
Wieviel bleibt von einem zwei Kubikmeter großen Eiswürfel in einem "Passivhaus" nach zehn Wochen übrig? Einen Eiswürfel herzustellen, ist kinderleicht. Wasser in einen Eiswürfelbehälter, einfrieren und fertig. Schwieriger wird es, wenn der Eiswürfel einen Meter breit, 2,20 Meter lang und 90 Zentimeter hoch sein soll. Und immerhin werden achtzehn solcher überdimensionaler Eisquader bei der "Eisblockwette" benötigt.
Eingebracht wurde je einer dieser Eisblöcke, auf –30°C heruntergekühlt, am vergangenen Samstag in achtzehn Städten in Bayern und Österreich in ein top gedämmtes "Häuschen" in Holzrahmenbauweise, hergestellt durch Mitgliedsbetriebe der Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes (VBZH).
Seitdem darf gewettet werden: Wie viel Eis wird übergeblieben sein, wenn die "Häuschen" am 05. Juni, dem Internationalen Tag der Umwelt, wieder geöffnet werden?
Die "Eisblockwette", eine ebenso ökologisch sinnvolle, wie publikumswirksame Aktion, für die der bayerischen Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu die Schirmherrschaft übernommen hat, soll und wird zeigen, wie hochwertig die heutigen Dämmstoffe sind, die Zimmererbetriebe in ihren Holzbauten einsetzen. Die Verpackung des Eisblocks entspricht nahezu der Ausstattung eines "Passivhauses", das eine konventionelle Heizung nicht mehr benötigt. Der Energieverbrauch eines Passivhauses liegt bei maximal 15 kWh oder 1,5 l Heizöl oder 3,5 kg Holz pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr.
Neben dem Partner BayWa AG wird auch das "Klimabündnis" die Aktion unterstützen, ein Zusammenschluss europäischer Städte und Gemeinden. Weitere Sponsoren sind Paul Bauder GmbH & Co., Saint-Gobain Isover G+H AG, Lafarge Dachsysteme GmbH, Haas-Fertigbau GmbH sowie das Fraunhofer Institut für Bauphysik, das die Aktion wissenschaftlich begleitet.
Mitwetten kann jeder. Die Tipp-Abgabe ist noch bis zum 01.06.2004 möglich. Gewettet werden kann auch im Internet unter
www.eisblockwette.de.