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News vom 21.03.2023

Pool im eigenen Garten: Was gilt es bei Planung und Aufbau zu beachten?

Wer den Weg in das an heißen Sommertagen oftmals überfüllte Freibad scheut, der wünscht sich einen eigenen Gartenpool. Nach dem Sonnenbad besteht in privater Atmosphäre jederzeit die Möglichkeit der ungestörten Abkühlung, geschützt vor neugierigen Blicken und umgeben von angenehmer Ruhe.

Bild: pixabay.com / icsilviu
Bild: pixabay.com / icsilviu

Bevor das Badevergnügen auf dem eigenen Grundstück beginnen kann, gilt es einige Dinge zu beachten. Unser Ratgeber klärt darüber auf, was bei Planung und Aufbau unbedingt berücksichtigt werden muss.

Ist das Bauvorhaben genehmigungspflichtig?

Bei der Errichtung von Gartenpools greift das Landesbaurecht des jeweiligen Bundeslandes. In den meisten Ländern sind Schwimmbecken zur privaten Nutzung bis zu 100 Kubikmeter Fassungsvermögen genehmigungsfrei. In einigen wird bereits ab 50 Kubikmetern Volumen eine Baugenehmigung verlangt. Viele Fertigpools folgen daher den Standardmaßen vier mal acht Meter bei einer Beckentiefe von eineinhalb Metern. Das Fassungsvermögen dieser Pools beträgt damit genehmigungsfreie 48 Kubikmeter.

Wer im Siedlungsgebiet einen Pool selber bauen will, liegt damit auf der sicheren Seite. Anders sieht es aus, wenn es sich um einen Außenbereich, eine landwirtschaftlich genutzte Fläche oder ein Naturschutzgebiet handelt. Auch die Überdachung eines Pools oder der Anbau an ein bestehendes Gebäude verursacht eine Genehmigungspflicht. Bereits bei der Planung ist es ratsam, sich genauestens über die Bestimmungen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde zu informieren. Wer einen Pool selber bauen will, liegt so in jedem Fall auf der sicheren Seite. Sollte sich nach Errichtung des Gartenpools herausstellen, dass er der Genehmigungspflicht unterliegt, droht ein Bußgeld oder im schlimmsten Fall die Abrissverfügung.

Viele Varianten: Welche Art von Pool ist geeignet?

Ein aufblasbares Planschbecken mag bei Kindern Stürme der Begeisterung auslösen. Wollen Erwachsene das Schwimm- und Badevergnügen im eigenen Garten genießen, stehen größere und stabilere Varianten auf dem Wunschzettel. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Aufstellpools und in den Boden eingelassenen Becken.

Viele Baumärkte bieten Aufstellpools an. Die Komplettsets verfügen über alle für die Montage benötigten Teile und eine detaillierte Aufbauanleitung. Ein Mindestmaß an handwerklichem Geschick vorausgesetzt, können selbst Laien einen derartigen Bausatz in einen funktionsfähigen Pool verwandeln. Wer einen Pool selber bauen will, es unkompliziert mag und dabei auf die Kosten schaut, ist mit einem Aufstellpool bestens bedient.

Stahlrahmen-Pools konkurrieren mit Stahlwand-Pools. Erstere setzen meist auf Becken aus PVC-Folie. Ein stählerner Rahmen verleiht der Konstruktion eine runde oder auch rechteckige Form. Stahlwand-Pools bestehen aus Steckprofilen und einer innenliegenden Folie. Einige Modelle sind nicht nur als Aufstellpool nutzbar, sondern auch für den Erdeinbau geeignet.

In den Boden eingelassene Pools sind aufwändiger hinsichtlich Planung und Umsetzung. Sie bieten gegenüber dem Aufstellpool den Vorteil, dass sie sich harmonischer in ihr Umfeld einfügen. Form und Größe des Beckens sind frei wählbar. Auch hinsichtlich ihrer Langlebigkeit haben aus Beton gegossene oder aus Steinen gemauerte Becken die Nase vorn. Wer die Luxus Variante bevorzugt und keine Kosten scheut, der wählt ein Becken aus rostfreiem Edelstahl. Derartige Pools überstehen unbeschadet Jahrzehnte der Nutzung und gelten zudem als besonders pflegeleicht.

Neben den reinen Materialkosten schlägt bei den in den Boden eingelassenen Pools auch der höhere Arbeitsaufwand zu Buche. Wer seinen Pool selber bauen will, stößt hier schnell an Grenzen. So müssen der Boden ausgekoffert und der Aushub abtransportiert werden. Beim Gießen beziehungsweise Mauern des Beckens gilt es, statische Belange zu beachten. Hier sind die Kenntnisse fachlich versierter Handwerker erforderlich.

Welcher Standort eignet sich für den Gartenpool?

Noch bevor die Entscheidung über Bauform und Größe des Gartenpools fällt, ist die Wahl des richtigen Standortes wichtig. Kann die Sonne ungehindert einstrahlen, erwärmt sie auch das Wasser. Nicht nur aus diesem Grund sollten Schattenplätze unter Bäumen vermieden werden. Fallen Laub oder gar Vogelkot ins Becken, ist die Filtertechnik des Pools extrem gefordert. Verunreinigungen müssen regelmäßig von Hand entfernt werden, was zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet. So ist die Freude am eigenen Pool schnell getrübt.

Ein starker Eintrag von Fremdkörpern kann dazu führen, dass das Wasser komplett gewechselt werden muss. Dieser Vorgang ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch mit erheblichen Kosten verbunden.

Schwimmbadpumpe und Wärmetauscher sowie Mess- und Regeltechnik benötigen Elektrizität. Ist am gewählten Pool Standort bereits ein Stromanschluss vorhanden, erspart das die Neuinstallation.

Wer Wert auf seine Privatsphäre legt, sollte darauf achten, dass der Standort des Pools vor neugierigen Blicken geschützt ist. Beim ausgelassenen Badespaß geht es häufig etwas lauter zu. Insbesondere Kinder toben gerne ausgelassen und entsprechend geräuschintensiv. Fühlen sich Anlieger durch den Lärm belästigt, kann das den Nachbarschaftsfrieden dauerhaft stören.

Welche Technik wird für den eigenen Pool benötigt?

Mit dem Becken ist es nicht getan. Damit frisches, kristallklares und wohltemperiertes Wasser zur Verfügung steht, sind technische Hilfsmittel erforderlich. Herzstück ist die Schwimmbadpumpe. Sie hält den Umwälz- und Reinigungskreislauf in Gang. Die Pumpe saugt verschmutztes Wasser an und befördert es zum Filter, wo Schmutzpartikel abgeschieden werden. Sauberes Wasser strömt zurück ins Becken.

Ob Haare, Hautschuppen oder andere Partikel: Der Filter hält alles zurück, was Wasser und Badevergnügen trüben könnte. Während Einfachfilter lediglich über eine Filterschicht verfügen, arbeiten Mehrfachfilter effektiver. Beckengröße und Nutzungsintensität entscheiden darüber, welcher Filter geeignet ist.

Wer die Messung der Wasserwerte nicht manuell vornehmen will, der kann zur automatisierten Mess- und Regeltechnik greifen. Sie kontrolliert mit pH-Wert, Chlorkonzentration und Redoxspannung die für die Qualität des Poolwassers wichtigsten Kenngrößen.

Selbst die Poolreinigung lässt sich halb- oder vollautomatisch erledigen. Über den Umfang der technischen Ausstattung entscheiden letztlich Budget und persönliche Vorlieben. Nicht alles, was technisch machbar ist, zählt zu den unabdingbaren Erfordernissen. Wer seinen Pool selber bauen will, muss jedoch berücksichtigen, dass Elemente wie Pumpe und Filter unverzichtbar sind.

Ist der Schwimmteich eine Alternative zum Pool?

Ein mit teurer Technik üppig ausgestatteter Pool trifft nicht jedermanns Geschmack. Wer seinen Pool selber bauen will und dabei nach einer naturnahen Alternative sucht, stößt unweigerlich auf den Schwimmteich.

Im Vergleich zum Pool fügt sich ein Schwimmteich harmonisch in das Gesamtbild eines Gartens ein. Einige Naturpools können auf Filteranlage und Umwälzpumpe nicht verzichten. Manche Varianten kommen aber auch gänzlich ohne technische Hilfsmittel aus.

Herrschen ideale Bedingungen, sind die Teichpflanzen in der Lage, den Schwimmteich alleine zu reinigen. Allerdings wird dessen Wasser nie derart klar sein, wie von konventionellen Pools mit moderner Filtertechnik gewohnt. Als Standort für den Schwimmteich eignet sich ein schattiger Platz im Garten. Zu viel Sonne schadet Teichpflanzen und Fischen.

Ein unter Bäumen gelegener Standort ist für einen Schwimmteich ungeeignet. Fällt Laub ins Wasser, steigt dessen Nährstoffgehalt, was ein starkes Algenwachstum zur Folge hat.

Ein funktionierender Schwimmteich gliedert sich in eine Schwimmzone und einen Rückzugsort für die Teichbewohner. Er sollte daher über eine Größe von mindestens 20 Kubikmetern verfügen, idealerweise aber noch deutlich großzügiger dimensioniert sein. Während der Schwimmbereich eineinhalb Meter tief sein sollte, können die Regenerationszonen viel flacher sein. Hier reichen 80 Zentimeter aus.

Wer seinen naturnahen Pool selber bauen will, sollte die Teichgrube mit Hilfe eines Mini-Baggers ausheben. Mit reiner Muskelkraft ist diese Arbeit kaum zu bewältigen. Bereits beim Baggern müssen die unterschiedlichen Teichzonen und deren beabsichtigte Tiefe berücksichtigt werden. Spätere Korrekturen bedeuten einen zusätzlichen Arbeitsaufwand.

Eine spezielle Teichfolie dichtet die Grube ab. Nur wenn die einzelnen Bahnen sorgfältig verklebt oder verschweißt sind, bleibt das Wasser später dort, wo es hingehört. Die Teichfolie wird mit Sand und Erde bedeckt, damit die Teichpflanzen gut wurzeln können.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen natürlichen Pool selber zu bauen, muss sich darüber im Klaren sein, dass sich das ökologische Gleichgewicht nicht automatisch einstellt. Wird auf Teichpumpe und Filtertechnik verzichtet, kommt der richtigen Auswahl von Pflanzen und Fischen enorme Bedeutung zu. Hohe Temperaturen im Sommer oder übermäßiger Nährstoffeintrag können das fragile System zum Kippen bringen.

Für all jene, die in kurzer Zeit ihren Pool selber bauen und anschließend sofort nutzen wollen, ist der Schwimmteich nicht geeignet. Diese naturnahe Variante eines Pools setzt ein hohes Maß an Geduld voraus. Ob die tatsächlichen Gegebenheiten den Ansprüchen der Nutzer später auch genügen, lässt sich nur schwer vorhersagen.

Mit welchen Kosten muss beim Pool gerechnet werden?

Aufstellpools gelten als kostengünstige Variante des privaten Schwimmbades. Komplettsets enthalten alles, was für einen funktionsfähigen Pool benötigt wird. So ist bereits beim Kauf für Kostentransparenz bezüglich des Anschaffungspreises gesorgt. Da sich diese Pool-Variante auch von Laien montieren lässt, fallen keine zusätzlichen Handwerkerkosten an.

In Zeiten explodierender Energiekosten darf der Strombedarf der Technik nicht vergessen werden. Umwälzpumpe und Wärmetauscher verursachen zusätzliche Stromkosten, abhängig von deren Leistungsstärke und Betriebsdauer. Auch das für das Befüllen des Pools erforderliche Trinkwasser ist nicht zum Nulltarif zu haben. Von Kommune zu Kommune sind die Wasserpreise starken Schwankungen unterworfen. Gleiches gilt für die Preise für das Abwasser, die ebenfalls zu Buche schlagen. Muss das Wasser des Pools im Laufe der Saison mehrfach gewechselt werden, addieren sich die Kosten.

In den Boden eingelassene Becken versprechen eine längere Lebensdauer als günstige Aufstellpools. Allerdings können deren Baukosten auch um ein Vielfaches höher liegen. Wird das Becken gegossen oder gemauert, fallen in aller Regel Handwerkerkosten an. Wer eine Wanne aus rostfreiem Edelstahl verbauen lässt, erreicht kostenmäßig schnell einen fünfstelligen Betrag. Ob sich diese Investition wirklich lohnt, ist auch von der Nutzungsintensität abhängig. Wer seinen Pool nur sehr selten nutzt und zudem über ein begrenztes Budget verfügt, der ist mit der Aufstellvariante besser bedient.

Welches sind die wichtigsten Aspekte beim Poolbau?

Wird der Wunsch nach einem Pool auf dem eigenen Grundstück konkret, ist von überstürztem Handeln abzuraten. Fehlentscheidungen können sich später als fatal erweisen. Wer seinen Pool selbst bauen will und dabei auf eine gründliche Planung verzichtet, geht unnötige Risiken ein.

Wer einen Pool selber bauen will, sollte sich zunächst überlegen, welche Dimensionen seinen Bedürfnissen entsprechen. Besteht über das erforderliche Fassungsvermögen Klarheit, gilt es baurechtliche Bestimmungen zu klären. Die Frage, ob die Installation eines Swimmingpools in der beabsichtigten Größe und Ausführung am geplanten Standort genehmigungspflichtig ist, kann nur die Baubehörde der zuständigen Kommune rechtssicher beantworten. Bevor die Verwaltung kein grünes Licht gegeben hat, darf mit dem Bau nicht begonnen werden, sonst drohen schwerwiegende Konsequenzen.

Ein Aufstellpool lässt sich relativ problemlos im Do-it-yourself-Verfahren errichten. Die im Handel verfügbaren Bausätze enthalten alles, was dafür benötigt wird. Mangelt es an eigenem handwerklichen Geschick, bringt es Sinn, Familienmitglieder oder Freunde mit ins Boot zu holen.

Soll ein Stahlwandpool komplett im Erdreich versenkt werden, dürfen Bodenbeschaffenheit und Grundwasserspiegel nicht unberücksichtigt bleiben. Wer glaubt, er könne die Grube für einen Pool in kurzer Zeit mittels Spaten und Spitzhacken ausheben, wird schnell an seine Grenzen stoßen. Der Einsatz eines Mietbaggers stellt eine enorme Arbeitserleichterung dar.

Wer das Becken mauern oder gießen will, um seine individuellen Vorstellungen verwirklichen zu können, sollte die Ausführung versierten Handwerkern überlassen. Sie verstehen sich auf die Auswahl geeigneter Baustoffe und deren Verarbeitung. Sollten sich im Nachhinein Mängel zeigen, bietet die Gewährleistung Schutz vor Folgekosten.

Wer über ein begrenztes Budget verfügt, muss neben dem Anschaffungspreis auch die Betriebskosten im Blick behalten. Eine leistungsstarke Umwälzpumpe verursacht zusätzliche Stromkosten. Ist ein Wärmetauscher verbaut, lässt sich der Pool auch bei kühleren Außentemperaturen nutzen. Dieser Zugewinn an Komfort treibt jedoch den Energieverbrauch in die Höhe.

Ist der Pool betriebsbereit, sind diverse Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. So muss ausgeschlossen sein, dass Personen in den Pool fallen und dabei zu Schaden kommen können. Immer wieder sind vor allem Kleinkinder Opfer derartiger Unfälle mit oftmals tödlichem Ausgang.

Lässt sich das Grundstück nicht gegen unbefugten Zutritt sichern, kann der Pool eingezäunt und mit einer stabilen Abdeckung versehen werden. Eine komplette Einhausung zieht unter Umständen eine Genehmigungspflicht nach sich. Hier sorgt eine Nachfrage bei der zuständigen Baubehörde für Klarheit.

Wer die durch einen Wärmetauscher verursachten Energiekosten scheut, liebäugelt vielleicht mit der Installation einer Solaranlage. Bevor sie das Wasser des Pools erwärmen darf, ist jedoch abzuklären, ob sie unter die Genehmigungspflicht fällt.

Der Klimawandel und seine Folgen wirken sich auch auf den Handel und Bau von Gartenpools aus. Heiße Sommer lassen die Nachfrage steigen. Fachfirmen freuen sich über volle Auftragsbücher. Engpässe bei der Materialbeschaffung verschärfen die Situation. Wer einen Pool selber bauen möchte, dabei aber nicht auf die Unterstützung eines Fachbetriebes verzichten will oder kann, muss sich auf Wartezeiten einstellen.

Der Pool im eigenen Garten bedeutet einen Zugewinn an Lebensqualität. Er lässt sich jederzeit nutzen und macht den Weg ins öffentliche Freibad überflüssig. Ist er derart großzügig ausgelegt, dass sich Bahnen schwimmen lassen, wirkt er sich zudem förderlich auf Gesundheit und Fitness der Nutzer aus. Jeder Gartenparty verleiht ein Pool einen enormen Attraktivitätsschub. Die Gastgeber können sich sicher sein, dass ihre Feier noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird. Ein Pool als geselliger Mittelpunkt ist durch nichts zu toppen.

Wer einen Pool selber bauen will, kann jede Menge Eigenleistung einbringen oder das Projekt gar gänzlich in Eigenregie stemmen. Vor Selbstüberschätzung sei jedoch gewarnt. Weist die Ausführung Mängel auf, sind Folgeschäden vorprogrammiert. Wer sichergehen will, beauftragt einen Handwerksbetrieb mit Expertise.

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