Die Hersteller von exklusiven Sanitärausstattungen und HighTech-Heizungen registrieren angesichts der stark angestiegenen Energiepreise und der demnächst weiter verschärften Abgasbestimmungen eine steigende Nachfrage. Das ergab die "shk 2000", die 12. Nordeuropäische Fachmesse Sanitär – Heizung – Klempner – Klima, die am Samstag, 25. November, nach viertägiger Dauer auf dem Hamburger Messegelände zu Ende ging. Rund 45.000 Besucher informierten sich über die Angebote der 600 Aussteller aus 20 Nationen, die im ausgebuchten Messegelände in allen zwölf Hallen ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen vorstellten. Die im zweijährigen Turnus veranstaltete Fachmesse präsentierte sich damit erneut als die mit Abstand größte und internationalste Veranstaltung ihrer Art in Nordeuropa.
"Das war eine sehr erfolgreiche Fachmesse, die Aussteller waren bester Stimmung", lautete das Fazit von Wilfried Sander, Landesinnungsmeister und Vorsitzender des Messebeirats. "Hamburg ist als nordeuropäischer Standort für die Branche das unbedingte "Muß". Die shk werde zunehmend von den skandinavischen Partnern aus Industrie und Handwerk als Schaufenster auf dem kontinentalen Markt genutzt. Sander weiter: "Auch der das Handwerk beliefernde Großhandel suchte in Hamburg intensiv Kontakt- und Ordermöglichkeiten. Zudem hatten die Endkunden ebenfalls ein wichtiges Informationsforum. Die Aussteller selbst hatten den Privatinteressenten durch besonders attraktive Präsentationen und vor allem individuelle Beratung immer mehr beworben". Auf dem gemeinsamen Informationsstand der vier norddeutschen Landesinnungsverbände waren vor allem die Themenbereiche Energieeinsparung, Modernisierung von Bad und Dusche, Heizungstechnik sowie Betriebsberatung und Lehrlingsausbildung gefragt.
"Die shk 2000 war für uns eine hervorragende Veranstaltung. Sie hat unsere großen Erwartungen voll erfüllt", erklärte Dr. Gabriele Vollmer, Sprecherin eines führenden deutschen Armaturenherstellers (Friedrich Grohe). "Bad und Küche erfahren derzeit die höchste Aufmerksamkeit aller Wohnräume. Der Trend geht dabei weiter in Richtung anspruchsvolles "Wellness-Bad". Ähnlich die Aussage eines anderen Herstellers: "Wir hatten auf dieser Messe eine rege Besucherfrequenz aus Großhandel und Handwerk sowie von Architekten und Planern. Die Quantität der Fachbesucher stimmte, die Qualität war hervorragend", erklärte Franz Killinger, Regionalverkaufsleiter eines bayerischen Heizkörper- und Sanitärherstellers (Kermi). "Im Badbereich bestimmten anspruchsvolles Design, Stil und Qualität die Nachfrage. Bei den Duschkabinen sind zudem die Profile viel dünner und eleganter geworden. Die schrillen Farben sind out. Silber hochglänzend, Chrom und Weiß herrschen vor". "Glasbecken und exklusive Armaturen sind im Bad eindeutig weiter auf dem Vormarsch", stellte Oliver Jörger, Hersteller aus Mannheim (Jörger), fest. "Im Design wird schlichte Eleganz und Gradlinigkeit erwartet".
In guter Stimmung haben auch die namhaften Aussteller im Bereich Heizungstechnik Hamburg verlassen. Hans Göbel, Sprecher eines bedeutenden deutschen Herstellers von Heizungsanlagen (Buderus): "Die Brennwerttechnologie war der Renner der shk 2000. Aber auch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen gehörten zu den Gewinnern. In allen Bereichen sind unsere Erwartungen übertroffen worden. Göbel erwartet für seine Branche aufgrund der neuen Umweltschutzbestimmungen in den kommenden Jahren eine rege Entwicklung des Marktes. Genauso positiv über die Fachmesse und die weitere Entwicklung äußerte sich Hans-Joachim Schmidt, Sprecher eines weiteren großen Herstellers (Viessmann): "Bei den Heizungsanlagen stand die Brennwerttechnik im Mittelpunkt. Erstaunt hat mich das große Interesse der Norddeutschen an Solaranlagen".
Die Aussagen der Aussteller werden auch durch die Ergebnisse der Besucherbefragung bestätigt. Heizungstechnik (63 Prozent) und Sanitärausstattungen (56 Prozent) lagen ganz oben in der Interessenskala, gefolgt von erneuerbaren Energien (28 Prozent), Klima und Lüftungstechnik (22 Prozent) und Klempnertechnik mit 18 Prozent (Mehrfachnennungen). Bei den Privatbesuchern, die 15 Prozent ausmachten, stand der Wunsch nach einer neuen Heizungsanlage mit 62 Prozent ebenfalls an erster Stelle.
Das Thema Internet war in aller Munde. "Da hat die shk 2000 echte Impulse für die gesamte Branche gegeben", erklärte Peter Köstel, Marketingleiter eines führenden Anbieters von Fußbodenheizungssystemen. Die "shk 2000" setzte in Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen durch die Organisation eines Internet-Hearings Zeichen. So wurde die Fachmesse zur ersten deutschen Großveranstaltung der Sanitärbranche, die über weite Strecken "live" im Internet verfolgt werden konnte. "Der Internetzugriff wurde sehr gut angenommen. Die Fachmesse hat bewiesen: Das Handwerk ist in diesem Bereich weiter, als viele dachten", erklärte Rolf-Dieter Molinnus, Geschäftsführer eines Hamburger Internet-Providers, der mit der Internet-Präsenz und der Einrichtung des "Internet Cafés" beauftragt worden war.
Die nächste Fachmesse, die "shk 2002", wird vom 20. bis 23. November 2002 auf dem Hamburger Messegelände veranstaltet.
(Quelle: Pressedienst - Messe Hamburg)