Vermieter und Verwalter neigen oft dazu, die Erstellung einer Heizkostenabrechnung externen Dienstleistern zu überlassen, um den damit verbundenen Aufwand und die Komplexität zu umgehen.
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Jedoch könnten digitale Tools für die Heizkostenabrechnung, integriert in eine digitale Immobilienverwaltung, schrittweise ein Umdenken bewirken.
Mögliche Vorteile
Die Eigeninitiative bei der Erstellung der Heizkostenabrechnung kann für Vermieter und Verwalter einige Vorteile bringen. Das zentrale Argument ist dabei oft die Kostenersparnis. Im Vergleich zu externen Ablesefirmen fallen die Gebühren für Online-Tools, meist in Form von monatlichen Abonnements, deutlich geringer aus.
Mit den richtigen Hilfsmitteln ist heute kein besonderes technisches oder rechtliches Know-how mehr erforderlich. Der Aufwand und die Komplexität der Erstellung sind deutlich gesunken, sodass auch nebenberufliche Vermieter die Heizkostenabrechnung eigenständig durchführen können.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die digitale Heizkostenabrechnung direkt in die Betriebskostenabrechnung integriert werden kann. Mieter erhalten somit eine gemeinsame Abrechnung für alle Betriebskosten, was die Transparenz und Zufriedenheit steigert.
Die digitalen Tools bieten zudem umfassende Lösungen für die digitale Immobilienverwaltung, wodurch lästiges Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Anwendungen entfällt. Ebenso entfällt die oft mühsame Kommunikation mit externen Anbietern bei Belegübermittlungen, Mieterwechseln und Ablesungen. Mieter- und Objektdaten sind stets aktuell und an einem Ort gespeichert. Relevante Belege können digital erfasst und für die weitere Buchhaltung genutzt werden. Ablesungen bei Ein- und Auszug oder am Ende der Abrechnungsperiode fließen direkt in die Abrechnung ein, was Vermietern Mehrarbeit und Abstimmungsaufwand erspart.
Funkzählereinbindung ohne langfristige Verträge
Cloudbasierte Lösungen ermöglichen kontinuierliche Anpassungen und Aktualisierungen. Einige Anbieter gestatten bereits heute die Einbindung von Funkzählern. Nutzer haben die Möglichkeit, vorhandene Funkzähler und Gateways einzubinden, unabhängig davon, ob es sich um eigene Zähler oder gemietete Geräte handelt.
Mieterportal für mehr Transparenz und Zufriedenheit
Hausverwalter können auf Wunsch sogenannte Mieterportale aktivieren, über die sie Mietern Nachrichten und Dokumente, wie Abrechnungen, zur Verfügung stellen können. Mit integrierten Funkzählern können Mieter dort sogar ihren monatlichen Heizungsverbrauch nachverfolgen, was die Transparenz für Mieter deutlich erhöht.
Schritte zur Erstellung der Online-Heizkostenabrechnung
Die Schritte zur Erstellung einer eigenen Online-Heizkostenabrechnung sind überschaubar:
1. Zu Anfang müssen Nutzer zuerst die Objekt- und Mieterdaten erfassen. Auch die Eckdaten der Heizungsanlage (Brennstoff, Heizungsart, usw.) müssen hinterlegt werden. Dies ist zwar am Anfang mit Aufwand verbunden, ist aber ein einmaliger Prozess. Zukünftig reicht es, die Mieterdaten aktuell zu halten.
2. Etwas Zeit sollten Nutzer auch beim Einrichten der Zähler mitbringen. Insbesondere wenn Heizkostenverteiler zur Verbrauchserfassung dienen, müssen relativ viele Zähler angelegt werden.
Einmal eingerichtet, müssen dann aber nur noch die regelmäßigen Ablesungen hinterlegt werden. Erfolgt die Übertragung mit Funkzählerdaten, sind keine Ablesungen mehr nötig.
3. Relevante Belege hochladen oder Kosten direkt erfassen.
4. Erstellen der Abrechnung und Herunterladen als PDF. Einige Anbieter bieten auch das Erstellen von Anschreiben und das Versenden per Nachricht oder Postversand an die Mieter an.
Unterm Strich unterscheiden sich die Schritte für das Erstellen der Heizkostenabrechnung mit Online Tools damit nicht wesentlich von dem, was viele Verwalter und Vermieter ansonsten auch an Ablesedienste übermitteln müssen.
Worauf Verwalter und Vermieter bei der Auswahl der richtigen Tools achten sollten
Damit Online-Heizkostenabrechnungen reibungslos funktionieren, sollten Vermieter und Verwalter bei der Auswahl des Tools einige Punkte beachten:
- Funktionsumfang: Das Online-Tool sollte möglichst alle Verwaltungsaufgaben abdecken, um den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen zu vermeiden.
- Flexibilität: Die Web-App sollte flexibel genug sein, um auch Sonderfälle zu berücksichtigen. Immer mehr Gebäude verfügen über hybride Heizanlagen, die flexible Anpassungsmöglichkeiten erfordern. Ebenso sollte das Tool eine breite Palette von Zählerarten unterstützen.
- Vertragskonditionen: Kurze Laufzeiten und flexible Kündigungsmöglichkeiten sind wichtig, um sich nicht langfristig an einen Anbieter binden zu müssen. Langfristige Verträge mit Ablesefirmen sind nicht mehr zeitgemäß.
Fazit
Online-Tools zur Erstellung von Heizkostenabrechnungen bieten mittlerweile nicht nur eine kostengünstige Alternative zu externen Anbietern oder Ablesefirmen, sondern ermöglichen Vermietern und Verwaltern auch eine umfassende Digitalisierung ihrer Immobilienverwaltung. Die Heizkostenabrechnung wird dabei quasi nebenbei erledigt, während sämtliche Verwaltungsprozesse effizient digital ablaufen.
Weiterführende Links
hellohousing – digitale Immobilienverwaltung einfach gemacht