Solarenergie ist längst kein Nischenprodukt mehr. Der Trend, die Sonnenenergie als Energiequelle für Heizung und/oder Trinkwassererwärmung zu nutzen, hält jedenfalls weiter an – Tendenz wieder steigend. Die Entscheidung für eine thermische Solaranlage, um die Umwelt zu schonen und dabei Solarenergie zu nutzen, trafen in den Jahren 1990 bis 2003 immer mehr Menschen.

In diesem Zeitraum hat die jährlich neu installierte Bruttokollektorfläche um das ca. 25-fache von 1990 ca. 35.000 m² auf 850.000 m² im Jahr 2003 zugenommen. Der Gesamtbestand bezogen auf die Brutto-Kollektorfläche betrug 2003 ca. 5,1 Mio. m² bzw. ca. 5% der Ein- und Zweifamilienhäuser waren 2003 mit einer thermischen Solaranlage ausgestattet. Davon waren ca. 15% Röhren-Kollektoren und 85% Flach-Kollektoren. Aus dem in der Abbildung dargestellten Trendverlauf lässt sich deutlich erkennen, dass der Markt für thermische Solaranlagen mittel- bis langfristig ein exzellentes Geschäftsfeld für das SHK-Handwerk darstellt.
Thermische Solaranlagen werden zunehmend auch bei Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden eingesetzt. In diesem Fall bieten Thermische Solaranlagen in Kombination mit einem neuen modernen Wärmeerzeuger das Optimum anlagentechnischer Sanierungsmaßnahmen bezogen auf Klimaschutz und CO2-Minderung. Zudem haben kurzfristige Energiepreiserhöhungen – z.B. vor und während des Irak-Krieges – den Fokus beim Endkunden vermehrt auf die Energiekosten gelenkt.
Unter anderem aus diesen Gründen ist eine steigende Nachfrage nach kompetenter Beratung über Solarthermie gewachsen, ein zentrales Geschäftsfeld. Damit ein Optimum bei der Installation einer Thermischen Solaranlage erreicht werden kann, ist die richtige Planung und Ausführung eine wichtige Voraussetzung. Adressen von Solarfachbetrieben, Fördermittelinformationen und Planungshilfen sind bei der "Initiative Solarwärme plus" über die Internetadresse
www.solarwaerme-plus.info erhältlich.
Die gute Ausgangsposition für das SHK-Handwerk wird durch verschiedene staatliche Förderungen bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen, z.B. über das Marktanreizprogramm der BAFA (
www.bafa.de) oder über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (
www.kfw.de), unterstützt. Im Marktanreizprogramm wird die Errichtung einer Thermischen Solaranlage ab dem 1. Januar 2004 mit 110,- € je m² bezuschusst. Im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird der Einbau einer Thermischen Solaranlage durch ein zinsgünstiges Darlehen gefördert. Zusätzlich zu den zinsgünstigen Krediten wird die energetische Modernisierung eines Gebäudes zum Niedrigenergiehaus im Bestand mit einem Teilschulderlass des KfW-Darlehens unterstützt. Weitere Informationen zu Einzelheiten der Förderung von Thermischen Solaranlagen erhalten Sie auch unter
www.bdh-heizungsindustrie.de.
Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V., BDH (Ralf Kiryk)