Das Thema Brandschutz ist aktueller denn je. Mit den steigenden Temperaturen wird auch die Brandgefahr in ganz Deutschland spürbar ansteigen. Die Brandgefahren in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus werden allerdings von den meisten Menschen unterschätzt. Dabei lassen sich viele Gefahren durch proaktives Handeln minimieren.
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Bild: Soroush Karimi / Unsplash.com Brandschutz in der Küche - besonders wichtig
Schaut man sich die Statistiken zu Küchenbränden einmal genauer an, stellt man schnell fest, dass es jährlich zu einigen tausend Küchenbränden kommt. Diese müssen nicht per se gefährlich sein, doch die Verbindung von Feuer, Öl und vor allem viel Luft kann zu einer sehr schnellen Ausbreitung des Brandes führen. Vor allem alte und verfettete Dunstabzugshauben-Filter werden hier schnell ein Problem. Man sollte sowohl in den eigenen vier Wänden als auch bei Kunden also darauf bestehen, bei einer Dunstabzugshaube den Filter regelmäßig zu säubern und diesen auch bei Bedarf auszutauschen. So kann ein Überspringen der Flammen von Topf oder Pfanne auf die Dunstabzugshaube sehr einfach vermieden werden. Zusätzlich ist es sinnvoll in der Küche einen Feuerlöscher zentral zu montieren, welcher auch bei Fettbränden eingesetzt werden kann. Ein kleiner Aufwand mit einer erheblichen Sicherheitswirkung für die Bewohner.
Zentrale Lüftungsanlagen können ein Problem darstellen
Vor allem bei der Installation durch Laien können Lüftungsanlagen falsch konzipiert und ausgeführt werden. Dies kann unter anderem dazu führen, dass diese Anlagen in Sachen Brandschutz zu einem echten Problem werden können. Vor allem eine falsche Dimensionierung der Rohre können unter anderem zu einer stärkeren Ausbreitung der Brandgase führen und im schlimmsten Fall auch den Brand verstärken. Vor allem bei zentral zu steuernden Lüftungssystemen kann es hier zu Problemen kommen. Hier ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die vorhandene Lüftungsanlagen den entsprechenden Vorschriften entsprechen und sinnvoll dimensioniert sind. Während allerdings in Gebäuden mit Sondernutzung verschiedene Systeme und Schutzkonzepte verpflichtend sind, sieht es in Privathäusern meist anders aus. Hier muss man gegebenenfalls selbst aktiv werden und die Bewohner über die Probleme mit der Lüftungsanlage informieren.
Brandgefahr durch Elektronik - Rauchmelder retten Leben
Das Brandrisiko Nummer 1 in deutschen Haushalten ist die Elektronik. Vor allem alte Elektrogeräte und schlechte Verteilerdosen stellen ein nicht unerhebliches Problem dar. Doch auch Akkubrände werden immer häufiger vermeldet und können erheblich zur Brandgefahr beitragen. Es ist daher sinnvoll auf moderne Geräte und auch auf neuere Akkus zu setzen und generell Geräte mit Akkus nicht auf leicht brennbaren Oberflächen zu lagern. Das alte, auf der Couch ladende Tablet ist eine enorme Gefahrenquelle, auch wenn es nicht danach aussieht. Nicht genutzte Geräte vom Strom zu trennen und Verteilerdosen auszuschalten trägt ebenfalls zu einer verstärkten Sicherheit bei.
Fazit: Gute Beratung und umfassende Planung verringern die Brandgefahr spürbar
Man muss nun nicht in jedem Gerät eine Gefahr für Leib und Leben sehen, aber man kann sich Routinen antrainieren, welche die Gefahren minimieren. Eine Überprüfung der Lüftungsanlage, ein regelmäßiger Austausch der Filter der Dunstabzugshaube und etwas Disziplin beim Umgang mit elektrischen Geräten reichen bereits, um die Gefahren spürbar zu verringern. Es sind nur kleine Elemente, die einen erheblichen Unterschied ausmachen können.