In einer bereits überhitzten Küche werden das Kochen und Backen zu einer Herausforderung – insbesondere in den Sommermonaten. Abhilfe schafft eine effektive Kühlung, die sowohl das Wohlbefinden steigert als auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl, um die Küche zu klimatisieren.
Bild: HTD Welche Variante wann vorteilhaft ist, schauen wir uns in diesem Artikel genauer an.
Diese Optionen gibt es für eine „coole“ Küche
Die Küche gehört zu den Räumen, in denen die Deutschen die meiste Zeit verbringen. Denn laut der Deutschen Küchenstudie 2024 stehen über 80 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal täglich am Herd.
Allerdings kann die Essenszubereitung zur Tortur werden, wenn sich die Hitze im Zimmer staut. Bei der Planung der Traumküche liegt das Augenmerk daher auf einer effizienten Klimatisierung. Wer eine Klimaanlage in die Küche integrieren möchte, wählt zwischen mehreren Varianten:
Split-Klimaanlagen
Zu den Klassikern gehören die Split-Geräte, die aus einem Außengerät und mindestens einem Innengerät bestehen. Sie eignen sich für Zimmer, in denen eine konstante Temperaturregelung gefragt ist. Geeignet sind sie etwa in einer nach Süden ausgerichteten Küche, in der es ohne Klimatisierung schnell zum Wärmestau kommt.
Split-Geräte kühlen Räume effizient und leise auf eine angenehme Temperatur herunter. Dabei unterscheiden sich drei Alternativen:
- Deckengeräte: für große Küchen mit wenig Wandplatz geeignete Varianten, die an der Zimmerdecke montiert werden
- Wandgeräte: für jede Raumgröße geeignete Modelle mit Wandmontage
- Truhengeräte: für große Küchen gedacht, die über den Fußboden gekühlt werden sollen
Decken- und Wandgeräte sind im Vergleich zum Truhengerät platzsparend. Bei der Planung von Küche und Klimatisierung sollten sie so positioniert werden, dass sie leicht zugänglich sind. Das erleichtert die regelmäßige Reinigung und Wartung.
Monoblock-Klimaanlagen
Monoblock-Geräte bestehen aus einer einzigen Inneneinheit mit integriertem Luftkühler. Die Modelle verzichten auf ein außen sichtbares Element und sind daher leichter in die Küche zu integrieren.
Allerdings benötigt das kompakte Innengerät viel Raum, sodass es sich nur für große Küche eignet.
Bei Monoblock-Klimaanlagen stehen mehrere Ausführungen zur Wahl:
- Mobile Klimaanlagen: Die mit Rollen ausgestatteten Klimageräte sind flexibel, aufgrund der geringen Leistung jedoch nur für kleine Zimmer nutzbar.
- Festinstallierte Wandklimaanlagen: Die fest an der Wand installierten Klimageräte bieten im Vergleich zur mobilen Variante eine höhere Energieeffizienzklasse.
- Monoblock-Fensterklimaanlagen: Die im Vergleich zu klassischen Monoblock-Klimaanlagen kleineren Geräte werden direkt in ein Fenster eingebaut. Sie eignen sich für kleine Küchen.
- Reversible Monoblock-Klimaanlagen: Die Geräte eignen sich sowohl zum Kühlen als auch zum Heizen. Ihre Funktionsweise beruht auf dem Wärmepumpen-Prinzip.
Monoblock-Klimaanlagen sind in der Anschaffung meist günstiger als Split-Geräte. Allerdings verbrauchen sie tendenziell mehr Energie bei geringerer Leistung. Auch die Lautstärke während des Betriebs kann störend sein.
Tipps für die Installation einer Klimaanlage in der Küche
Klimaanlagen erleben aufgrund zunehmender Hitze in Europa seit 2023 einen Boom. Welche Variante für die eigene Traumküche infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Raumgröße und Deckenhöhe.
Auch die Größe und Ausrichtung der Fenster kann auf die Gerätewahl Einfluss nehmen. Gleiches gilt für eine eventuelle Isolierung der Außenwände.
Neben der Wahl der Klimaanlage spielt deren Position in der Küche eine maßgebliche Rolle. Bei einem Split-Gerät sollten Decken- oder Wandinnengerät nicht direkt über dem Herd oder einer anderen Wärmequelle installiert werden. Eine ungünstige Platzierung kann die Effizienz der Klimaanlage beeinträchtigen und ihren Energieverbrauch erhöhen.