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News vom 01.10.2003

Thema Trinkwasserhygiene: Keime in der Klemme


Der brandenburger Hersteller Aqua Butzke bekämpft erfolgreich gefährliche Bakterien im Trinkwasser.

Man kann sie weder riechen noch schmecken, und fürs bloße Auge bleibt sie unsichtbar. Trotzdem zieht die "Legionella pneumophila" regelmäßig die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich: Immer wieder erkranken Menschen an der von ihr verursachten Legionärskrankheit. Die Erreger fühlen sich besonders im warmen, stehenden Wasser von Leitungssystemen wohl. Über das Einatmen von Aerosolen (Wassernebeln) gelangen die gefährlichen Bakterien in die Lunge: Negative Folge einer Infektion ist eine schwere Lungenentzündung. Unbehandelt führt die Krankheit in bis zu 20 Prozent der Fälle zum Tod. Stark gefährdet sind ältere und immungeschwächte Personen. Jährlich werden in der Bundesrepublik immerhin 10.000 Erkrankungen registriert, wobei die Dunkelziffer nicht erkannter Legionellen-Infektionen nach Meinung von Experten wahrscheinlich höher liegt.

Als Sanitärspezialist für den öffentlich-gewerblichen Bereich weiß AQUA Butzke aus langjähriger Erfahrung, dass besonders Trinkwasserinstallationssysteme größerer Gebäudekomplexe durch Kontaminationen gefährdet sind. Die oftmals weit verzweigten Leitungssysteme von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Sport- und Freizeitanlagen bieten Mikroorganismen ideale Lebensbedingungen. Bakterien, Pilze, Viren und Protozoen können dort zu Biofilmen aufwachsen. Verantwortlich für die einwandfreie Trinkwasserqualität innerhalb der Gebäude sind laut Trinkwasserverordnung (TVO) die jeweiligen Betreiber der Anlagen. Die TVO definiert eindeutig nur solches Wasser als Trinkwasser, "das frei von Krankheitserregern ist". Verstöße gegen diese Verordnung werden strafrechtlich geahndet.

Zum Schutz vor unerwünschten Mitbewohnern seien vor allem keimfrei ausgeführte Installationsarbeiten, eine sorgfältige Wahl der Konstruktionswerkstoffe sowie eine Grunddesinfektion des Leitungssystems vor Inbetriebnahme erforderlich, so Prof. Dr. Dieter Kreysig, wissenschaftlicher Berater des Ludwigsfelder Unternehmens AQUA Butzke GmbH. Um aber das Gefährdungspotential durch pathogene (krankmachende) Mikroorganismen wie beispielsweise Legionellen innerhalb gebäudeinterner Trinkwasser-Installationen generell auszuschließen, muss laut AQUA kontinuierlich desinfiziert werden.

Desinfizieren mit der Kraft des Lichts
Dazu entwickelte das seit mehr als 125 Jahren auf Sanitäreinrichtungen für größere Gebäudekomplexe spezialisierte Unternehmen eine Desinfektionsanlage, die - und das ist das Besondere - ohne Zusatz von Chemikalien arbeitet. Statt dessen nutzt sie ultraviolettes Licht, um auf die Lebensvorgänge innerhalb einzelner Zellen und/oder Mikroorganismen einzuwirken. Das im Grunde einfaches Prinzip des vom DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) zertifizierten AQUADES-Systems: Wasser, das durch das Leitungssystem fließt, wird für einen bestimmten Zeitraum einer gleichbleibend hohen UV-Bestrahlung von mindestens 400 J/m² mit der definierten Wellenlänge l=254nm ausgesetzt. Das führt bei allen Keimarten zur Zerstörung der Erbsubstanz: Sie werden vermehrungsunfähig und sterben nach kurzer Zeit ab.

Mit Elektroenergie gegen Biofilm
Äußerst effizient lässt sich das Trinkwasser mit einem elektrolytischen Desinfektionssystem mit Depotwirkung behandeln. Das AQUADES Elektrolysesystem eignet sich, so der Hersteller, speziell für Anlagen mit einem hohen Re-Verkeimungsrisiko und vernichtet wassergängige Mikroorganismen über die Schädigung ihrer Vitalfunktionen. Das Verfahren basiert auf der Erzeugung von desinfizierenden Wirkstoffen aus dem Wasser und seinen Inhaltsstoffen mit elektrischem Strom. Dabei entsteht als Hauptwirkstoff gegen die ungewünschten Infektionsherde unterchlorige Säure, die man aus dem natürlich im Wasser enthaltenen Chlorid generiert - selbstverständlich stets im Rahmen der von der TVO festgelegten Grenzwerte. Ökologisches Plus: Es werden auch bei diesem Verfahren keine Chemikalien zugesetzt. Zur Überwachung der Gesamtanlage erfolgt die permanente Messung und Speicherung aller systemrelevanten Werte.

Studie belegte Wirksamkeit des Verfahrens
Eine vom Hygiene-Institut der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden, im Auftrag von AQUA Butzke bereits im Jahr 2000 durchgeführte Studie beweist die hohe Wirksamkeit des AQUADES-Verfahrens zur elektrolytischen Trinkwasserdesinfektion. Das hessische Experten-Team untersuchte erstmals systematisch den Einfluss elektrolytisch behandelten Wassers auf die Reduzierung vorhandener freischwimmender Keime sowie die Wirkung auf den durch die Mikroorganismen gebildeten Biofilm. Die Untersuchung konzentrierte sich auf die für den Menschen gefährlichen Keimarten Legionella pneumophila sowie Pseudomonas aeruginosa.

Das Verfahren sei als hochwirksam zu bewerten und der Einsatz zu empfehlen, lautet das Fazit der umfassenden wissenschaftlichen und statistisch abgesicherten Untersuchung. Mit diesen Ergebnissen werden die bereits mit AQUADES Elektrolyseanlagen gesammelten praktischen Erfahrungen bestätigt: Ihr Betrieb ermöglicht zuverlässig eine sofortige Desinfektionswirkung auf planktonische (freischwimmende) Keime sowie eine nachhaltige Wirkung auf deren Quelle: die Biofilme - bis zur Erzielung praktischer Legionellenfreiheit.

Stichwort Legionärskrankheit
Ihren Namen bekam die Krankheit, nachdem im Juli 1976 viele Teilnehmer eines Veteranentreffens der "American Legion" in Philadelphia erkrankten. 34 Menschen starben. Erst sechs Monate später wurde das verantwortliche Bakterium identifiziert und "Legionella pneumophila" genannt.

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