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News vom 27.04.2026

Besitzer von Pelletheizungen sehr zufrieden mit ihrer Wahl

Beitrag von Holzenergie für Energiewende massiv unterschätzt

Die Fürsprache unter Besitzern von Pelletheizungen ist groß: Knapp neun von zehn Befragten sind mit ihrer Pelletheizung zufrieden und haben einen positiven Eindruck vom Heizen mit Holzpellets. Die Weiterempfehlungsrate ist mit sieben von zehn Befragten etwas geringer, aber ebenso deutlich.

Bild: DEPI
Bild: DEPI

Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Deutsche Pelletinstitut (DEPI). Bedenklich ist die Relevanz, die die breite Bevölkerung dem Heizen mit Holz zuschreibt. „Angesichts der derzeitigen Energiekrise mit hohen Preisen und unsicherer Versorgung ist es fast schon fahrlässig, dass die heimische Holzenergie so stark unterschätzt wird“, betont DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. „Immerhin stellt Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft mit über 60 Prozent einen Großteil der erneuerbaren Wärme in Deutschland.“

Besitzer von Pelletheizungen überzeugt

Laufende Kosten für Heizungsentscheidung relevant

Die Kosten sind für die Mehrheit der Befragten, die im eigenen Haus leben, der wesentliche Aspekt bei der Entscheidung für eine neue Heizung. Für ein gutes Drittel ist zentral, dass die Heizungsform eine zukunftsfähige Technologie ist. Hausbesitzern mit Pelletheizung sind Betriebs- und Wartungskosten sowie der Anteil Erneuerbarer Energien überdurchschnittlich wichtig. „Bei einem durchschnittlichen Preisvorteil von 25 Prozent zu Heizöl und 30 Prozent zu Erdgas zeigt sich, dass Pelletheizer in den letzten zehn Jahren finanziell sehr gut mit ihrer Entscheidung gefahren sind“, freut sich Martin Bentele vom DEPI.

Pelletfreunde bleiben Holzenergie treu

Die Wärmepumpe dominiert aktuell in den Köpfen derjenigen, die in einem eigenen Haus leben und über einen Heizungstausch nachdenken (53,8 %). Gas bleibt bei gut einem Viertel (28,6 %) noch die Gewohnheit. Heizen mit Holz als Ganzes kommt auf ein knappes Viertel Befürworter (24,7 %). Pelletzentralheizungen bilden mit 8 Prozent aktuell eine Nische.

Während die breite Masse noch unentschlossen ist, punkten Pellets im ländlichen Raum und insbesondere unter Besitzern von Pelletheizungen bereits deutlich: Wer aktuell mit Pellets heizt, bevorzugt auch in Zukunft Holzenergie. Knapp die Hälfte aller möglichen Mehrfachantworten beinhaltet Holzheizlösungen. Die Ölheizung liegt mit 0,2 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz, auch Gas oder Wasserstoff sehen Pelletheizer sehr kritisch. Ein Viertel möchte Solarthermie – wahrscheinlich zur Heizungsunterstützung.

Relevanz von Holzenergie massiv unterschätzt

Fast niemand kennt den massiven Beitrag von Holz zur Wärmewende von über 60 Prozent, nicht mal Besitzer von Pelletheizungen. Mehr als zwei Drittel der Befragten unterschätzen den Anteil massiv und damit auch die Potentiale für eine sozialverträgliche Wärmewende.

„Ohne Holzenergie wären Deutschlands Klimaziele im Gebäudesektor in noch weiterer Ferne als sie es eh schon sind“, weiß Branchenkenner Martin Bentele. „Mehr als 60 Prozent der Erneuerbaren Wärme – übrigens magere 17,8 Prozent am Gesamtwärmeverbrauch – stellt Holz. Das sagt die AGEE-Statt 9/25. Holzenergie vermeidet den teuren Import von Öl und Gas; allein Pelletheizungen sparen jedes Jahr mehr als 4,5 Mio. Tonnen CO2 ein und der in Deutschland vorhandene Rohstoff wird noch nicht einmal vollständig genutzt. Wenn dann noch Strafzahlungen an die EU in Milliardenhöhe für verfehlte Klimaziele anstehen, kann die Antwort der Politik eigentlich nur lauten, die Wärmewende mit allen verfügbaren Technologien voranzutreiben.“

Methodische Hinweise

Civey hat für das Deutsche Pelletinstitut vom 04.02. bis 02.03.2026 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren, 2.500 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer und 500 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit Pelletheizung befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 bis 10,4 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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