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News vom 11.07.2003

Treibhausgasemissionen in der EU das zweite Jahr in Folge angestiegen


Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union sind das zweite Jahr in Folge angestiegen; damit ist die EU im Hinblick auf ihre Verpflichtung, bis zum Zeitraum 2008-2012 eine erhebliche Reduzierung der Emissionen zu erzielen, weiter in Rückstand geraten.

Wie aus der von der Europäischen Umweltagentur zusammengestellten jährlichen Emissionsübersicht hervorgeht, sind die Gesamtemissionen der sechs Gase, die in weiten Kreisen für den globalen Klimawechsel verantwortlich gemacht werden, in der EU im Jahr 2001, dem Jahr mit den neuesten verfügbaren Daten, im Vergleich zum Vorjahr um 1,0% angestiegen.

Aus einer vorläufigen Bewertung geht hervor, dass die Hauptgründe für den Anstieg in den meisten EU-Ländern zum einen der kalte Winter war, was dazu führte, dass Haushalte mehr Heizbrennstoffe verbrannten, und zum anderen die höheren Emissionen im Verkehr sowie der höhere Verbrauch fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Trotz des Anstiegs im Jahr 2000 lagen die Treibhausgasemissionen in der EU im Jahr 2001 2,3% unter ihrem Stand von 1990. Dieser Rückgang fiel im Vergleich zu den beiden Jahren davor allerdings niedriger aus. Im Jahr 2000 waren die Emissionen um 3,3% und 1999 um 3,6% niedriger als 1990.

Laut dem Kioto-Protokoll zur Bekämpfung des Klimawechsels ist die EU verpflichtet, bis zum Zeitraum 2008-2012 ihre Emissionen dieser sechs Gase gegenüber dem Stand von 1990 um 8% zu senken.

Die Übersicht enthält die besten verfügbaren Schätzungen und wird jährlich überarbeitet. Sie enthält keine Daten zu Veränderungen bei der Landnutzung und der Forstwirtschaft, durch welche Emissionen sowohl entstehen als auch ausgeglichen werden können, da dafür derzeit noch keine international anerkannten Methoden vorliegen.

Die Kohlendioxidemissionen (CO2) in der EU – dem wichtigsten Treibhausgas – das 82 % der Treibhausgasemissionen der EU ausmacht, erhöhten sich zwischen 2000 und 2001 um 1,6%. Außerdem erreichten sie im Jahr 2001 ein 1,6% höheres Niveau als 1990.

Überarbeiteten Zahlen zufolge stabilisierten sich die CO2-Emissionen der EU im Jahr 2000 gemäß der von ihr übernommenen Verpflichtung auf dem Stand von 1990, obwohl erste Daten im Jahr 2000 auf ein um 0,5% niedrigeres Niveau der CO2-Emissionen als 1990 schließen ließen.

Aufgrund erhöhter Heizanforderungen stiegen die CO2-Emissionen von Haushalten und kleinen Unternehmen im Jahr 2001 um 6,0% im Vergleich zum vorangegangenen Jahr. Dies trug erheblich zum Anstieg der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU bei. In Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich wurde der höchste Anstieg der CO2-Emissionen bei Haushalten und kleinen Unternehmen verzeichnet.

Zwischen 2000 und 2001 stiegen CO2-Emissionen aus Strom- und Wärmeerzeugung um 1,5% und aus dem Transport und Verkehr um 1,3%. Die Hauptgründe für den Anstieg liegen in der steigenden Erzeugung von Strom und Wärme aus fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Kohle, sowie dem anhaltenden Anstieg des Verkehrsaufkommens, insbesondere im Straßenverkehr.

Die neuesten Zahlen zeigen, dass 10 von 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten Anteil am Stabilisierungsziel für Treibhausgase in der EU bei Weitem nicht erfüllen werden. Dies trifft auf Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien zu.

1) Bezugsjahr für CO2, CH4 und N2O ist 1990; für fluorierte Gase wurde 1995 gewählt, was im Rahmen des Kioto-Protokolls erlaubt ist. Die meisten Mitgliedstaaten ziehen diese Lösung vor.

2)Im Falle von Dänemark sind die Daten, die Angleichungen in Bezug auf den Elektrizitätshandel (Einfuhr und Ausfuhr) und Temperaturunterschiede im Jahr 1990 wiederspiegeln, in Klammern angegeben. Diese Methode wird von Dänemark angewandt, um den Fortschritt zur Verwirklichung der einzelstaatlichen Ziele im Rahmen der „Lastenteilungsvereinbarung" der EU zu überwachen. Für die Summe der EU-Emissionen wurden die nicht angeglichenen dänischen Daten verwendet.



Zwischen dem Jahr 2000 und 2001 verzeichneten Österreich (+4,8%) und Finnland (+7,3%) einen erheblichen Emissionsanstieg. Ersten Analysen zufolge war dieser teilweise auf den kalten Winter zurückzuführen, aber auch auf geringere Regenfälle, wodurch die Wasserkrafterzeugung in beiden Ländern verringerte und die finnischen Importe aus dem nordeuropäischen Strommarkt abnahmen. Infolgedessen mussten Österreich und Finnland ihre Nutzung fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung ausweiten.

Irland, Spanien und Portugal sind am weitesten davon entfernt ihren Anteil am EU-Stabilisierungsziel für Treibhausgase zu erfüllen. Irlands Emissionen lagen im Jahr 2001 um 31% über dem Stand von 1990 und damit mehr als doppelt so hoch als die 13%, die zwischen 1990 und 2008-2012 erlaubt sind.

Aufgrund höherer Wasserkrafterzeugung, wodurch die Nutzung fossiler Brennstoffe für Strom und Wärme reduziert wurde, hat Spanien zum ersten Mal seit fünf Jahren seine Emissionen reduziert, nämlich um 1,1% im Vergleich zum Jahr 2000.

Von allen Mitgliedstaaten verzeichnet Luxemburg die größte prozentuale Senkung der Treibhausgasemissionen, nämlich um 44% seit 1990. Deutschland, der größte Treibhausgasemittent, hat die größte Reduzierung unter den großen Mitgliedstaaten erzielt, nämlich 18% seit 1990. Allerdings verzeichnete Deutschland zwischen 2000 und 2001 einen Anstieg von 1,2%.







1) Der dänische DTI-Wert liegt bei +0,9 Index-Punkten, wenn die dänischen Treibhausgas-Emissionen für den Elektrizitäts-Handel (Einfuhr und Ausfuhr) und für Temperatur-Unterschiede angepasst werden.





Für den Herbst 2003 plant die Europäische Umweltagentur (EUA) die Veröffentlichung einer Analyse der Emissionszahlen und –tendenzen und der neuesten Prognosen für 2010.

Die Übersicht kann auf der EUA-Website unterhttp://reports.eea.eu.int/technical_report_2003_95 eingesehen werden.

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tepee schrieb: Es gibt ja einige wenige Fälle, bei denen der RGK nicht ganz...
ddjst schrieb: Die Bundesregierung beabsichtigt die Förderung von kleinen PV...
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