Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, startet die Heizperiode. Doch viele Heiz- und Kühlsysteme laufen zu Beginn der kalten Jahreszeit nicht mit voller Leistung oder verursachen unnötig hohe Energiekosten. Spirotech, ein führender Anbieter für Lösungen zur Systemwasserqualität, gibt fünf wertvolle Tipps, wie Anlagenbesitzer und Fachhandwerker ihre Systeme durch vorausschauende Wartung und effiziente Schlammabscheidung optimal auf den Herbst und Winter vorbereiten.
1. Kontrolle der Wasserqualität: Anzeichen von schwarzem Wasser erkennen
Das Systemwasser überträgt die Wärme innerhalb der gesamten HLK-Anlage. Wird beim Entlüften oder Ablassen festgestellt, dass das Wasser dunkel oder tiefschwarz verfärbt ist, besteht Handlungsbedarf. Schwarzes Wasser deutet meist auf Magnetit hin, ein feines, rostiges Sediment, das durch Korrosion im Inneren der Rohrleitungen entsteht. Der Schlamm lagert sich ab und kann hochempfindliche Systemkomponenten wie Hocheffizienzpumpen, Ventile und Wärmetauscher dauerhaft beschädigen. Eine frühzeitige Erkennung solcher Ablagerungen beugt teuren Ausfällen und Effizienzverlusten vor.
2. Mikropartikel und Magnetit gezielt abscheiden
Eine einfache Spülung reicht meist nicht aus, um feine Korrosionsrückstände nachhaltig aus dem System zu entfernen. Moderne Schlammabscheider setzen daher auf eine Kombination aus ausgeklügelter Strömungstechnik und magnetischer Trennung. Durch eine gezielte Strömungsberuhigung sinken selbst winzige Schmutzpartikel im Gehäuse des Abscheiders ab. Zusätzliche Magnete ziehen feine ferromagnetische Partikel zuverlässig aus dem Wasserstrom. Auf diese Weise wird die Anlage kontinuierlich im laufenden Betrieb gereinigt, ohne dass der Durchfluss behindert wird.
3. Strategische Platzierung im System wählen
Für eine maximale Schutzwirkung ist der richtige Einbauort des Abscheiders entscheidend. Fachleute empfehlen die Installation vorzugsweise in der Rücklaufleitung – direkt vor dem Eintritt des Wassers in die Heiz- oder Kühleinheit. Auf diese Weise werden Schmutz- und Rostpartikel abgefangen, bevor sie in empfindliche Bauteile wie den Wärmeerzeuger oder die Umwälzpumpe gelangen können. Dies verlängert die Lebensdauer der gesamten Anlage spürbar und reduziert das Risiko unerwarteter Wartungseinsätze.
4. Wärmepumpen besonders schützen
Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen reagieren besonders sensibel auf Verunreinigungen. Schlamm, Sand und Korrosionsprodukte können die filigranen Kanäle der Plattenwärmetauscher schnell verstopfen und die Sensorik beeinträchtigen. Speziell auf diese Anforderungen ausgelegte Schlammabscheider sichern Wärmepumpenanlagen ab dem ersten Betriebstag ab. Sie sorgen für einen störungsfreien Betrieb und stellen sicher, dass die hohe Effizienz der Wärmepumpe auch über viele Jahre hinweg erhalten bleibt.
5. Normen und Richtlinien zur Wasserqualität einhalten
Korrosion entsteht häufig dort, wo Luft im System vorhanden ist oder Abweichungen in der Wasserchemie vorliegen. Neben der Schlammabscheidung gehört daher die Entlüftung sowie die Kontrolle der Systemwasserqualität zum vollständigen Herbst-Check. Viele Hersteller knüpfen ihre Garantieleistungen an die Einhaltung relevanter Normen und Richtlinien wie VDI 2035 oder DIN EN 1717. Wichtige Kennwerte sind hierbei eine niedrige elektrische Leitfähigkeit (< 100 µS), ein korrekt eingestellter pH-Wert (meist zwischen 8,2 und 9,5) sowie eine angepasste Wasserhärte. Eine fachgerechte Aufbereitung des Füllwassers schützt die Anlage dauerhaft vor Kalk und Korrosion.
Sauberes Systemwasser spart Energie und sichert Investitionen
„Ein sauber gehaltenes Heizsystem benötigt spürbar weniger Energie, um die gewünschte Raumwärme zu erzeugen. Mit einem systematischen Check der Wasserqualität, dem Schutz vor Sauerstoffeintrag und dem Einsatz moderner Abscheidetechnik lässt sich die Heizperiode effizient und betriebssicher bestreiten“, erklärt Christian Görtz von Spirotech. „Strategisch betrachtet ist die Systemwasserpflege weit mehr als eine reine Wartungsmaßnahme: Sie sichert den Werterhalt moderner Anlagentechnik, schützt vor teuren Folgeschäden und ist ein essenzieller Baustein, um langfristige Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsziele in Gebäuden zu erreichen.“