Mit steigendem Bewusstsein für nachhaltige Heizkonzepte greifen immer mehr Hausbesitzer auf Wärmepumpen zurück. Schließlich werden neue Energiestandards immer strenger. Doch bevor man eine Wärmepumpe in Betracht zieht, ist es wichtig, einige weitere Faktoren genauer unter die Lupe zu nehmen.
Bild: www.pixabay.com/2857440 "Für einen effizienten Einsatz müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein", weiß der Dachdeckermeister Henning Hanebutt. "Weil ältere Gebäude über die Dachfläche viel zu viel Energie verlieren, ist in vielen Fällen ein neues Dach nötig." In diesem Beitrag verrät er, welche Maßnahmen erforderlich sind, um das Dach optimal auf den Einsatz einer Wärmepumpe vorzubereiten – und welche Faktoren dabei zu beachten sind.
Effizientes Heizen mit Wärmepumpe und Photovoltaik
Moderne Wärmepumpen sind mittlerweile dazu in der Lage, auch hohe Heizkreistemperaturen zu erreichen. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, die Effizienz im Auge zu behalten, da sie mit zunehmender Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizkreistemperatur abnimmt. Das Dach spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da etwa 20 Prozent der Wärme in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus über die Dachfläche verloren gehen. Durch eine gezielte Dachsanierung kann dieser Wärmeverlust reduziert werden. Eine weitere Option besteht darin, eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit der Wärmepumpe zu installieren, um bis zu 50 Prozent des benötigten Stroms direkt auf dem eigenen Dach zu erzeugen.
Warum eine Dachprüfung so entscheidend ist
Die Überprüfung der Wärmepumpentauglichkeit eines Daches umfasst verschiedene Aspekte wie die Neigung, das Alter und den Zustand der Eindeckung sowie die Ausrichtung. Auch die statische Belastbarkeit des Daches für zusätzliche Lasten wie Dämmung oder Photovoltaikanlagen muss berücksichtigt werden. In einigen Fällen ist eine Umrüstung aufgrund der Dachgeometrie nicht möglich. Es kann aber auch sein, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage nicht lohnt, weil das Dach zu verwinkelt ist. In solchen Situationen kann eine alternative Lösung, so zum Beispiel eine Indachanlage, in Betracht gezogen werden. Dabei wird die herkömmliche Dacheindeckung durch eine spezielle Schicht ersetzt, so dass das Gewicht der ursprünglichen Dacheindeckung komplett eingespart werden kann. Die Module bilden als wasserführende Schicht ein dichtes Dach, das Strom produziert.
Dachsanierung als Investition in die Zukunft
Die Nachfrage nach Prüfungen der Wärmepumpentauglichkeit ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Gerade auch aufgrund der Fördermaßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erweist sich die Kombination aus Dachsanierung und Photovoltaikinstallation für viele Immobilienbesitzer als attraktiv. Diese Maßnahme ist oft auch Bestandteil eines BAFA-geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Mit einem zusätzlichen iSFP-Bonus in Höhe von fünf Prozent erhalten Hausbesitzer sogar einen Zuschuss von 20 Prozent für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahme. Entsprechend stellt sie sowohl ökologisch als auch ökonomisch eine sinnvolle Investition in die Zukunft dar.
Über Henning Hanebutt:
Henning Hanebutt ist Geschäftsführer der Hanebutt Gruppe. Gemeinsam mit seinem Sohn Heiner Hanebutt leitet er das Traditionsunternehmen, das seinen Dachdeckerbetrieb stetig erweitert hat und heute ein breites Dienstleistungsspektrum rund um das Dach und die Fassade anbietet. Mit 14 Niederlassungen an zehn Standorten in ganz Deutschland ist die Hanebutt Gruppe nicht nur bundesweit, sondern auch international tätig. Trotzdem ist das Unternehmen mit seiner Region eng verbunden und legt großen Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit. Mehr Informationen dazu unter: https://www.hanebutt.de/.