Mit einem Balkonkraftwerk lassen sich die Stromkosten in einer Mietwohnung senken. Bevor es jedoch an die Installation geht, gibt es einiges zu beachten. Nicht nur die technischen Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden. Auch das Rechtliche muss vorab mit dem Vermieter besprochen werden.
Bild: pixabay.com / Franz26 Warum ein Balkonkraftwerk für die Mietwohnung?
Die Energiewende ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Haushalte entscheiden sich für Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Doch auch Mieter können einiges zum Umweltschutz beitragen und zugleich den eigenen Geldbeutel schonen. Die Lösung: ein Balkonkraftwerk. Balkonkraftwerke werden auch als Mini-PV-Anlagen bezeichnet. Sie sind wesentlich kleiner als herkömmliche Solarmodule und können ganz einfach auch auf einer begrenzten Fläche montiert werden. Doch warum sollte man sich eigentlich ein Balkonkraftwerk anschaffen? Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:
- Kosten-Nutzen-Faktor: Im Vergleich zu herkömmlichen Solaranlagen sind Balkonkraftwerke in der Regel kostengünstiger in der Anschaffung. Dabei ermöglichen sie es, von den Vorteilen der Solarenergie zu profitieren, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Die Anschaffungskosten liegen je nach Hersteller und Größe zwischen 500 und 1500 Euro.
- Nachhaltigkeit: Ein Balkonkraftwerk wandelt Sonnenlicht in erneuerbare Energie um. Somit tragen die Mini-PV-Anlagen einen wichtigen Teil zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.
- Platzsparend: Balkonkraftwerke sind klein und effizient. Sie nehmen keinen zusätzlichen Platz ein und können sogar am Balkongeländer montiert werden. Wichtig ist dabei, dass der Neigungswinkel bei über 30 Grad liegt.
Die richtige Installation: Auch für Laien kein Problem
Balkonkraftwerke bis zu 800 Watt dürfen selbst installiert werden. Dennoch sollte man hier besondere Sorgfalt an den Tag legen. Schließlich stellen falsch installierte Solarmodule ein Brandrisiko dar. Für die Montage an der Hauswand beziehungsweise das Geländer benötigt es das passende Befestigungssystem. Oft wird dieses direkt mitgeliefert. Da nicht alle Balkonkraftwerke gleich sind, sollte man sich hier an die Vorgaben des Herstellers halten. Hängt das Balkonkraftwerk erst mal, kann es auch schon mit dem Hausnetz verbunden werden. Dafür wird das Balkonkraftwerk an den Wechselrichter angeschlossen. Die Solarmodule erzeugen Gleichstrom und kommen daher jeweils mit einem Kabel für den Minuspol sowie einem Kabel für den Pluspol. Die Kabel sind mit entsprechenden verpolungssicheren Steckern ausgestattet und können dadurch einfach an den Eingängen des Wechselrichters angeschlossen werden.
Vorab den Vermieter um Erlaubnis fragen
Die rechtliche Lage für Balkonkraftwerke in einer Mietwohnung ist etwas komplex. Zwar haben Mieter rechtlich gesehen keinen Anspruch darauf, ein Balkonkraftwerk zu betreiben. Jedoch müssen sie den Vermieter auch nicht zwingend um Erlaubnis fragen. Ob der Vermieter informiert werden muss, ist abhängig vom Montagestandort. Wird das Balkonkraftwerk am Geländer oder an der Überdachung installiert, handelt es sich um eine bauliche Veränderung. Hier muss die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Wird das Balkonkraftwerk jedoch direkt auf dem Balkon beziehungsweise der Terrasse installiert, so braucht es keine Bestätigung seitens des Vermieters. Dennoch gilt: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte stets den Vermieter über die Änderungen informieren.