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News vom 18.02.2004

Leistungsschau für das komplette Gebäude


Berlin im Blickpunkt der Bauwirtschaft - Vier Baumessen unter einem Dach.

Alle zwei Jahre rückt Berlin für fünf Tage in den Blickpunkt der Baubranche, die sich noch bis zum 21. Februar auf dem Berliner Messegelände unter dem Funkturm zur bautec 2004 - Internationale Messe für Bauen, Gebäudetechnik und Architektur - trifft. Mit einer Reihe von Innovationen und einem veränderten Profil setzt Berlins Baumesse neue Akzente. Die bautec 2004 will gleichzeitig dokumentieren, dass die deutsche Bau-wirtschaft nach jahrelanger Talfahrt wieder besseren Zeiten entgegen sehen kann.

Der "Branchentreff der Extraklasse" präsentiert sich in diesem Jahr in neuer Form und inhaltlich breit gefächert. Parallel zur umfassenden Produktschau mit den unterschied-lichsten Baustoffen und Bausystemen für Alt- und Neubau werden die im Verbund stattfindenden baurelevanten Messen SolarEnergy, Weltmesse für Erneuerbare Energien, Berlins neue Immobilien-Messe Immobilia Berlin 2004 und die Build IT Berlin, Fachmesse für Informations-Technologie und Kommunikation im Bauwesen, für zusätzliche Anziehungskraft sorgen. Die vier Baumessen unter einem Dach bedeuten nicht nur eine Premiere für den Messeplatz Berlin, sondern garantieren mit ihren insgesamt 956 Ausstellern aus 25 Ländern eine fachkompetente Information für Fachbesucher und alle am Bauen und Modernisieren interessierten Hausbesitzer und Wohnungseigentümer.

Den Anforderungen des Marktes und der Branche entsprechend setzt die bautec 2004 auf eine Gesamtdarstellung mit der Präsentation von Baustoffen, Bauteilen und Bausystemen sowie von Dienstleistungen und Innovationen der Gebäude-, Heizungs- und Energietechnik. Damit folgt die Messe Berlin der Erkenntnis, dass sich die Baustoff-messe früherer Zeiten den neuen Erfordernissen anpassen muss. Zur Senkung von Baukosten und zur Steigerung der Energieeffizienz werden künftig die Bauaufgaben gebündelt und die Gebäudehülle mit der Gebäudetechnik vernetzt.

Nach Ansicht vieler Experten und Wirtschaftsinstitute ist im laufenden Baujahr 2004 mit einer Belebung der Bauinvestitionen zu rechnen. Insbesondere in der Region Berlin-Brandenburg hat die Nachfrage im Wohnungsbau spürbar angezogen. So ist zum Beispiel im letzten Jahr die Zahl der Bauanträge für den Neubau um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002 gestiegen. Auch die deutsche Bauwirtschaft hofft auf eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur im Verlauf diesen Jahres.

Von der Finanzierung bis zum Passivhaus
Unter dem Motto "Bauen, Gebäudetechnik und Architektur" spricht die bautec 2004 alle Branchenpartner an: Die Bauindustrie ebenso wie Architekten und Bauplaner, den Baustoff-Fachhandel, die bauausführenden Gewerke und nicht zuletzt auch den interessierten Haus- und Wohnungseigentümer sowie die potentiellen Bauherren. Gegliedert ist die bautec 2004 nach den unterschiedlichen Segmenten der Branche: Ob Stahl, Aluminium, Holz, Bauchemie, Glas, ob Baustoffe für Dach, Wand oder Fassade, ob Fenster, Tore, Türen, ob Wintergärten oder Außenanlagen, ob Sicherheits- oder Heizungsanlagen, ob Produkte für den vorbeugenden Brandschutz oder Klimatechnik, ob Natursteine oder Keramik, ob Fertighäuser, Passivhaus oder Dienstleistungen der Bausparkassen - die bautec 2004 und ihre Partnermessen wollen beim Messepublikum mit ihrer umfassenden Produktschau und dem intensiven Beratungsangebot rund um das Haus die Lust aufs Bauen wecken.

80 Prozent träumen vom eigenen Heim
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden liegt in Deutschland nach wie vor bei rund 80 Prozent. Die tatsächliche Eigentumsquote fällt mit 42 Prozent im Bundesdurchschnitt im europäischen Vergleich allerdings recht bescheiden aus. Die von einigen Unter-nehmen der Baustoffindustrie, von Verbänden und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ins Leben gerufene Initiative "Bauen Sie jetzt!" appelliert an potenzielle Bauherren, die zur Zeit günstigen Rahmenbedingungen zum Erwerb einer Wohnimmobilie zu nutzen. Am Stand des Bundesbauministeriums in der Halle 21 kön-nen sich die Besucher auch über die Aktion "Initiative kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" und die bereit stehenden Fördermittel gezielt informieren.

"Bauen im Bestand" - ein zentrales Thema
Die Modernisierung des Bestandes ist für Architekten und Planer, für das bauaus-führende Handwerk und für den Baustoff-Fachhandel die Hauptaufgabe in den bevor-stehenden Jahren. Im Mittelpunkt der Wohnungsbaupolitik stehen dabei die energie-effiziente und umweltgerechte Wohnwertverbesserung sowie das Programm "Stadt-umbau Ost" in den neuen Bundesländern. Zwei Drittel aller deutschen Wohnungen - 24 Millionen von insgesamt 38,4 Mio. Wohneinheiten in Deutschland - gelten als sanierungswürdig. Gleichzeitig wird sich der Anteil der Modernisierung von Gebäuden im Vergleich zum Neubau weiter erhöhen. Nach Informationen des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung (BAKA) macht der Sanierungsanteil aller Bauinvestitionen in Deutschland mittlerweile rund 60 Prozent aus.

Die bautec 2004 stellt das Thema "Bauen im Bestand" in den Mittelpunkt und präsentiert mit dem "Marktplatz Altbau" in der Halle 20 ein komplettes Kompetenz-zentrum. Architekten und Experten für das "Bauen im Bestand" beraten die Messe-besucher in Fragen der Bautechnik, der Energieeinsparung, des Feuchteschutzes, Brand-schutzes, Schallschutzes, bei Problemen mit Dächern und Fassaden, beim Dachgeschoss- und Kellerausbau, im Trockenbau, der Fenstersanierung sowie in Fragen zur Heizung, zum Raumklima und Lüftung. Darüber hinaus erhalten Modernisierer am BAKA-Stand mit Hilfe der bundesweiten online-Förderdatenbank alle Informationen, wie und wo man die maximale Förderung bei der Sanierung erhalten kann.

Firmenneutrale Beratung
Neben der Präsentation zahlreicher Neuheiten, technischer Weiterentwicklungen und Systemlösungen der ausstellenden Industrie bietet die bautec 2004 an zahlreichen Messeständen der beteiligten Innungen der Ausbaugewerke, bei Verbänden und Institutionen firmenneutrale Beratung in allen Fragen des Bauens, handwerklichen Anschauungsunterricht und nicht zuletzt auch berufliche Nachwuchsförderung. Vertreten sind u. a. bauausführende Gewerke (Elektro, Glaser, Sanitär-Heizung-Klempner-Klima, Dachdecker, Schornsteinfeger, Steinmetze, Kaminbauer), der Verband Historische Baustoffe, die Gesellschaft für Rationelle Energieverwendung, der Holz-absatzfonds, die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, die Arbeitsgemeinschaft für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, die Fachgemeinschaft Bau, das Restaurierungszentrum Berlin sowie die Handwerkskammern Berlin und Potsdam.

EU-Osterweiterung im Fokus
Kontroverse Diskussionen über die Auswirkungen der Osterweiterung der Europäischen Union auf die Bauwirtschaft erwarten die Besucher beim "Europäischen Bau Congress Berlin", dem Highlight des fachlichen Begleitprogramms des bautec 2004, zu dem rund 3.000 Experten aus ganz Europa erwartet werden. Zu den herausragenden Veranstal-tungen zählen außerdem das "Planer-Forum" der Deutschen EnergieAgentur, das Symposium "Architektur- und Ingenieurleistungsexport" der Bundesarchitekten-kammer, "Städteumbau Ost" des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasser-wirtschaft, "Die Bauwirtschaft in Polen" des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, das "Trockenbau-Forum" der Bundesfachabteilung Akustik- und Trockenbau, das Symposium "Bauwerksabdichtung heute" der Bundesfachabteilung Bauwerks-abdichtung, "Kompetenz statt Kompromiss" der Kalksandsteinindustrie Ost, das "Passivhaus-Forum" des Passivhaus-Instituts, der "5. Deutsche Bauchemietag", das Symposium "Bauen mit Qualität" des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und "Leitbild Bauwirtschaft - Zukunftsinitiative Bau NRW" der Rationalisierungs-Gemeinschaft "Bauwesen".

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