Buderus im ersten Halbjahr 2003 gut behauptet - Auslandsgeschäft wächst um 8 Prozent. In einem weiterhin schwachen Konjunkturumfeld erzielte der Buderus-Konzern im ersten Halbjahr 2003 einen Umsatzanstieg um 2 Prozent auf 852 Mio. € (2002: 832 Mio. €). Die Zuwächse beim Umsatz resultieren insbesondere aus der weiterhin konsequent betriebenen Internationalisierung des Heiztechnikgeschäfts. Der Auslandsumsatz erhöhte sich insgesamt um 8 Prozent auf 340 Mio. € (2002: 316 Mio. €). Buderus erwirtschaftet mittlerweile 40 Prozent seiner Umsatzerlöse im Ausland.
Der Inlandsumsatz erreichte trotz der ausgeprägten Zurückhaltung beim Konsum und bei den Investitionen mit 512 Mio. € annähernd das Vorjahresniveau von 516 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt in den ersten sechs Monaten bei 40 Mio. € nach 45 Mio. € im Vorjahr.
Während im Konzernbereich Heizungsprodukte das Ergebnis weiter anstieg, wirkten sich in den Konzernbereichen Guss- und Edelstahlerzeugnisse vor allem die deutlich gestiegenen Beschaffungspreise für Strom und Stahlschrott sowie höhere Abschreibungen auf das Ergebnis aus. Die Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich in den ersten sechs Monaten 2003 um 46 Prozent auf 26 Mio. €. Nach den umfangreichen Investitionen der beiden Jahre 2001 und 2002 wurden die Investitionen damit wieder auf das langfristige Durchschnittsniveau zurückgeführt.
Die Zahl der Beschäftigen blieb mit 9.604 Mitarbeitern zur Jahresmitte gegenüber dem Ende des Vorjahres nahezu konstant. Buderus erwartet für das Gesamtjahr 2003 aufgrund der im letzten Jahr getätigten Großinvestitionen, der konsequenten Internationalisierung des Geschäfts und der Attraktivität des Produktportfolios ein Umsatzwachstum in der Größenordung von 3 Prozent. Hinsichtlich des Ergebnisses erwartet Buderus eine Verbesserung im zweiten Halbjahr 2003. Die Schrottpreise haben sich nach dem Höhenflug in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres wieder normalisiert, so dass dies die Erfolgsrechnung im zweiten Halbjahr entlasten sollte.
Des Weiteren wird zum Jahresende 2003 der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Zementaktivitäten erfolgswirksam. Dabei wird es sich aus heutiger Sicht um einen mittleren zweistelligen Millionen Euro-Betrag handeln. Ohne Einbeziehung dieses Einmalertrags erwartet Buderus ein Vorsteuerergebnis in der Größenordnung des Vorjahres. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht weiter verschlechtert und sich der Preis für Stahlschrott weiter normalisiert.
Mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot der Robert Bosch GmbH hat sich der Streubesitz der Buderus-Aktie auf weniger als 3 Prozent reduziert. Aus diesem Grund ist Buderus aus dem MDAX ausgeschieden. Die unterjährige Berichterstattung wird sich künftig auf den halbjährlichen Zwischenbericht beschränken.
Hier finden Sie den vollständigen Halbjahres-Bericht.