1. Modern-minimalistisch: der Badboden aus Beton
Rund 180 Stunden pro Jahr verbringt jeder Bundesbürger durchschnittlich im Badezimmer. Das entspricht etwas mehr als einer ganzen Woche.
Besonders angenehm wird die Zeit im Bad, wenn dessen Gestaltung zu den individuellen Bedürfnissen passt. Nicht nur aus praktischer Sicht.
Wer statt Fliesen einen modern-minimalistischen Bodenbelag bevorzugt, entscheidet sich daher für einen Betonboden. Seine kühle Optik setzt im Badezimmer markante Akzente. Dadurch ist Beton vor allem in Designbädern mit Industrial-Touch gern gesehen.
Besonders in kleineren Bädern ist ein fugenloser Betonboden eine gute Wahl. Schließlich lässt er den Raum optisch größer erscheinen.
Tipp: Ein Betonboden im Badezimmer muss nicht zwingend einheitsgrau sein. Er lässt sich alternativ farbig anstreichen. Eine zusätzliche Wachs- oder Polymerschicht verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt. Gleichzeitig verleiht sie dem Bodenbelag einen eleganten Glanz.
2. Stilvoll: das wasserfeste Parkett
Klassisches Parkett im Badezimmer ist für die meisten ein No-Go. Schließlich kann es durch die Feuchtigkeit aufquellen.
Anders sieht es jedoch aus, wenn man sich für wasserfestes Parkett entscheidet. Der Bodenbelag zeichnet sich durch hydrophobe Trägerplatten, ein dicht schließendes Klicksystem sowie eine zuverlässige Versiegelung aus. Dadurch hält er sowohl Spritzfeuchtigkeit als auch Nässe stand.
Wasserfestes Parkett verleiht dem Badezimmer durch seine natürliche Holzoptik eine warme und einladende Atmosphäre. Da es in unterschiedlichen Farben zur Auswahl steht, passt es zu zahlreichen Badezimmerstilen.
3. Unkompliziert: Vinyl als Bodenbelag
Wer sein Badezimmer saniert und die alten Bodenfliesen nicht entfernen möchte, kann darüber problemlos einen Vinylboden verlegen. Das funktioniert einerseits durch die geringe Materialstärke des Bodenbelags. Andererseits trumpft Vinyl mit einer besonders einfachen Verlegeart auf.
Hinsichtlich der Optik überzeugen Vinylböden mit ihrem Facettenreichtum. Über die Trägerschicht können Holz, Beton oder andere Werkstoffe täuschend echt nachgebildet werden.
Neben der Designvielfalt ist Vinyl aufgrund der einfachen Pflege und der Langlebigkeit empfehlenswert. Sowohl Feuchtigkeit oder Nässe als auch Stöße hinterlassen keine bleibenden Schäden.
Tipp: Kommt es dennoch einmal zu einem Kratzer in einem Vinylboden, lässt dieser sich ohne großen Aufwand ausbessern. Dadurch eignet sich der Bodenbelag vor allem für Haushalte mit Kindern und Tieren.
4. Klassisch-elegant: Laminat als Badezimmerboden
Klassischerweise besteht Laminat aus einer Trägerplatte, der Dekorfolie sowie einem Overlay aus Melaminharz. Zwar eignet es sich etwa im Wohnzimmer als langlebiger Bodenbelag. Im Badezimmer kann es der Feuchtigkeit – etwa vom Duschen – jedoch nicht standhalten.
Es sei denn, man entscheidet sich direkt für das sogenannte Feuchtraumlaminat.
Dieses besitzt nicht nur eine imprägnierte Trägerplatte. Auch eine zusätzliche Kantenimprägnierung verhindert, dass Nässe eindringt. Dadurch sinkt das Risiko, dass das Laminat im Laufe der Zeit aufquillt.
Tipp: Damit keine Feuchtigkeit unter den Bodenbelag dringt, dürfen sich beim Verlegen des Feuchtraumlaminats keine Fugen bilden. Um die Zwischenstellen abzudichten, kommt vorzugsweise wasserfester Leim zum Einsatz. Zudem empfiehlt es sich, den Laminatboden zu versiegeln – am besten mit einem wasserfesten Überzug wie Kunstharz.
5. Nachhaltig: der Badezimmerboden aus Kork
Für alle, die einen modernen, pflegeleichten und natürlich aussehenden Bodenbelag im Bad suchen, kommt Kork infrage. Vorzugsweise Klebekork, denn dieser lässt sich fugenlos verlegen. Dadurch kann keine Nässe unter die Korkschicht gelangen.
Kork im Badezimmer sieht nicht nur stylish aus. Er ist staub- und schmutzabweisend und bietet zudem eine hohe Trittschalldämmung.
Zugleich wirkt das Naturmaterial aus der Rinde der Korkeiche antibakteriell. Dadurch lässt sich Erregern wie Pilzen im Bad zuverlässig vorbeugen.
6. Luxuriös-langlebig: Steinböden im Badezimmer
Insbesondere für große Badezimmer empfiehlt sich ein ebenso moderner wie eleganter Natursteinboden. Schiefer, Granit oder Marmor verleihen dem Raum ein besonders luxuriöses Ambiente.
Um sowohl der Feuchtigkeit als auch den Temperaturschwankungen im Bad standzuhalten, ist ein offenporiger Natursteinboden gefragt. Er sieht nicht nur gut aus. Gleichzeitig ist er robust, abrieb- und kratzfest.
Tipp: Naturstein kann sich unter den Füßen schnell rutschig anfühlen. Insbesondere dann, wenn sich ein feuchter Film darauf befindet. Um die Verletzungsgefahr im Badezimmer zu minimieren, empfiehlt sich eine aufgeraute, getrommelte oder gebürstete Oberfläche des Bodenbelags.
7. Ausgefallen: elastischer Kautschuk
Sucht man nach einem extravaganten und doch nachhaltigen Badezimmerboden, fällt Naturkautschuk schnell in die engere Auswahl.
Das Material ist langlebig und besonders umweltverträglich. Neben seiner hohen Widerstandskraft bietet es ebenso wie Kork eine angenehme Schalldämmung. Zudem fühlt sich ein Boden aus Kautschuk auch unter nackten Füßen warm an.
Da er bakterien- und schmutzabweisend ist, gehört er zu den besonders pflegeleichten Alternativen zu Fliesen.
8. Praktisch: der Badboden aus Linoleum
Auch Linoleum zählt zu den Naturprodukten, die den Boden im Badezimmer verschönern können. Es besteht aus Holz- und Korkmehl, Leinöl, Kalk und Naturharz. Allein aufgrund dieser Mischung hemmt es im Bad die Verbreitung von Pilzen und Bakterien. Dadurch ist ein Linoleumboden besonders hygienisch.
Ebenso überzeugt er durch seine Langlebigkeit. Das Material ist selbst bei stärkerer Belastung strapazierfähig. Ebenso wie Kautschuk oder Kork zeichnet es sich durch einen angenehm weichen Auftritt aus. Zudem ist es fußwarm.
Tipp: Linoleum kann empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren. Um das zu verhindern, sollte es im Badezimmer vollflächig verlegt und gut verfugt werden. Wichtig ist, dass kein Wasser unter den Bodenbelag sickern kann. Denn bereits eine geringe Menge kann dazu führen, dass sich unter dem Linoleum Schimmel bildet.