
Das System Ölheizung geht gut gerüstet in die Zukunft. Die Öl-Brennwerttechnologie optimiert Nutzungsgrad und Energieausbeute, die neue Sorte "Heizöl EL schwefelarm" schont Umwelt und Klima. Und die zuverlässige Brennstoffversorgung wird auf lange Sicht gewährleistet, betont der Mineralölwirtschaftsverband (MWV). So haben die bestätigten Rohölreserven der Welt ein neues Rekordniveau erreicht. Sie stiegen im vergangenen Jahr nochmals um rund vier Prozent auf 171,7 Milliarden Tonnen. Sicher bestätigt heißt: Diese Ölvorkommen sind bereits durch Bohrungen belegt und können mit heutiger Technik wirtschaftlich abgebaut werden.

Damit stieg auch die Reichweite der bestätigten Rohöleserven auf rund 50 Jahre. Was jedoch keinesfalls heißt, dass die Erdölvorräte in 50 Jahren erschöpft sind, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Denn die weiteren bekannten Vorkommen, die allerdings mit heutiger Technik noch nicht wirtschaftlich gefördert werden können, liegen einschließlich der unkonventionellen Vorräte um ein Vielfaches höher.
Insgesamt decken die Öllagerstätten rund um den Globus den Bedarf auf Basis des heutigen Verbrauchs für mehrere Jahrhunderte.
Zu den Ländern, deren Reservenbestände im vergangenen Jahr zugenommen haben, zählen Libyen, Algerien, Mexico, Nigeria und insbesondere der Iran. Laut Angaben des ironischen Ölministeriums haben sich die Ölreserven des Landes aufgrund eines höheren Entölungsgrades der Lagerstätten und einer Neubewertung von Vorkommen um 40 Prozent auf 17,2 Milliarden Tonnen erhöht. Iran belegt nun nach Saudi-Arabien (35,4 Mrd. Tonnen) und Kanada (24,1 Mrd.) in der Tabelle der Länder mit den größten Erdölreserven den dritten Platz vor dem Irak (15,4 Mrd.) und Kuwait (13,5 Mrd.).
Übrigens steht auch Deutschland auf der Liste der Länder mit gesicherten Erdölreserven. Hierzulande sind die bestätigten Reserven im letzten Jahr ebenfalls gestiegen, um rund 30 Prozent auf nun 61 Millionen Tonnen.