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News vom 10.04.2026

Drei Fragen an Florian Bublies, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW

Warum Gas- und Ölheizungen langfristig nicht die richtige Wahl sind

Aktuell beschäftigt das Thema Energie viele Verbraucher:innen. Steigende Heizöl- und Gaspreise aufgrund des aktuellen Nahostkonflikts, aber auch die Reform des sogenannten Heizungsgesetzes (Gebäude-Energie-Gesetz) und die Frage nach der richtigen Heiztechnolgie sorgen für finanzielle Sorgen und Unsicherheiten.

Florian Bublies, Fachreferent Heizungstechnik<br />Bilder: VZ NRW/adpic
Florian Bublies, Fachreferent Heizungstechnik
Bilder: VZ NRW/adpic

Fossile Heizsysteme wie Gas- und Ölheizungen geraten jetzt besonders in den Fokus. Möchte man langfristig Kosten sparen und unabhängig von fossilen Brennstoffen heizen, lohnt sich die Investion in zukunftsichere Alternativen wie eine Wärmepumpe. Florian Bublies, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, zeigt auf, mit welchen Fragen Verbraucher:innen aktuell die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW aufsuchen, was für die Wärmepumpe spricht und wie Verbraucher:innen langfristig Energie sparen und unabhängiger bei der Energieversorgung werden können.

Welche Fragen beschäftigen Verbraucher:innen aktuell, wenn sie die Energieberatung aufsuchen?

Die Beratung konzentriert sich derzeit sehr stark auf den Bereich Heizungstechnik, Energieträgerwahl und der sogenannten Wärmeverteilung. Denn ein effizientes Heizsystem endet nicht bei der Wärmeerzeugung, sondern bei der gleichmäßigen und verlustarmen Verteilung der Wärme im Gebäude. Das kürzlich veröffentlichte Eckpunktepapier zum neu geplanten Gebäude-Modernisierungs-Gesetz (GMG) sorgt aktuell dafür, dass beim Thema Heizungstechnik vermehrt Unsicherheiten bei Verbraucher:innen aufkommen. Beispielsweise begrüßen manche Ratsuchende, dass die sogenannte „65-Prozent-Regel“ nicht mehr gelten soll. Und sie daher keine Wärmepumpe mehr einbauen möchten. Die „65-Prozent-Regel“ fordert, dass jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Damit suggeriert das Eckpunktepapier einigen Verbraucher:innen, dass sich zukünftig der Einbau einer Gas- oder Ölheizung wieder lohnen würde und langfristig keine finanziellen Folgen hätte.

Was spricht für die Wärmepumpe und warum sind Gas- und Ölheizungen perspektivisch nicht die richtige Wahl?

Wenn das Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist, ist sie die erste Wahl. Denn sie macht unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Wie wichtig das ist, zeigen gerade die starken Energiepreisschwankungen im Zuge des Irankrieges. Ebenfalls sind langfristig weitere CO2-Preissteigerungen zu erwarten, die Öl und Gas verteuern werden. Und nicht zuletzt weist die Wärmepumpe eine wesentlich höhere Energieeffizienz im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen auf. Denn sie benötigt nur ein Drittel der Energie für dieselbe Menge erzeugter Wärme im Gebäude. Darum lohnt sich der Einbau einer Wärmepumpe auch schon bei moderaten Preisen für Gas oder Öl. Hat man ein geeignetes Haus für eine Wärmepumpe, baut aber stattdessen eine neue Gasheizung ein, entstehen ebenfalls hohe Anschaffungskosten, es gibt jedoch keine Förderung und zusätzlich steigen langfristig die Brennstoffkosten. Demgegenüber ist zu erwarten, dass der Strompreis für den Betrieb einer Wärmepumpe durch den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugung weniger stark steigen wird.

Was können Verbraucher: innen zusätzlich tun, um langfristig unabhängiger in der Energieversorgung zu werden und Energie zu sparen?

Wer eine funktionierende Gas- oder Ölheizung hat, kann noch abwarten und seine Heizung gegebenenfalls reparieren. Die Zeit bis zu einem erforderlichen Ersatz kann man aber nutzen und überprüfen, welche Maßnahmen am Haus bereits jetzt Einsparungen bringen. Also die Heizung regelmäßig warten zu lassen und die Heizkurve richtig einzustellen. Denn niedrige Vorlauftemperaturen führen zu niedrigen Energieverbräuchen. Mittelfristig bietet sich an, Heizkörpernischen zu schließen sowie Rollladenkästen und die oberster Geschossdecke zu dämmen. Langfristige und entsprechend kostenintensivere Maßnahmen wären die Dach- und Fassadendämmung und der Fensteraustausch. Jede Dämmmaßnahme reduziert den Energiebedarf des Gebäudes. Mit dem positiven Effekt, dass eine zukünftige Heizung kleiner ausfallen kann und grundsätzlich weniger Energie verbraucht. Und nicht zuletzt kann man den Haushaltsstromverbrauch reduzieren und unabhängiger vom Energieversorger werden, wenn man eine Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher installiert.

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Flicky77 schrieb: Hallo Haustechnik-Forum, ich hab den Schichtpufferspeicher STG SPS-2WT mit 800 l und möchte einen my-PV Heizstab nachrüsten. Kann mir jemand sage, ob ich dafür einen der beiden oberen Anschlüsse...
RayKrebs schrieb: Was dann natürlich schon die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt. Und wenn Du bei ca. 5° mit unter 30° auskommst, was willst Du mehr erreichen? Dann wirst Du doch kaum oberhalb 35° bei NAT landen? Bei...
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