
Eröffnung der Allendorfer Heiztechnik-Hersteller Viessmann im polnischen Liegnitz. Die neue Produktionsstätte für Heizkreisverteilungen, Kesseluntergestelle und Mischer.
Mehr als 600 Gäste aus Industrie und Politik - darunter der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski -Kunden und Geschäftspartner waren der Einladung zur Einweihungsfeier gefolgt. "Ich bin froh, dass wir die positiven Perspektiven des polnischen Marktes rechtzeitig erkannt und bereits 1991 unsere Tochtergesellschaft gegründet haben. Heute gehört Polen zu den wichtigsten Absatzmärkten für unser Unternehmen, erläuterte Dr. Martin Viessmann in seiner Festrede die Gründe für die Eröffnung der neuen Produktionsstätte in Liegnitz. Im Vorjahr hatte Viessmann als Marktführer der ausländischen. Insgesamt 6000 m² inklusive Büroflächen umfasst die neue Produktionshalle in Liegnitz in ihrer ersten Ausbaustufe Heiztechnik-Anbieter in Polen einen Umsatz von 100 Mio. DM erwirtschaftet. "Wir werden alles daran setzen, in den kommenden Jahren unsere Marktposition auszubauen und damit Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen", betonte der Festredner. Damit unterstrich er die arbeitsmarktpolitische Relevanz der Standortentscheidung für Polen und die Sonderwirtschaftzone Liegnitz. An der Planung, Bauleitung, Ausführung und Realisierung des Bauprojektes waren ausschließlich polnische Firmen beteiligt gewesen. Viessmann hatte in den letzten Jahren bereits mehr als 50 Mio. DM in Polen investiert und beschäftigt dort heute mehr als 200 Mitarbeiter. Darüber hinaus wurde durch die Zusammenarbeit mit den polnischen Partnerfirmen, die die Viessmann-Produkte vor Ort einbauen und warten, ein positiver Beschäftigungseffekt von mehreren Tausend Arbeitsplätzen erzielt.
Neben diesen beschäftigungspolitischen Aspekten hob Dr. Viessmann jedoch auch die marktstrategische Bedeutung der neuen Produktionsstätte für das eigene Unternehmen hervor und betonte, die Marktführerposition insgesamt zu übernehmen, sei das ehrgeizige Ziel.
Bei der Entscheidung für den Standort hatten neben marktstrategischen Aspekten allerdings auch die geringen Personalkosten, Steuervorteile und die vereinfachten Genehmigungsverfahren in der Sonderwirtschaftszone eine wichtige Rolle gespielt. "Nicht nur für ihre kluge Wirtschaftspolitik, sondern auch für die Umweltpolitik muss
man der politischen Regierung ein großes Kompliment machen", sparte der Festredner nicht mit Lob für die polnische Regierung, die mit ihrer ökonomischen Reformpolitik günstige Rahmenbedingungen für eine stetige wirtschaftliche Entwicklung geschaffen habe. Staatspräsident Aleksander Kwasniewski beurteilte die Eröffnung des neuen Werkes eines so namhaften deutschen Unternehmens als ganz besondere historische Dimension für Liegnitz, denn es handele sich um einen Meilenstein für den Aufbau eines Europa ohne Grenzen. Mit rund 4400 m² ist die neue Produktionsstätte zwar nicht um begrenzt, beansprucht jedoch die größte Fläche auf den rund 50000 m² umfassendes Grundstück, das neben de Büros, Sozial- und Versorgungsräumen noch ausreichend Platz für eventuelle Betriebserweiterungen biete Dieser ist auch notwendig, d die Produktion in Kürze noch um Elektronikbauteile und Regelungskomponenten ergänzt wird.