Ohne sie wäre unser Zuhause nicht komplett. Noch angenehmer und praktischer wird es, wenn wir sie mit Rolläden oder Jalousien ausstatten. Damit lässt sich im Sommer die Hitze in Zaum halten. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass weder das Licht des Mondes noch jenes hell erleuchteter Nachbargebäude unseren Schlaf stört. Aber auch Blicke fremder Passanten lassen sich damit abschirmen. Die Vorteile sind also zahlreich. Doch wer sich mit dem Thema beschäftigt, stößt rasch auf die Frage: elektrische oder manuelle Rolläden? Oder doch Jalousien? Wir beleuchten die verschiedenen Möglichkeiten.
Elektrische Rolläden
Sie sind mittlerweile die Favoriten in Sachen Licht- und Sichtschutz, schließlich sind sie am einfachsten zu bedienen. Die Rede ist von elektrischen Rolläden. In puncto Montage gibt es dabei mehrere Möglichkeiten: Insbesondere bei Neubauten wird auf die konventionelle Methode zurückgegriffen, da es dabei zu keinen optischen Einschränkungen kommt: Hierbei sitzt der Rolladenkasten als sogenannter Sturzkasten über dem Fenster bzw. der Balkon- oder Terrassentür. Putz bzw. Klinker sind jedoch nötig, um ihn optisch perfekt im Mauerwerk verschwinden zu lassen. Bei bereits bestehenden Häusern wird diese Art der Montage allerdings selten angewandt, da sie mit unrealistisch hohem Aufwand verbunden ist. Weiters gibt es die Varianten Aufsatz oder Vorbau: Während elektrische Rolläden bei der Aufsatzvariante direkt auf das Fenster montiert und gemeinsam eingesetzt werden, werden sie bei der Vorbau-Variante vor dem Fenster angebracht. So lassen sich Wärmebrücken vermeiden und auch die Wartung ist einfacher. Das heißt aber auch: Elektrische Rolläden werden in der Regel von außen vor ein Fenster oder eine Tür montiert, wodurch – je nach Variante – Abstriche in puncto Optik gemacht werden müssen.
Das Herzstück elektrischer Rolläden ist ein Elektromotor, auch Rohrmotor genannt, der in die Welle des Rolladens eingebaut wird. Lediglich ein Knopfdruck genügt sodann, um die Rolläden in Bewegung zu setzen. Und hierfür können sich Besitzer mittlerweile zwischen einem Schalter oder einer Fernbedienung entscheiden bzw. zwischen Kabel und Funk. Auch die Möglichkeit, Rolläden in ein bestehendes Smart Home zu integrieren, und sie dann beispielsweise mit dem Smartphone zu steuern, nutzen immer mehr Menschen. Mittels moderner Technik lassen sie sich so etwa automatisch zu bestimmten Uhrzeiten hoch- oder herunterfahren oder passen sich gar der Lichtsituation an. Das Steuern funktioniert auch aus größeren Entfernungen, wodurch Hausbesitzer sogar im Urlaub ihre Beschattung regulieren können. Das kann wiederum Einbrecher abschrecken. Manche Produzenten bieten sogar bereits Sicherheitsrolladen in verschiedenen Widerstandsklassen an, die eine einbruchhemmende Wirkung haben. Ebenso sind schon sogenannte Näherungssensoren am Markt. Damit bewegen sich Rolläden kurz von selbst, registrieren sie beispielsweise eine Person. Dies kann eine weitere Abschreckungsmaßnahmen darstellen. Diese Art von Rolläden punktet darüber hinaus mit einem guten Wärme- und Schallschutz. Wer Rolläden beispielsweise im Winter über Nacht geschlossen hält, trägt durch die isolierende Luftschicht zwischen Rolladen und Fenster zur Wärmedämmung des Hauses bei. Auch der Schall von draußen wird damit gedämpft.
Wie bei allem, was Strom benötigt, um zu funktionieren, können aber auch Nachteile, die mit der Stromversorgung in Verbindung stehen, aufkommen. So kann etwa der Elektromotor Störungen aufweisen oder aber die Rolläden müssen per Hand bedient werden, sollte das Haus einmal von einem Stromausfall betroffen sein. Auch optisch sind Rolläden pompöser als beispielsweise Jalousien, wodurch sich Nachteile in puncto Gesamterscheinungsbild ergeben können. Dies gilt es bei der Entscheidung ebenso zu berücksichtigen.
Vor- und Nachteile im Überblick:
+ komfortable Steuerung per Knopfdruck
+ lassen sich aus größerer Entfernung steuern
+ gewisser Einbruchschutz
+ gute Wärmedämmung und guter Schallschutz
- viel verbaute Technik, die kaputt gehen kann
- benötigen Strom
- pompöses Design, das das Gesamtbild stören kann
- aufwendige Montage
Manuelle Rolläden
Dem gegenüber stehen die mittlerweile bewährten manuellen Rolläden, die schon seit vielen Jahren auf dem Markt sind. Sie funktionieren mit weitaus weniger Technik und brauchen vor allem keinen Strom. Stattdessen ist ein Gurt- bzw. Schnurwickler verbaut, der per Hand bedient wird. All dies spiegelt sich auch im Preis nieder, der in der Regel geringer ausfällt als bei den elektrischen Varianten. Zudem gehen manuelle Rolläden seltener kaputt und sind daher langlebiger. In puncto Wärmedämmung, Schallschutz, Design und Montage gelten dieselben Gegebenheiten und Vorteile wie bei den elektrischen Pendants.
Der größte Nachteil dieser Variante geht mit dem Komfort einher – hier müssen Abstriche gemacht werden. Denn klar ist, dass hierbei jeder Rolladen jedes Fensters einzeln in Bewegung gesetzt werden muss.
Vor- und Nachteile im Überblick:
+ in der Regel langlebiger
+ funktionieren ohne Strom
+ gute Wärmedämmung und guter Schallschutz
- weniger komfortabel
- können nicht mit dem Smartphone verbunden werden
- können nicht aus großer Entfernung gesteuert werden
- pompöses Design, das das Gesamtbild stören kann
- aufwendige Montage
Bilder: Pexels
Jalousien, Rollos & Plissees
Jalousien, Rollos oder Plissees kommen dann ins Spiel, wenn sich Hausbesitzer eine filigranere Variante wünschen oder eine einfachere Montage präferieren. Speziell bei den Jalousien gibt es ebenso Außen- und Innenvarianten. Außenjalousien können entweder mit feststehenden, drehbaren oder beweglichen Lamellen ausgestattet sein und schützen insbesondere vor Aufheizung im Sommer effektiver als Innenjalousien. Um für jedes Wetter gut gerüstet zu sein, kommen dabei dickere oder gebördelte Lamellen zum Einsatz.
Bei den Innenjalousien, Rollos oder Plissees gestaltet sich die Montage am einfachsten, denn je nach Modell lassen sie sich sogar ohne Bohren anbringen. Klemm- und Klebesysteme machen es möglich. Daneben gibt es eine Glasfalz-, Wand- oder Deckenmontage. Jalousien lassen sich darüber hinaus auch am Fensterflügel anbringen. Einfach Fenster je nach Montageart ausmessen, sich Gedanken über die eigenen Vorlieben in puncto Farbe und Oberfläche machen, bestellen, montieren – und fertig!
Das bringt uns zu einem weiteren Vorteil: Jalousien – genauso wie Plissees und Rollos – sind in einer Fülle an verschiedenen Farben erhältlich, sodass sie sich optimal ins Gesamtbild des Hauses einfügen. Den Unterschied zwischen Jalousien und Plissees verrät übrigens schon der Name: Denn beim Plissee handelt es sich um einen Stoff, der vorgefaltet, auch „plissiert“ genannt, ist. Dieser kann ziehharmonikaartig zusammengeschoben werden, wodurch das Plissee überall am Fenster positioniert werden kann. Rollos bestehen – im Gegensatz dazu – aus einer durchgehenden Stoffbahn.
Genauso wie Rolläden sorgen auch Jalousien, Rollos und Plissees für eine optimale Verdunkelung, schirmen die Hitze ab und bieten einen guten Schutz vor fremden Blicken. Ein großer Vorteil ist darüber hinaus, dass der Lichteinfall stufenlos regulierbar ist. Insbesondere wer auf Jalousien mit Lamellen zurückgreift, kann die Neigung individuell anpassen. Da sie sich innen befinden, sind sie auch keinen herausfordernden Wetterkapriolen ausgesetzt und somit langlebig.
Der Nachteil von Jalousien ist die Tatsache, dass Besitzer aufgrund des Designs und der Aufmachung in puncto Wärme-, Schallschutz und Einbruchschutz Abstriche machen müssen. Auch die Steuerung ähnelt jener von manuellen Rolläden, da hierbei ebenso kein Motor verbaut wird.
Vor- und Nachteile im Überblick:
+ wirken filigraner
+ einfache Montage
+ in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen erhältlich
+ Innenvarianten sind keinen Wetterkapriolen ausgesetzt
- weniger komfortabel
- können nicht mit dem Smartphone verbunden werden
- können nicht aus großer Entfernung gesteuert werden
- schlechtere Wärmedämmung und schlechterer Schallschutz