Feuer und Wasser scheinen auf den ersten Blick nicht so recht zueinander zu passen. Daher scheuen viele Hausbesitzer vor dem Gedanken zurück, sich einen Ofen ins Badezimmer einbauen zu lassen – obwohl er ihnen eigentlich gefällt.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht auf ein prasselndes Kaminfeuer bei einem entspannten Schaumbad verzichten. Denn tatsächlich hat der Holzofen im Bad viele Vorteile.
Mit einem Ofen wird das Bad zur Wohlfühl-Oase
Die Zeiten, in denen das Badezimmer ein rein funktionaler Raum war, gehören längst der Vergangenheit an. Inzwischen ist es eine der wichtigsten Wohlfühl-Oasen in der gesamten Wohnung.
Daher verwundert es auch nicht, dass ein Bundesbürger im Schnitt etwa vier Jahre seines Lebens im Bad verbringt – rund zwei davon übrigens in der Badewanne.
Um den Wohlfühlfaktor in der einstigen Nasszelle zusätzlich zu steigern, achten die Deutschen auf eine ästhetische Raumgestaltung. Bereits eine 2019 veröffentlichte Umfrage zeigt: 59 Prozent der Teilnehmer brauchen für die Entspannung im Bad ein harmonisches Gesamtbild aus Farben, Design und Accessoires.
Zu den Elementen im Badezimmer, die dabei eine besonders behagliche Atmosphäre schaffen, zählt ein zum Rest des Zimmers passender Holzofen. Er kann als Herzstück des Raums die Blicke auf sich ziehen und dadurch das gesamte Bad optisch aufwerten.
Gleichzeitig erschafft ein funktionsfähiger Kamin neben der Badewanne oder gegenüber der Dusche ein warmes und einladendes Ambiente:
- Die Flammen im Kamin dienen als stimmungsvolle Lichtquelle.
- Das Knistern des Holzes taugt als akustische Untermalung beim Baden.
- Der Duft nach Holz ergänzt die Gemütlichkeit im Bad olfaktorisch.
Gleichzeitig kommt ein Holzofen im Bad als stilvolle und gleichzeitig nachhaltige Wärmequelle infrage. Er kann eine bereits bestehende Heizung ergänzen oder bei milden Temperaturen sogar komplett ersetzen.
Der praktische Nutzen eines Holzofens im Bad
Sicherlich sieht ein Kamin mit einem flackernden Feuer hinter der Frontscheibe schön aus. Allerdings ist er im Badezimmer weit mehr als ein optisches Highlight.
Er kann übermäßiger Feuchtigkeit entgegenwirken und dadurch das Risiko von Schimmel minimieren. Das gelingt allein aufgrund seiner Funktionsweise. Denn Holzöfen erzeugen Wärme, indem sie Holz in Form von Pellets oder Scheiten verbrennen. Dadurch wird der erwärmten Umgebungsluft automatisch Feuchtigkeit entzogen.
Indem die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer absinkt, lässt sich die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden – etwa Stockflecken oder Schimmelbildung an den Fenstern – langfristig eindämmen.
Ein weiterer Pluspunkt: Öfen speichern die Wärme langanhaltend und verteilen sie gleichmäßig im Raum. Dadurch können sie selbst in einem großen Badezimmer als alleinige Wärmequelle genutzt werden. Das wiederum spart einerseits Heizkosten und andererseits Ressourcen wie Heizgas.
Verursacht ein Holzofen im Bad denn keinen Schmutz?
Sauberkeit ist den Deutschen im Badezimmer besonders wichtig. Rund 36 Prozent von ihnen putzen daher laut einer repräsentativen GfK-Umfrage aus dem Jahr 2016 täglich die Toilette. Das gesamte Bad wird von den meisten Bundesbürgern im Schnitt einmal pro Woche auf Hochglanz gebracht.
Bei dieser Ordnungsliebe stellt sich für jene, die einen Holzofen im Bad ins Auge fassen, natürlich eine Frage: Handelt es sich dabei nicht um eine „Dreckschleuder“?.
Tatsächlich lässt sich beim Verbrennen von Holz nicht vermeiden, dass Ruß, Asche und Feinstaub entstehen. Allerdings sind moderne Kaminöfen kaum mehr mit den Modellen aus Großmutters Zeiten zu vergleichen. Dementsprechend ist nach der Benutzung keine dunkle Rußschicht im gesamten Badezimmer zu befürchten.
Lediglich beim Holznachlegen kann ein wenig Ruß aus dem Ofen austreten. Allerdings lässt dieser sich meist rückstandslos wieder entfernen.
Um generell das Risiko von Verschmutzungen durch einen Holzofen zu reduzieren, ist eine regelmäßige Reinigung der Brennkammer zu empfehlen – vorzugsweise einmal in der Woche.