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Aufgrund der einfachen Installation und ihrer Kompaktheit werden die 230V-Exemplare auch als Mini-Durchlauferhitzer oder Kleindurchlauferhitzer bezeichnet. Besonders dann, wenn Wasser nur leicht erhitzt werden muss, beispielsweise im Waschbecken der Gäste-WCs oder in der Werkstatt, sind sie geeignet.
Unterschiedliche Varianten
Eines haben Kleindurchlauferhitzer gemeinsam: die elektrische Spannung von 230 Volt. Abgesehen davon, gibt es jedoch so einige Kriterien anhand derer sie sich unterscheiden lassen. So gibt es beispielsweise Geräte mit hydraulischer als auch elektronischer Regelung. Außerdem gibt es druckfeste und drucklose Varianten.
Hydraulische oder elektronische Regelung
Hydraulische Durchlauferhitzer haben in der Regel einen günstigeren Anschaffungspreis als elektronisch geregelte Modelle. Allerdings müssen Käufer bei vielen Geräten Abstriche in Sachen Regulierung der Wassertemperatur machen. In dieser Hinsicht überzeugen elektronisch betriebene Produkte häufig besser. Das Problem: Bei einer geringeren Durchflussmenge kann es vorkommen, dass nicht genügend warmes Wasser zur Verfügung steht. Auch in einem zweiten Punkt gewinnt die elektronisch geregelt Variante: Sie verbraucht durch eine deutlich effektivere Regeltechnik weniger Energie.
Druckfest oder drucklos
Drucklose Durchlauferhitzer sind häufig etwas günstiger in der Anschaffung als druckfeste Geräte, allerdings benötigen sie eine zusätzliche Niederdruckarmatur, um den Leitungsdruck stand zu halten. Andernfalls kann es passieren, dass die drucklosen Geräte auseinanderplatzen. Deshalb empfehlen die meisten Experten druckfeste Durchlauferhitzer, da sie ohne Probleme an einer herkömmlichen Armatur angeschlossen werden können.
Anschlussarten der Mini-Durchlauferhitzer
Grundsätzlich lassen sich drei Typen von 230V-Durchlauferhitzern unterscheiden, die sich in Sachen elektrische Spannung unterscheiden. Diese Varianten kommen auf dem Markt vor:
- Steckerfertig mit 3,5 kW
- Festanschluss mit 4,4 oder 5,7 kW
- Zweiphasiger Festanschluss mit 6,5 kW
Steckerfertig mit 3,5 kW
Der Kleindurchlauferhitzer mit einer Spannung von 3,5 kW ist vermutlich die praktischste, da sie mit dem Schuko-Stecker in jede handelsübliche Haushaltssteckdose passt und die Montage daher besonders einfach gelingt. Eine Standard-Sicherung von 16 Ampere reicht für diese Variante völlig aus.
Festanschluss mit 4,4 oder 5,7 kW
Die leistungsstärkeren Modelle können zwar ebenfalls noch an das 230v-Netz angeschlossen werden, sie benötigen allerdings in jedem Fall einen Festanschluss. Bei Geräten mit einer Leistung von 4,4 kW muss ein Kabel bis zum Sicherungskasten verlegt werden, das einen Querschnitt von mindestens 2,5 mm² benötigt – bei 5,7 kW sind sogar 4 mm² erforderlich. Bei der Installation und dem Verlegen der Kabel sollte in jedem Fall ein Elektriker involviert sein. Denn auch in Sachen Sicherheit gibt es hier so einiges zu beachten: Denn sowohl bei der 4,4- als auch der 5,7-kW-Variante reichen 16 Ampere nicht aus. Hier ist eine Sicherung mit 20 Ampere, bzw. 25 Ampere bei 5,7 kW von Nöten. Dies ist auch der Grund für das dickere Kabel, da bei einem zu dünnen Kabel Brandgefahr besteht. Der Grund liegt daran, dass es sich zu stark erwärmen könnte.
Zweiphasiger Festanschluss mit 6,5 kW
Klein-Durchlauferhitzer gibt es auch mit 6,5 kW. Allerdings werden diese Geräte nicht mit 230, sondern 400 Volt betrieben – dem Starkstrom. Daher fallen sie eigentlich nicht mehr unter die Mini-Durchlauferhitzer. Viele der 230v-Geräte gibt es allerdings auch in der Variante mit 6,5 kW. Das ist der Grund, wieso sie hier mit aufgeführt werden. Um 6,5-kW-Modelle zu betreiben, werden zwei Phasen mit einer Spannung von 400 Volt benötigt. Die einzelnen Phasen sollten dabei mit jeweils 16 Ampere abgesichert sein.
Diese Leistung bringen Kleindurchlauferhitzer
Um die Leistung besser einschätzen zu können, soll ein kleines Bespiel herhalten, in dem die Wassertemperatur um 25 °C erwärmt werden. Im Sommer ist es realistisch, dass das Wasser mit 15 °C in die Leitung einströmt. Wird es mit einem 230v Durchlauferhitzer mit 3,5 kW um 25 °C erwärmt, wird eine Wassertemperatur von 40 °C bei einer Durchflussmenge von 2 Litern pro Minute erzielt.
Im Winter hingegen ist die Ausgangstemperatur im Leitungswasser geringer – hier sind 5 °C realistisch. Mit demselben Kleindurchlauferhitzer wird mit einer Durchflussmenge von 2 Litern pro Minute also nur noch eine Temperatur von 30 °C erreicht. Soll das Wasser noch wärmer werden, muss die Durchflussmenge weiter reduziert werden. Das hat jedoch zur Folge, dass der Wasserstrahl mitunter nur noch sehr schwach ist.
Bei leistungsstärkeren Modellen sieht das hingegen ganz anders aus. Die Variante mit 4,4 kW erreicht einen Temperaturunterschied von 25 °C beispielsweise mit einer Durchflussmenge von 2,5 l/min. Bei Modellen mit 6,5 kW können ganze 3,7 Liter in der Minute durch die Leitung fließen. Beim Kauf eines Mini-Durchlauferhitzers sollten Sie deshalb genau hinsehen. Dafür stehen einige Portale zur Verfügung, auf denen Durchlauferhitzer mit 230V verglichen werden können.
Wann sich ein 230V Durchlauferhitzer lohnt
Die Kleindurchlauferhitzer eignen sich vor allem in Fällen, in denen kein Starkstromanschluss vorhanden ist. Es gibt sie in den Leistungsstufen 3,5 sowie 4,4 und 5,7 kW. Nur Geräte mit einer Leistung von 3,5 kW lassen sich aber ohne Probleme an die Haushaltssteckdosen anschließend.
Für Handwaschbecken sind die Geräte gut geeignet, da zum Händewaschen lauwarmes Wasser in der Regel völlig ausreichend ist. Außerdem muss auch die Durchflussmenge nicht zu hoch sein, um die Hände sauber zu bekommen.
In der Küche sind Mini-Durchlauferhitzer nur bedingt geeignet. Um Fett und Essenreste lösen zu können, müssen die Wassertemperaturen entsprechend hoch sein. Auch wenn ein Geschirrspüler im Haushalt vorhanden ist, gibt es Geschirr, das besser von Hand gespült werden sollte. Eingefettete Pfannen oder besonders empfindliche Gläser gehören beispielsweise dazu. Für diese sind die kleinen Geräte in der Regel zu schwach. Die bessere Lösung für den 230-Volt-Anschluss in der Küche sind sogenannte Untertischgeräte, die sich auch unter dem Namen Boiler oder Warmwasserspeicher finden lassen.
Für die Dusche oder Badewanne sind die kleinen Durchlauferhitzer ebenfalls nicht geeignet. Denn mehr als einen dünnen lauwarmen Wasserstrahl werden sie kaum erzeugen können. Höchstens in Kombination mit anderen Geräten, beispielsweise einer Solaranlage, könnten sie für die Dusche ausreichend sein. Allerdings kann auch dann nur im Sommer mit ausreichend warmen Temperaturen gerechnet werden. Daher sollten Sie für das Badezimmer besser nach einer anderen Lösung suchen. Eine komfortable und klimafreundliche Variante ist dabei das Heizen und die Warmwasseraufbereitung mit Nahwärme.
Geeignet sind Durchlauferhitzer mit 230V insbesondere für:
- Waschbecken im Gäste-WC oder der Werkstatt
- Die Gartendusche
- Die Küchenspüle, wenn keine heißen Temperaturen benötigt werden
- Als Warmwasserspender an Bord von Booten
Hierfür eignen sich die Geräte hingegen nicht:
- Die Versorgung der Dusche oder Badewanne
- Die Küchenspüle, wenn dort der Abwasch gemacht wird
Die Vor- und Nachteile von Durchlauferhitzern mit 230 Volt
Der Einsatz von Mini-Durchlauferhitzern kann sich insbesondere hinsichtlich Stromverbrauchs und den damit verbundenen Kosten lohnen. Allerdings sind die Geräte nicht in jedem Fall sinnvoll. Die folgenden Vor- und Nachteile bringen das Ganze noch mal auf den Punkt:
Die Vorteile
- Geringe Unterhaltskosten, dafür eine sehr günstige Möglichkeit für warmes Wasser
- Extrem flexibel einsetzbar
- Benötigt lediglich eine 230V-Steckdose
- Verbraucht nur dann Energie, wenn warmes Wasser verwendet wird
Die Nachteile
- Erhitzt das Wasser in der Regel um nur wenige Grad
- Eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten
Durchlauferhitzer 230V kaufen – darauf sollten Sie achten
Die neuesten Generationen sind mit vielen interessanten und innovativen Features ausgestattet. Die meisten Geräte unter ihnen besitzen beispielsweise eine energiesparende LED-Anzeige, über die sich die angezeigte Wassertemperatur regulieren lässt. Anhand der Anzeige kann der Durchlauferhitzer auch komplett ausgeschaltet werden, wenn für eine Weile kein Warmwasser benötigt wird. Das spart zusätzliche Energie ein.
Prinzipiell sollte man die laufenden Kosten im Auge behalten. Diese können sich von Modell zu Modell leicht unterscheiden, sie sind aber in der Regel deutlich niedriger als bei größeren Modellen, die an Starkstrom angeschlossen werden müssen.
Weite Faktoren, auf die Sie beim Kauf achten sollten:
- Druckfest oder nicht druckfestes Modell
- Hydraulische oder elektrische Steuerungsart
- Einfachheit der Montage
- Heizleistung
- Temperatureinstellung möglich oder nicht
Mehr zum Thema elektrische Durchlauferhitzer
Während Mini-Durchlauferhitzer eher dort zum Einsatz kommen, wo Wasser nur um ein paar Grad erwärmt werden soll, gibt es auch Geräte, die sich für andere Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise die Küchenspüle, Dusche oder Badewanne eignen.
Die allgemeinen Vorteile der Durchlauferhitzer sind reichlich. Besonders hervor sticht dabei, dass sie arbeiten, sobald Wasser aus der Armatur läuft und sie direkt und ohne Wartezeit für warmes Wasser sorgen. Nach Schließen des Wasserhahns schaltet sich das Gerät automatisch wieder ab und spart Energie. Weitere Pro-Argumente der elektrischen Varianten sind beispielsweise:
- Die Wunschtemperatur kann ohne Zumischen von Kaltwasser jederzeit reguliert werden
- Durch die sparsame Technik der Geräte können auch Betriebskosten eingespart werden
- Elektrische Durchlauferhitzer sind umweltschonender als gasbetriebene Modelle, da durch ihren Betrieb weniger Energie und Wasser benötigt wird
- Deutlich effizienter, da Energie- und Zirkulationsverluste entfallen
- Besonders die kleinen Modelle lassen sich direkt an der Entnahmestelle installieren, dadurch sind die Leitungswege besonders kurz
- Die kurzen Leitungswege sorgen für mehr Hygiene
- Werden die elektrischen Durchlauferhitzer mit Ökostrom betrieben, sinkt der CO2-Ausstoß
Als Alternative zu mehreren kleinen Geräten kann auch ein großer Durchlauferhitzer die zentrale Warmwasserversorgung der Wohnung oder im Haus übernehmen. Dieser befindet sich dann in der Regel im Heizungsraum. Mehr zum Thema elektrische Durchlauferhitzer und wann diese sich lohnen gibt es hier.