 Euro gibt es für Anlagen bis zu zehn Kilowatt.

Auch Düsseldorf geht mit gutem Beispiel voran und unterstützt seit April 2020 beim Verbau von PV-Anlagen. Alt- und Neubauten, die mit Anlagen bis maximal 30 kW ausgestattet werden, erhalten eine Förderung zwischen 700 Euro und mehr als 2.000 Euro. Für eine Anlage bis 1 kW Leistung gibt es den geringsten Betrag und für Anlagen bis 30 Kilowatt erhalten Betreiber zehn Prozent der anrechenbaren Brutto-Investitionskosten. Auch Essen, Freiburg, Köln, München und andere Städte haben ähnliche Förderkonzepte.

Bild 1: pixabay.com / ecoenergiafutura (CC0 Creative Commons)

Bild 2 2: pixabay.com / Bru-nO (CC0 Creative Commons)

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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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