Jeder kennt es: Man betritt das Büro und die stickige Luft raubt einem fast den Atem! Das ist leider nicht nur in Großraumbüros so, sondern auch im kleinen Homeoffice. Besonders an heißen Tagen kann ein stickiges Raumklima zum Feind der Motivation werden – wer möchte schon in einem Raum arbeiten, in dem man kaum atmen kann?
Bild: HTD Dabei ist ein perfektes Raumklima kein Hexenwerk. Vielmehr ist es eine Mischung aus Temperatur, Luftqualität, Gestaltung und kleinen Alltagsritualen. Ich nehme Sie mit auf eine kleine Reise zu Ihrem Wohlfühl-Arbeitsplatz.
Inspiration für frische Gedanken
Der einfachste Tipp ist wohl das Lüften – bedauerlicherweise scheitert es häufig aber schon daran. Einige Personen lüften nämlich einfach falsch! Damit Sie auch hinter Ihrem Schreibtisch ordentlich Sauerstoff tanken können, sollten Sie stoßlüften. Idealerweise drei- bis fünfmal am Tag für 10 Minuten. Das vertreibt CO₂-Schadstoffe stickige Atmosphäre und lässt frische Luft und Sauerstoff hineinströmen.
Sie werden sehen: Die frische Luft sorgt für Wunder. Sie erhalten durch den zusätzlichen Sauerstoff mehr Energie, was gleichzeitig auch die Konzentration steigert. Durch den zusätzlichen Sauerstoff fühlen Sie sich frischer und wacher.
Die unsichtbaren Wohlfühl-Faktoren
Warme, trockene Luft trocknet Haut und Schleimhäute – unangenehm. Zu feuchte Luft beschwert. Die Goldmedaille liegt bei 40–60 % Luftfeuchtigkeit. Ein Hygrometer zeigt Ihnen, ob Sie balancieren – und bei Bedarf bringt ein Luftbefeuchter (oder im Sommer ein Entfeuchter) die Harmonie zurück.
Auch die Temperatur zählt: Tagsüber sollten es etwa 20–22 °C sein, sodass Sie weder zitternd noch schwitzend im Bürostuhl sitzend den Stift loslassen.
Natur, die mitatmet
Zimmerpflanzen sind kleine grüne Helden: Sie binden Schadstoffe, schenken Sauerstoff und geben ein Gefühl von Leben. Besonders pflegeleichte und feuchtigkeitsspendende Pflanzen wie Areca-Palmen oder Ficus benjamini können auch an heißen Tagen ein natürliches Kühlklima zaubern.
Diese 7 Zimmerpflanzen sorgen für ein angenehmes Raumklima:
- Aloe vera
- Schwiegermutterzunge
- Grünlilie
- Areca-Palmen
- Drachenbaum
- Goldfruchtpalme
- Ficus benjamini
Wärmequellen, die wirken
Heizkörper, die von Vorhängen verdeckt oder verstaubt sind, verlieren an Power. Halten Sie sie frei, reinigen Sie sie regelmäßig. Zusätzlich sorgt reflektierende Dämmfolie hinter dem Heizkörper dafür, dass Wärme dorthin strahlt, wo sie gebraucht wird.
Im Sommer dagegen werden Tablets, Bildschirme und Ladegeräte zu kleinen Wärmequellen. Für Sie gilt deshalb: Schalten Sie alle Geräte, die Sie nicht benötigen, aus. Gönnen Sie Ihrem Equipment und Ihrem Raum einfach mal eine kleine Abkühlpause.
Ihr Raum, Ihr Wohlgefühl
Auch das Auge arbeitet mit: Ein aufgeräumter Schreibtisch, warme Farben, klare Linien – das wirkt wie ein sanfter Impuls: „Hier darf gute Arbeit wachsen.“ Ein reduzierter, angenehmer Arbeitsplatz steigert die Ruhe im Kopf.
Denken Sie auch an passende Beleuchtung, Tageslicht und bewusste Farbwahl. Grün- oder Blautöne wirken beruhigend, Gelb- und Orangetöne aktivierend – wählen Sie nach Ihrer Stimmungslage. Glatte Übergänge zwischen Arbeit und Privatem – etwa durch eine leichte Abgrenzung (Regal, halbhohe Wand) – helfen Ihnen, fokussiert zu bleiben und innerlich zu landen.
Mit diesen fünf Tipps entsteht kein steriler Büroplatz – sondern ein atmender Raum, der mit Ihnen arbeitet.