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News vom 05.08.2025

Das Handwerk in der Krise: Warum selbst Top-Betriebe Schwierigkeiten bei der Bewerbersuche haben

Im Handwerk zeichnet sich eine beunruhigende Entwicklung ab. Zwar ist die Auftragslage gut und digitale Tools haben den Einzug in viele Betriebe gefunden, dennoch verzweifeln zahlreiche Unternehmen bei der Mitarbeitersuche. Der Fachkräftemangel scheint in der Branche allgegenwärtig und trifft kleine Betriebe genauso wie Top-Unternehmen.

Herr Bendl<br />Bild: BM Digital GmbH
Herr Bendl
Bild: BM Digital GmbH

Doch nicht immer liegt die Ursache in den Arbeitskonditionen, die die Handwerksunternehmen potenziellen Mitarbeitern anbieten. Stattdessen spielen die Recruiting-Methoden eine zunehmend relevante Rolle. Warum auf klassische Personalgewinnungsstrategien kaummehr jemand reagiert, weshalb Sichtbarkeit und Reaktionszeit entscheidend sind und mit welchen Maßnahmen neue Mitarbeiter auf Betriebe aufmerksam werden, wird im folgenden Beitrag behandelt.

Ursachen für den Bewerbermangel im Handwerk

Es gibt mehrere Gründe, warum viele Handwerksbetriebe trotz guter Bezahlung keine Mitarbeiter finden. Einer davon ist die antiquierte Haltung, dass Interessenten von selbst auf den Betrieb aufmerksam werden. Früher mag das zutreffend gewesen sein, heute allerdings warten Fachkräfte darauf, gefunden zu werden. Das bedeutet, Handwerksunternehmen müssen an ihrer Sichtbarkeit arbeiten. Damit eng verbunden ist die mediale Präsenz in den Sozialen Medien. Wer junge Talente ansprechen möchte, braucht einen Auftritt bei TikTok, Instagram und YouTube.

Ein weiterer Aspekt ist die fehlende emotionale Ansprache. Nachwuchskräfte müssen davon überzeugt werden, warum sie ausgerechnet für diesen Arbeitgeber tätig werden sollen. Mit Standard-Versprechungen wie "gutes Gehalt" funktioniert das allerdings nicht. Stattdessen muss eine überzeugende Arbeitgebermarke aufgebaut werden, mit der die individuellen Stärken des Betriebs deutlich kommuniziert werden. Nicht zuletzt scheitern einige Unternehmen bei der Personalgewinnung, weil sie sich zu viel Zeit bei der Reaktion auf Bewerbungen lassen. Wenn eine Antwort jedoch erst nach Wochen erfolgt, ist der Bewerber meist längst weitergezogen.

Umdenken bei der Mitarbeitersuche

Mitarbeiter-Recruiting hat sich deutlich verändert. Heute müssen Azubis und Fachkräfte wie Kunden angesprochen werden, um sie vom eigenen Betrieb zu überzeugen. Dabei gelten ähnliche Grundsätze wie im Marketing: Vertrauen aufbauen, Präsenz zeigen, begeistern. Hinzu kommt, dass Digitalisierung mittlerweile die Funktion eines Bewerbungsfilters einnimmt. Dabei gilt: Je umständlicher die Bewerbung erfolgen soll – beispielsweise in Papierform –, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Bewerber abspringt. Langfristig lässt sich das Recruiting-Problem nur mit einem strategischen Ansatz beheben, der mehrere Maßnahmen umfassen muss.

Erfolgversprechende Maßnahmen bei der Personalgewinnung

Eine dieser Maßnahmen ist der Aufbau einer emotional aufgeladenen Arbeitgebermarke. Das bedeutet, die Alleinstellungsmerkmale eines Betriebs müssen gefunden und sichtbar gemacht werden. Veraltete Stellenanzeigen können sich Arbeitgeber sparen; stattdessen sollten sie auf Social Recruiting setzen, also das direkte Ansprechen der Zielgruppe auf TikTok, Instagram, Facebook und YouTube.

Auch der Bewerbungsprozess selbst entscheidet über dessen Erfolg. Vielversprechend sind Möglichkeiten einer mobilen Bewerbung per Smartphone. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Handwerksbetriebe auf Lebensläufe und andere Dokumente verzichten sollten; stattdessen sollten sie Kurzformulare auf ihrer Webseite integrieren. Und auch die Reaktionsgeschwindigkeit bei eingehenden Bewerbungen entscheidet darüber, ob ein Interessent am Ball bleibt. Die maximale Reaktionszeit sollte dabei 24 Stunden nicht überschreiten; noch besser sind allerdings kürzere Rückmeldungszeiten.

Insgesamt wollen Bewerber zunehmend wie Kunden behandelt werden. Das bedeutet, sie ziehen Wertschätzung und persönliche Entwicklungschancen einem guten Gehalt und Titeln vor.

Über Michael Bendl:

Michael Bendl ist Geschäftsführer der BM Digital GmbH und unterstützt Handwerksbetriebe im Social-Recruiting. Er entwickelt digitale Strategien, um die Sichtbarkeit seiner Kunden zu erhöhen und passende Fachkräfte zu gewinnen. Dabei setzt er auf Werbekampagnen, Social-Media-Marketing und den gezielten Einsatz von Videobeiträgen. Mehr Informationen unter: https://www.bewerber-magnet.de/

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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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