Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf eine große Anzahl an Branchen. Sie beeinflusst auch die moderne Gebäudeplanung. Vor allem digitale Zutrittslösungen werden bei der Gestaltung von neuen Gebäuden zunehmend berücksichtigt. Das liegt daran, dass sich hierdurch zahlreiche Vorteile ergeben, die sich positiv auf Komfort und Sicherheit der Bewohner auswirken.
Bild: HTD Vorteile digitaler Zutrittslösungen
In der Vergangenheit haben sich Bewohner mithilfe von gewöhnlichen Schlüsseln Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft. Mittlerweile kommen allerdings immer häufiger digitale Lösungen zum Einsatz, was an den vielfältigen Vorteilen solcher Systeme liegt:
- Hohe Flexibilität
- Steigerung der Sicherheit
- Hohe Bequemlichkeit
Wenn Berechtigungen für den Zutritt über ein zentrales digitales System vergeben werden, lassen sich diese bei Bedarf unkompliziert anpassen. Die Sicherheit verbessert sich ebenfalls durch die Nutzung einer digitalen Zutrittskontrolle. Ist ein PIN-Code oder ein Fingerabdruck zur Öffnung der Tür erforderlich, können Dritte sich keinen Zutritt über einen gestohlenen Schlüssel verschaffen. Wenn kein physischer Schlüssel herumgetragen werden muss, wirkt sich das positiv auf den Komfort der Bewohner aus. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand versehentlich aussperrt. Sollte das trotzdem passieren, können Bewohner einen Experten für moderne Schließtechnik kontaktieren.
Schnittstellen zur Gebäudetechnik
Wenn es um die Planung eines modernen Gebäudes geht, hängt diese heutzutage nicht mehr allein von der physischen Struktur ab. Das liegt daran, dass es zahlreiche technische Systeme zu integrieren gilt, die miteinander vernetzt sind. Dabei dienen digitale Zutrittslösungen nicht nur als Kontrolle für den Zugang zum Gebäude, sondern auch als Schnittstelle zu anderen digitalen Systemen innerhalb des Gebäudes. Besteht eine Verbindung zwischen der digitalen Zutrittslösung und dem Lichtmanagementsystem, lässt sich einrichten, dass sich das Licht beim Betreten eines Raumes automatisch einschaltet. Auch die Klimatisierung von Räumen durch eine Heizung oder eine Klimaanlage kann an die Anwesenheit einer Person geknüpft werden, sofern die digitale Zutrittslösung mit dem Heizsystem oder der Klimaanlage verbunden ist. Die Bequemlichkeit der Bewohner verbessert sich, während gleichzeitig die Energiekosten gesenkt werden.
Auswirkungen auf die Energieeffizienz
Die Integration von digitalen Zutrittslösungen hat positive Auswirkungen auf die Energieeffizienz des jeweiligen Gebäudes. Grund hierfür ist, dass sich der Energieverbrauch im Rahmen von intelligenten Steuerungssystemen deutlich reduzieren lässt. Die digitale Zutrittslösung registriert keinen Zugang zur Wohnung und kommuniziert dies mit der Heizung, sodass die Wohnung in Abwesenheit nicht beheizt wird. Auch das Licht wird erst eingeschaltet, wenn der jeweilige Raum innerhalb der Wohnung tatsächlich betreten wird. Bei nicht genutzten Räumen wird das Licht automatisch ausgeschaltet, was den Energieverbrauch entsprechend reduziert. Wenn vergessen wird, dass die Heizung noch in einem Raum läuft oder das Licht nicht ausgeschaltet wurde, hat dies in einem automatisierten System keine negativen Auswirkungen mehr auf den Energieverbrauch. Effiziente Gebäude werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert. Eine hohe Energieeffizienz senkt somit nicht nur die langfristigen Kosten.
Smart-Home-Anbindungen
Digitale Zutrittslösungen lassen sich gemeinsam mit Smart-Home-Anbindungen nutzen. Wird das elektronische Zugangssystem in ein Smart-Home-System integriert, werden neben der Öffnung der Tür bei Bedarf weitere Aktionen innerhalb der Wohnung ausgeführt. Ein Beispiel hierfür ist das automatische Einschalten des Lichts im Flur der Wohnung. Zudem wird im Winter automatisch die Heizung hochgefahren, damit es schnell ausreichend warm in der Wohnung ist. Auch das Alarmsystem lässt sich automatisch deaktivieren, wenn eine autorisierte Person die Tür öffnet.