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News vom 01.04.2004

Wachstum gegen den Trend


Heiztechnikhersteller Viessmann sieht sich als Europas Nummer 3 der Branche - Umsatzsteigerung im Flautenjahr 2003 um 8%.

Während die deutsche Wirtschaft im Jahr 2003 insgesamt schrumpfte, konnte der nordhessische Heiztechnikhersteller Viessmann seinen Umsatz um 8% steigern. Damit baute das für seine innovativen Lösungen bekannte Unternehmen seine Marktposition aus. Dies nicht nur auf den internationalen Märkten, sondern auch im geschwächten deutschen Markt, wo ein Wachstum von 6% erzielt wurde.

Zum Gesamtumsatz von 1,06 Milliarden Euro (Vorjahr: 980 Millionen Euro) trug das in den letzten Jahren stark forcierte Exportgeschäft mit 43% (Vorjahr: 41%) bei. Mit 6.700 Mitarbeitern produziert das Unternehmen an zehn Standorten in Deutschland, Frankreich, Kanada, Polen und China und ist außerhalb Deutschlands mit Vertriebs-Tochtergesellschaften in 33 Ländern vertreten.

Viessmann investierte in 2003 mehr als 40 Millionen Euro vorrangig in den Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes; aber auch in den Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Stammsitz in Allendorf (Eder), wo durch den konsequenten Einsatz neuer Medien die Effizienz der Büroorganisation wesentlich erhöht wurde.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Jahr 42 Millionen Euro.

Ungeachtet der Konzentrationsbewegungen in der Heiztechnikbranche ist Viessmann die Nummer 3 in Europa und sieht sich auf gutem Weg, diese Position weiter auszubauen.

Als besondere Stärken des Unternehmens gelten seine hohe Innovationskraft, sein Komplettangebot sowie seine konsequente Einmarkenstrategie, mit der weltweit eine klare und einheitliche Unternehmensidentität kommuniziert wird und die dank eines gestuften Produktangebotes dennoch alle spezifischen Anforderungen der verschiedenen Märkte bzw. Marktsegmente erfüllt.

Wichtigster Erfolgsfaktor ist das Vitotec Produkt-Programm als Komplettangebot innovativer Heizsysteme in Leistungsbereichen von 4,5 - 15.000 kW für Öl und Gas sowie zur Nutzung nachwachsender und regenerativer Energien.

Eine lückenlose Reihe an bodenstehenden und wandhängenden Brennwertkesseln gehört ebenfalls dazu. Brennwertgeräte erreichen besonders hohe Wirkungsgrade, weil sie die in den Abgasen enthaltene latente Wärme energetisch nutzen.

Nachdem Brennwertgeräte sich bei Gasheizungen mittlerweile durchgesetzt haben, hat Viessmann einmal mehr Zeichen gesetzt und Brennwertgeräte auch für Öl entwickelt.

Neben den Wärmeerzeugern gehört die gesamte Peripherie von der elektronischen Regeltechnik über die Warmwasserbereitung bis hin zu Heizkörpern und Fußbodenheizungssystemen zum Programm. Alle Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt, so dass komplette Heizsysteme für jeden Bedarf aus einer Hand von Viessmann bezogen werden können.

Die Produkte des Vitotec Programms gelten bei den Fachleuten der Branche nicht nur als technisch innovativ, zuverlässig und langlebig, sondern insbesondere auch als montage-, service- und bedienungsfreundlich. Hierfür steht auch das klare, funktionsorientierte und reduzierte Design, das bereits 38 bedeutende internationale Designpreise erhielt.

In diesem Jahr, so Dr. Viessmann, wird eine neue Vitotec Wandgeräte-Generation eingeführt, die mit besonders kompakten Abmessungen und neuer Technik den Heizungsbauern und Anlagenbetreibern eine Fülle zusätzlicher Vorteile bietet. Nicht nur das Preis-/Leistungsverhältnis konnte nochmals verbessert werden, sondern auch Montage, Service und Bedienung wurden weiter vereinfacht. Auf der SHK Messe in Essen im März werden die neuen Produkte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Preisdruck auf den internationalen Märkten erfordert neben attraktiven und marktgerechten Produkten ein ebenso gutes Preis-/Leistungsverhältnis, das an deutschen Fertigungsstandorten wegen der hohen Arbeitskosten nur schwer erzielbar ist.

Viessmann sieht sich jedoch in besonderer Verantwortung für seine deutschen Standorte und hat sich zum Ziel gesetzt, diese Standorte auf Dauer wettbewerbsfähig zu halten. Denn bei Viessmann ist die Verbundenheit zwischen Unternehmen und Mitarbeitern traditionell hoch, weil Viessmann ein fest in seiner Region verwurzeltes Familienunternehmen ist. Entsprechend groß ist auch das Engagement der Mitarbeiter sowie ihre Identifikation mit "ihrem" Unternehmen. Auf dieser Grundlage entstand auch das unternehmensinterne Bündnis für Arbeit, mit dem Viessmann Mitte der 90er Jahre von sich reden machte.

Nach dem Auslauf des Bündnisses im Jahr 2000 wurde zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit das Effizienprojekt "Vitotop" gestartet. Vitotop zielt darauf ab, jeglichen Aufwand zu vermeiden, der den Wert der Produkte nicht erhöht bzw. dem Kunden keinen messbaren Nutzen bietet. In das Projekt sind bei Viessmann alle Mitarbeiter teamorientiert eingebunden und der Betriebsrat steht ebenfalls dahinter. Alle Maßnahmen werden gemeinsam erarbeitet und zum großen Teil von den Mitarbeitern direkt umgesetzt. So ist es gelungen, nicht nur die Herstellkosten, sondern auch die nachgelagerten Prozesskosten entscheidend zu reduzieren.

Bei Viessmann beschränkt sich das gute Preis-/Leistungsverhältnis nicht allein auf das Produktangebot, sondern das den Marktpartnern zur Verfügung gestellte umfassende Dienstleistungsangebot trägt ebenfalls einen entscheidenden Teil dazu bei. So ist zwischen dem Hersteller und dem verarbeitenden Handwerk eine enge Partnerschaft entstanden. Ausdruck dafür ist das Ergebnis der Umfrage des Branchendienstes "markt intern" unter mehreren Tausend deutschen Heizungsfachfirmen, die Viessmann bereits zum siebten Mal in Folge zum Fachhandwerkspartner des Jahres wählten.

Das Sportsponsoringkonzept, das Viessmann seit mehr als 10 Jahren sehr erfolgreich betreibt, hat die Bekanntheit der Marke Viessmann entscheidend erhöht. Darüber hinaus hat die Zusammenarbeit mit Athleten wie Georg Hackl, Uschi Disl sowie dem dreifachen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda den Sympathiewert der Marke gesteigert.

"Wir werden unsere Stärken und Kompetenzen konsequent ausbauen und auf diese Weise weiterhin organisch wachsen. Wir wollen ein unabhängiges Familienunternehmen bleiben und streben größere Akquisitionen nicht an", fasste Dr. Viessmann die Zukunftsperspektiven seines Unternehmens abschließend zusammen.

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