Gestiegene Heizkosten machen Heizungssanierung noch lohnender. Die Heizkosten, wesentlicher Posten bei den Wohn-Nebenkosten, haben sich in der Heizperiode 2001/2002 erneut verteuert. In ölbeheizten Wohnungen stiegen sie um durchschnittlich zehn Prozent, in erdgasbeheizten um rund 17 Prozent. Zu diesem

Ergebnis kommt die Techem AG, ein führender Dienstleister für die Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser. Zugrunde liegen dieser Analyse die Heizkosten von rund 800.000 Wohnungen in allen Regionen der Bundesrepublik.
In der zuletzt ausgewerteten Heizperiode 2001/2002 kostete nach Techem-Angaben die Beheizung einer im Schnitt 68 Quadratmeter großen und von einer Ölheizung versorgten Wohnung 499 Euro. Für eine gleich große Wohnung, die von einer Erdgasheizung temperiert wird, mussten 550 Euro aufgewendet werden. Entscheidend beeinflusst wurde der Kostenanstieg laut Techem von den Brennstoffkosten. Heizöl verteuerte sich gegenüber der vorangegangenen Heizperiode um rund neun Prozent, Erdgas um rund 17 Prozent. Die Nebenkosten beider Heizsysteme, etwa für Wartung, Kaminreinigung und Betriebsstrom, verzeichneten im selben Zeitraum eine vergleichsweise moderate Anhebung um zwei Prozent.
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Brennstoffkosten wird die Modernisierung einer technisch veralteten Heizungsanlage noch lohnender, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Denn typisch für ältere, zumeist auch überdimensionierte Heizkessel ist ihr unangemessener Verbrauch. Aufgrund hoher Abgas- und Auskühlverluste setzen Altkessel die zugeführte Energie nur zu knapp zwei Drittel in Nutzwärme um. Heutige Öl-Brennwertgeräte dagegen verwandeln die eingesetzte Energie zu annähernd 100 Prozent in Wärme. Der Heizölverbrauch kann sich also nach einer Heizungssanierung um bis zu zwei Fünftel reduzieren.
Nach Angaben des Bundesbauministeriums sind gegenwärtig drei Millionen Heizanlagen in der Bundesrepublik älter als 20 Jahre. Viele von ihnen gelten als Energieverschwender. Im Interesse des Haushaltsbudgets ihrer Besitzer und des Klimaschutzes sollten sie deshalb möglichst bald gegen moderne Heizgeräte ausgetauscht werden. Zumal der Staat Heizungssanierungen im Zuge der neuen Wohnwertförderung mit besonders zinsgünstigen Darlehen unterstützt.