Eine Terrasse ist schön, ein Terrassendach ist besser. Denn mit einer Überdachung ist es möglich, die Freiluftsaison um mehrere Wochen zu verlängern. Der Schutz vor Niederschlag eint alle Terrassenüberdachungen. Darüber hinaus kann die Konstruktion mit einem Sonnen- und Windschutz verknüpft werden.
Die Terrassenmöbel sind nun vor den Launen des Wetters geschützt und die Polster in den gemütlichen Liegen müssen nicht mehr ständig hinein- und herausgeholt werden. Der Wert der Terrasse steigt enorm - sowohl ideell als auch materiell. In diesem Ratgeber zeigen wir, worauf es bei der Planung der Terrassenüberdachung ankommt.Bild: pixabay.com / ThomasWolter
Der Sonnenschutz der Terrassenüberdachung
Bewohner haben die Wahl zwischen einem geschlossenen und transparenten Terrassendach. Beim geschlossenen Terrassendach ist der Sonnenschutz automatisch integriert. Beim transparenten Terrassendach ist hingegen eine zusätzliche Maßnahme geboten, um die Vorzüge der luftigen und freundlichen Atmosphäre einer transparenten Terrassenüberdachung mit einem effektiven Sonnenschutz zu verknüpfen. Wer ein geschlossenes Terrassendach wählt, wählt die Verschattung.
Eine gute Wahl sind Markisen, die es als Gelenkarmmarkisen und Pergolamarkisen gibt. Bei der Gelenkarmmarkise wird der Sonnenschutz vom Terrassendach mithilfe zweier Gelenkarme in eine bestimmte Richtung vom Dach weggezogen, während dieser sich bei der Pergolamarkise auf dem Dach aufspannt. Eine Alternative dazu sind Lamellendächer, die am ehesten der Pergolamarkise entsprechen. Auch hier findet der Sonnenschutz ausschließlich auf dem Dach statt.
Regen- und Windschutz
Vor Regen und Wind schützen Wintergärten als geschlossene Formationen. Wer sich hingegen für ein Terrassendach mit offenen Seiten entscheidet, sollte darauf achten, dass die offene Seite möglichst nicht im Westen liegt, denn die Westseite gilt nicht zu Unrecht als Wetterseite. Hier gibt es in der Tendenz die heftigsten Einfälle durch Niederschlag und Sturm. Auch die Größe des Terrassendaches hat einen Einfluss auf den Regen- und Windschutz, denn je größer die Überdachung ist, desto beträchtlicher ist der Wetterschutz.
Eine gute Statik ist das Fundament
Mit Statik bezeichnen Architekten die Tragfähigkeit von Konstruktionen. So muss ein Terrassendach einiges aushalten. Zunächst besitzt Schnee ein erhebliches Eigengewicht, sodass die Statik auch für beträchtliche Schneemassen reichen muss. Da der Druck von Flüssigkeiten dauerhaft die Stabilität von Dächern beeinträchtigt, muss sich um den Abfluss von Regen gekümmert werden. Einfach, aber effektiv ist ein Neigungswinkel von mindestens 3°, damit das Regenwasser auf natürliche Weise abfließen kann.
Die Alternative ist eine Regenrinne, die gut mit einer Regentonne verbunden werden kann, um den Verbrauch an fließendem Wasser im Haus zu verringern. Grundsätzlich gilt, dass die Unterkonstruktion des Daches so stabil sein muss, dass sie das Eigengewicht der Dacheindeckung auch unter widrigen Witterungsbedingungen tragen kann.
Das Material der Terrassenüberdachung
Wer eine transparente Terrassenüberdachung aufgrund ihrer naturnahen und sonnendurchfluteten Atmosphäre schätzt, kann zunächst zwischen Glas und Kunstglas (Plexiglas) wählen. Glas ist dabei wesentlich teurer, lohnt sich aber aufgrund einer größeren Lichtdurchlässigkeit und deutlicher Vorzüge bei der Ästhetik. Wem eine absolute Lichtdurchlässigkeit zu viel ist, kann auch zu einer Überdachung aus Milchglas greifen, die nur semitransparent ist.
Bei geschlossenen Formationen sind Aluminium und Stahl die Mittel der Wahl. Die meisten Terrassenbesitzer schätzen Aluminium, weil das Material wesentlich leichter und günstiger als Stahl ist und der Nachteil der geringeren Haltbarkeit mit einer Pulverbeschichtung wettgemacht werden kann.
Eine Terrassenbeleuchtung für die dunklen Tage
Um den Komfort der Terrasse auch bei unbeständigen Wetterperioden und für die Abendstunden beizubehalten, lohnt sich schließlich eine integrierte Terrassenbeleuchtung für das Dach. Natürlich können sich Bewohner auch mit Tischlampen behelfen. Wie jeder aus seiner eigenen Wohnung kennt, ersetzen Tischlampen aber in keiner Weise die Deckenlampen, die aufgrund ihrer Höhe eine durchgängige Beleuchtung im Raum garantieren.