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News vom 10.02.2004

Weniger Regulierung und mehr Flexibilität bei Löhnen und Arbeitzeit zur Beschäftigungssicherung


Vor Beginn der Tarifverhandlungen äußerte sich der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, ZDB-Vizepräsident Werner Kahl vor Berliner Journalisten zu den Forderungen und Positionen der Arbeitgeber:

"In der Tarifrunde 2004 kann es keinen Verteilungskampf geben. Unsere Mitgliedsbetriebe stehen in einem harten Wettbewerb und müssen sich gegenüber legaler und illegaler Niedriglohnkonkurrenz behaupten. Seit Jahren leben die Baubetriebe von der Substanz. Kostensteigerungen können nicht weitergegeben werden; die Baupreise liegen heute deutlich unter dem Niveau des Jahres 1995 (Rohbau: –7%, Straßenbau: –2%).

Nach einem unverantwortlichen Arbeitskampf vor zwei Jahren brauchen wir deshalb wieder einen Pakt der tarifpolitischen Vernunft. Dass die IG BAU auf eine Kündigung der Lohn- und Gehaltstarifverträge zunächst verzichtet und keine bezifferten Lohnforderungen erhoben hat, ist ein wichtiges Signal in einem schwierigen Umfeld. Dieser Beschluss der IG BAU verdient Respekt und Anerkennung. Ich bin froh, dass wir ohne Verhandlungsdruck und ohne drohenden Arbeitskampf in die Tarifrunde 2004 gehen können.

Wir begrüßen es, dass die Gewerkschaft eine "Tarifrunde für Beschäftigungssicherung" anstrebt. Wir stimmen mit der IG BAU auch darüber überein, dass wir zur Beschäftigungssicherung eine konzertierte Aktion zur Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit und zur Durchsetzung der Mindestlöhne brauchen.

Daneben brauchen wir eine neue Balance zwischen tariflichen Einheitslösungen und individuellen betrieblichen Regelungen, also: weniger Regulierung und mehr betriebliche Flexibilität bei Löhnen und Arbeitszeit.
Gerade bei der Entlohnung müssen wir den Betrieben mehr Spielraum lassen. Warum soll sich ein Arbeitnehmer nicht dafür entscheiden können, länger zu arbeiten, um seinen Arbeitsplatz zu erhalten? Kann man solche Entscheidungen überhaupt durch Tarifvertrag verbieten, wenn die Arbeitnehmer selbst die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes als das höchste Gut ansehen?

Die Möglichkeit einer Arbeitszeitverlängerung muss jedenfalls durch betriebliche Vereinbarung möglich sein. Ich sehe darin keine Kampfansage an die Gewerkschaft, sondern das ernsthafte Bemühen, die Arbeitszeitsouveränität der Arbeitnehmer zu erhöhen.

Gleichzeitig wollen wir die Motivation der Mitarbeiter durch ein neues Leistungslohnsystem erhöhen und auch hier die betrieblichen Gestaltungsspielräume erweitern.

Leistungsvorgaben für ein bestimmtes Bauvorhaben müssen nicht unbedingt ihre Grundlage in Akkordtarifverträgen haben, wie dies Jahrzehnte lang der Fall war. Leistungsvorgaben können auch betrieblich vereinbart werden, wenn es dafür betriebliche Erfahrungswerte oder objektiv gemessene Arbeitszeit-Richtwerte gibt.

Ohne zwingende, mit der Gewerkschaft ausgehandelte Akkord-Richtwerte wollen wir den Betrieben die Möglichkeit geben, projektbezogene Leistungslohnvereinbarungen zu treffen. Damit schaffen wir für die Arbeitnehmer neue Leistungsanreize und eine höhere Motivation, gleichzeitig für die Betriebe eine Verbesserung ihrer Kostensituation."

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fame schrieb: Danke dir, bin glaube ich langsam bekehrt und überzeugt :) Der Heizungsbauer macht gerade Alarm bei der Firma welche die HLB gemacht hat. Ihm war nicht bewusst dass diese unvollständig ist (sprich die...
metusalem28 schrieb: Hallo, es scheint der Fehler ist lokalisiert: es lag - wird sich jetzt zeigen - wohl an dem Kondensatablauf, der durch die Reinigung kpl. versandet war, und somit das Kondensat nicht ablaufen konnte. Nach...
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