Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, merkt gerade im Moment, dass steigende Spritpreise massiv in die Haushaltskasse eingreifen. Viele Verbraucher sind auf Ihr Fahrzeug angewiesen, um zur Arbeit zu kommen oder die Kinder in den Kindergarten oder zur Schule zu bringen.
Frank Knauer
Bild: CEHATROL Technology eG
Gerade in ländlichen Gegenden, in denen öffentliche Verkehrsmittel oftmals kein gutes Netz haben, muss auf das Auto zurückgegriffen werden. Ebenfalls müssen Heizungen in kalten Jahreszeiten betrieben oder Haushaltsgeräte mit Strom versorgt werden. Tipps, um Energiekosten zu sparen, gibt Frank Knauer. Er ist Bevollmächtigter der Generalversammlung bei CEHATROL® Technology eG und beschäftigt sich seit Langem mit diesem Themengebiet.
8 Tipps, um der Energiepreiswende entgegen zu steuern
Auf die Energieklasse achten
Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke können echte Energiefresser sein. Beim Kauf eines solchen Gerätes ist es deshalb sehr wichtig, auf die entsprechende Energieklasse zu achten. Wird Kühlschrank der Klasse B beispielsweise durch ein Gerät mit der Klasse A+++ ersetzt, erzielt man eine Ersparnis von 160 Kilogramm CO2 und damit 74 Euro jährlich.
Elektrogeräte nicht im Stand-By-Modus lassen, sondern abschalten
Immer wenn Geräte nicht effektiv genutzt werden, können diese komplett vom Stromnetz genommen werden. Ladegeräte, welche nach dem Ladevorgang in der Steckdose bleiben, Fernseher, die nicht ausgeschaltet werden, nachdem man einen Film gesehen hat oder PC Monitore, die in der Mittagspause weiterlaufen. All diese Geräte benötigen unnötig Strom und sorgen für Kosten, obwohl man sie in gewissen Zeiten überhaupt nicht nutzt. Bei fünf Geräten liegt der Jahreswert, welcher eingespart werden kann, somit bei rund 100 Euro (10W Stand-By Leistung pro Gerät).
Richtig kochen
Ein Kochtopf, der ohne Deckel verwendet wird, verbraucht bis zu einem Drittel mehr Energie. Ebenfalls sollten Töpfe und Pfannen immer entsprechend der Größe der Herdplatte ausgewählt werden, um unnötige Energieverluste zu reduzieren.Die Nutzung eines Wasserkochers für die Erhitzung von Wasser ist ein weiterer wichtiger Faktor der Energieersparnis. Da ein Wasserkocher wesentlich schneller arbeitet als ein Topf auf dem Herd, können somit bei einem täglichen Bedarf von 1 Liter Wasser rund 40 Euro im Jahr gespart werden.
Platzierung von Kühlgeräten
Wer seinen Kühlschrank oder die Gefriertruhe an Orten platziert, an denen von einer Wärmequelle wie einer Heizung oder einer Spülmaschine auszugehen ist, sorgt dafür, dass mehr Energie für den Kühl- oder Gefriervorgang benötigt wird. Am besten arbeiten diese Geräte an Orten, an denen es ohnehin kühler ist. Eine Gefriertruhe, welche im Keller steht, verbraucht daher wesentlich weniger Strom. Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist die Tatsache, dass Luft ein sehr schlechter Wärmeträger ist. Ein voller Kühlschrank verbraucht daher weniger Strom und sorgt für eine abwechslungsreiche Ernährung.
Spülmaschine immer voll beladen
Eine sparsame Spülmaschine braucht weniger Wasser als das Spülen mit der Hand. Wer hier Strom sparen möchte, sollte darauf achten, dass die Spülmaschine möglichst vollgeladen ist und diese mit einem Sparprogramm genutzt wird. Bei 160 Spülmaschinenvorgängen im Jahr kann somit eine Ersparnis von rund 35 Euro erzielt werden.
Richtig Lüften spart Energie
Anstatt Fenster dauerhaft zu kippen, empfiehlt es sich, alle zwei bis drei Stunden einen Vorgang des Stoßlüftens durchzuführen. Hierbei reichen bereits wenige Minuten aus, bis die Raumluft komplett ausgetauscht ist. Mit dieser Methode kann eine Ersparnis von bis zu 180 Euro erzielt werden.
Das Auto auch einmal stehen lassen
Oftmals sind Verbraucher sehr bequem, wenn es um die Fortbewegung geht. Das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel sind eine gute Alternative zum Auto. Gerade im Nahverkehr stellt sich eine kostengünstigere Variante zum fahrbaren Untersatz heraus und die morgendliche Rushhour kann dank gesonderter Fahrstrecken umgangen werden. So kommt man umweltfreundlich und entspannt ans Ziel. Nicht jeder ist auf sein Fahrzeug angewiesen und kann darauf auch einmal verzichten.
Tankzeiten
Tankstellen machen über den Tag hinweg sehr starke Preisschwankungen mit. Die günstigsten Zeiten, in denen man Kraftstoff beziehen kann, liegen zwischen 08:00 Uhr und 10:00 Uhr, sowie zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr und auch ab 18:00 Uhr abends. Immer dann, wenn viele Menschen im Berufsverkehr unterwegs sind, steigen auch die Preise an. Wer seine Tankplanung entsprechend den Anzeigen auf den Preistafeln ausrichtet, kann bares Geld sparen.
Fazit
Es bedarf einer gewissen Planung, um Energiekosten zu sparen. Wer sich mit diesem Thema allerdings des Öfteren beschäftigt, wird merken, dass diese zur Gewohnheit wird und sich dann auch leichter zurechtfinden. Ein sehr großer Part in der Umsetzung von energiesparenden Maßnahmen ist der Verzicht auf das Auto. Supermärkte beispielsweise sind oft zu Fuß erreichbar. Wer sein Fahrzeug stehen lässt, tut gleichzeitig Gutes für seine Gesundheit und verbringt mehr Zeit an der frischen Luft. Die richtige Platzierung von Elektrogeräten sowie deren Nutzung kann ebenfalls einen wesentlichen Faktor des Energieverbrauches darstellen. Wer die Tipps von Frank Knauer beachtet, hat die Möglichkeit, viel Energie zu sparen und wird am Ende auch mit Ersparnissen belohnt.