Für den Brandschutz eines Gebäudes sind sie ein wesentlicher Sicherheitsfaktor: die Brandschutzklappen. Die in Lüftungsleitungen eingebauten Bauteile übernehmen eine wichtige Aufgabe. Im Falle eines Brandes können sie die Abschnitte innerhalb eines Hauses gegeneinander abgrenzen. So wird verhindert, dass sich das Feuer sowie der daraus resultierende Rauch über die durch Wände und Decken verlaufenden Leitungen ausbreiten.
Ein kurzer Überblick über die Funktionsweise von Brandschutzklappen
Für die kontrollierte Wohnraumlüftung sowie den Schutz vor Feuchtigkeit sind Lüftungsleitungen in Wohn- und Geschäftsgebäuden essenziell. Allerdings bergen sie auch ein hohes Risiko.
Bricht innerhalb des Hauses ein Feuer aus, kann sich der Rauch über die Leitungen von Raum zu Raum ausbreiten. Auch der Brand an sich kann über die Lüftung in weitere Zimmer und Etagen gelangen.
Damit das nicht geschieht, werden Lüftungsleitungen mit sogenannten Brandschutzklappen ausgestattet. Im Normalbetrieb bleiben diese geöffnet, sodass die Luft ungehindert hindurchströmen kann. Kommt es zu einem Brand, werden sie geschlossen.
Um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zuverlässig verhindern zu können, müssen diese Bauteile stets reibungslos funktionieren. Eine regelmäßige Wartung ist daher unerlässlich. Diese Aufgabe übernehmen Anbieter wie die Fischer Industrieservice GmbH.
Welche Arten von Brandschutzklappen unterscheiden sich?
Bei Brandschutzklappen unterscheiden sich bautechnisch zwei Varianten. Die mechanischen Modelle funktionieren mit einem sogenannten Schmelzlot. Das Sicherheitsbauteil aus einer Metalllegierung schmilzt bei einer Temperatur von etwa 72 Grad Celsius. Sobald das geschieht, schließt die Brandschutzklappe federbetrieben.
Daneben gibt es die motorisch betriebenen Modelle. Sie sind mit einem Thermofühler ausgestattet oder werden über ein elektrisches Signal aus der Gebäudeleittechnik aktiviert. Als Alternative zu den motorisierten Brandschutzklappen kommen Varianten mit Halte- und Impulsmagneten sowie pneumatisch betätigte Versionen infrage.
Wichtig: Brandschutzklappen sind nach der europäisch harmonisierten Norm EN 15650 zu zertifizieren.
Drei Anwendungsbeispiele für Brandschutzklappen
Um die Funktion einer Brandschutzklappe besser nachvollziehen zu können, lohnt sich ein Blick in die Praxis. Drei klassische Anwendungsbeispiele des Sicherheitsbauteils offenbaren, warum es für den Brandschutz eine so große Bedeutung erhält.
Brandschutzklappen in der Kindertagesstätte
In Kindergärten kommen meist kleine Lüftungsanlagen zum Einsatz. Kommt es in der Kindergartenküche zu einem Brand, könnte dieser sich über die Leitungen schnell im gesamten Gebäude ausbreiten.
Das verhindern etwa elektrisch angetriebene Brandschutzklappen. Ausgestattet mit einer Kleinsteuerung, werden sie im Fall eines Feuers automatisch aktiviert.
Sinnvoll sind Modelle, die mit einem übergeordneten Sicherheitssystem verbunden sind. Sie sparen einerseits den Planungsaufwand und können andererseits die Kosten für die Inbetriebnahme verringern.
Brandschutzklappen im Supermarkt
Auch in Supermärkten besteht jederzeit die Gefahr, dass ein Brand ausbricht. Etwa in den Mitarbeiter- und Kellerräumen. Breitet er sich bis zum Kundenbereich aus, kann es zu gravierenden Sach- und Personenschäden kommen.
Damit das nicht geschieht, sind komplexe Brandschutz- und Entrauchungssysteme gefragt. Nutzt der Supermarkt zur Klimatisierung ein RLT-Gerät, kann dieses mit einer kompakten Kleinsteuerung ausgestattet werden. Im Brandfall kann diese die Brandschutzklappen in den Lüftungsleitungen ansteuern.
Eine zusätzliche Entrauchungssteuerung steuert etwa die Funktionen für maschinell zu entrauchende Kellerräume. Hauptsächlich kommt sie für kleine Objekte infrage, die eine oder mehrere Entrauchungszonen besitzen. Bei Bedarf kann auch ein Entrauchungsventilator direkt über das integrierte Leistungsteil angeschlossen werden.
Brandschutzklappen in der Tiefgarage
Insbesondere in Tiefgaragen sind Lüftungssysteme für die angenehme Nutzung entscheidend. Hier können sowohl die Bauweise als auch die Konzentration von Abgasen in der Luft im Brandfall beschleunigend wirken. Die Leitungen müssen im Ernstfall daher schnell verschließbar sein, um rauchfreie Zonen zu schaffen. Neben Brandschutzklappen können dabei sogenannte Jet-Ventilationssysteme helfen.