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News vom 19.04.2004

Thermische Solaranlagen: Heute schon ein Markt von morgen


Die Sonne ist ein Kraftwerk in gigantischem Ausmaß: Auf die Erde strahlt pro Jahr 2500-mal mehr Energie ein als die gesamte Weltbevölkerung verbraucht. Da liegt es nahe, die Sonne anzuzapfen. Geschehen kann dies zum Beispiel mit einer thermischen Solaranlage für die Erwärmung von Trinkwasser. Für einen Vier-Personen-Haushalt reicht häufig eine Fläche von ca. 6 m² aus, um rund 60% der benötigten fossilen Energie in Form von Gas oder Heizöl durch die Sonne zu substituieren.

Dies ist aber nur ein Beispiel für die breite Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten. Im weiteren Bereich der technischen Gebäudeausrüstung ist das System der kombinierten Brauchwasserbereitung mit Heizungsunterstützung zu nennen. In diesem Fall wird eine Kollektorfläche von mindestens 10 m² und ein Pufferspeicher von mindestens 500 Liter installiert. Gerade in der Übergangszeit (Frühjahr und Herbst) kann eine solche Anlage nicht nur die Warmwasserbereitung zu 100 Prozent decken, sie liefert auch einen großen Anteil für die Bereitstellung der Raumwärme. Über das Jahr gesehen lässt sich mit dieser Art der solaren Nutzung bis zu 30 Prozent der benötigten Energie für Warmwasser und Heizung einsparen. Vielleicht gerade deshalb ein Grund, warum der Verbraucher verstärkt diese Anlagen nachfragt. Schließlich - und das passt ins Gesamtbild - sind 96 Prozent der deutschen Bevölkerung der Meinung, dass die Sonnenenergie stärker genutzt werden müsse als bislang geschehen. Und je mehr die Brennstoffkosten steigen, umso mehr wird sich eine thermische Solaranlage für den Besitzer auszahlen. Auf die Komponenten einer Solaranlage geben die Hersteller eine mehrjährige Garantie, sodass ein sicherer und ertragreicher Betrieb über viele Jahre hinweg gewährleistet werden kann. Qualitativ hochwertige Solaranlagen liefern auch noch nach 20 Betriebsjahren kostenlose Sonnenenergie ins Haus.

Mit der Nutzung der Solarwärme für Heizung und Brauchwasser hört das Anwendungsspektrum nicht auf. Wer als Eigenheimbesitzer ein Schwimmbad unterhält, kann seinen Pool über unverglaste Kunststoffabsorber beheizen. Eine wirtschaftliche Alternative zur sonst konventionellen Art.

Etwas ungewöhnlich - aber keineswegs zu unterschätzen - sind die folgenden Möglichkeiten der solaren Energiegewinnung. Ihnen wird ein hohes Marktpotenzial zugesprochen. Daher scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sich diese Techniken genauso am Markt etabliert haben werden wie die Anlagen zur Brauchwassererwärmung. Zunächst ist da die solare Nahwärme zu nennen. Großflächige Solarkollektoren, gekoppelt mit Langzeitwärmespeichern, können bis zu 50 Prozent des gesamten Wärmebedarfs einer angeschlossenen Wohnsiedlung decken: Im Sommer wird die Wärme im Langzeitwärmespeicher gepuffert und im Winter wieder abgegeben.

Luftkollektoren werden in Lüftungs- oder Luftheizungsanlagen integriert. Auf diese Weise wird die Luft für Wohnhäuser im Winter vorgewärmt bzw. in den Übergangszeiten vollständig erwärmt. Mittels solarer Lufterwärmung können Industriebauten oder Hallen beheizt werden.

In der Industrieanwendung kommen zudem Solaranlagen vor, die auch Prozesswärme mit Temperaturen von mehr als 100°C bereitstellen. Damit ist es auch möglich, Dampf zu erzeugen. Dass thermische Solaranlagen auch Kälte erzeugen können, beweisen die Lösungen mit nachgeschalteten Ad- oder Absorptionskälteanlagen. Die so bereitgestellte Kälte kann zur Klimatisierung von Gebäuden herangezogen werden. Die Verfügbarkeit solarer Wärme im Sommer deckt sich zeitlich ideal mit den Bedarfsspitzen zur Gebäudekühlung.

Wer sich näher mit thermischen Solarwärmeanlagen, ihrer Technik und ihren Einsatzfeldern auseinandersetzen möchte, sollte die IFH/Intherm vom 21. bis 24. April 2004 in Nürnberg besuchen. Dort präsentieren Geräte- und Systemhersteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

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