Privatsphäre-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Privatsphäre-Einstellungen
Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Privacy Icon
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Dienste von anderen Unternehmen (Google AdSense)
Beim akzeptieren dieser Option erlauben Sie unserer Webseite Google AdSense zu verwenden. Google AdSense verwendet Cookies, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf Ihren Interessen basieren können.Bitte beachten Sie, dass durch das Akzeptieren der entsprechenden Cookies Daten an Google LLC in den USA übermittelt und dort verarbeitet werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzhinweise
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 29.04.2004

Deutsche Baustellen vor der EU-Erweiterung


IAT: Übergangsperiode nutzen - der europäische Bauarbeitsmarkt braucht einen sozial- und wirtschaftspolitischen Rahmen.

Wenn am 1. Mai 2004 zehn Staaten der Europäischen Union beitreten, wirkt dieser politische Akt direkt auf deutschen Baustellen. Zwar gibt es nach dem Fall der Grenzen zunächst eine Übergangsperiode, so dass volle Freizügigkeit für Arbeitskräfte und Dienste in Europa erst nach bis zu sieben Jahren erreicht werden. Vor allem kleinere Baubetriebe werden aber die Konkurrenz zu spüren bekommen, die wegen niedrigerer Lohn- und Sozialstandards in den Beitrittsländern Bauleistungen billiger anbieten kann. Nach Expertenschätzungen könnten im ersten Jahr der EU-Erweiterung zwischen 340 000 und über eine Million Arbeitskräfte nach Deutschland strömen.

"Deutschland ist wegen der Nähe zu den Beitrittsländern und der relativ hohen Durchschnittslöhne besonders von der EU-Öffnung nach Osten betroffen", so der Arbeitsmarktexperte Prof. Dr. Gerhard Bosch, Vizepräsident des Instituts Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen). Auf dem jetzt entstehenden riesigen europäischen Bauarbeitsmarkt werden die Mobilitätsströme zunächst nur in eine Richtung fließen: von den Niedriglohn- zu den Hochlohnländern. Deren Anstrengungen, durch gesetzliche Regulierungen und Mindestlöhne faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen, dienen nicht nur dem Schutz vor Lohndumping, sondern schützen auch eine Bauindustrie, die auf Facharbeit und Qualitätsprodukte setzt und dafür in Ausbildung und in Innovationen investiert. Erfahrungen aus den USA und Großbritannien haben gezeigt, dass mit dem Wegfall von Marktregulierungen auch die Ausbildung fällt, weil das für die Betriebe billiger ist - aber der Preiswettbewerb wird auf Kosten der Zukunft gewonnen.

Dass auf deutschen Baustellen ausländische Arbeiter werken, hat lange Tradition. Bislang waren sie von deutschen Firmen angestellt und wurden nach deutschen Tarifen bezahlt. Mit der Dienstleistungsfreiheit in der Europäischen Union kamen immer mehr ausländische Bauunternehmen zur Auftragserbringung nach Deutschland und konnten ihre niedrigeren Lohn- und Sozialstandards nutzen. Dies führte zu einem ruinösen Preiswettbewerb, der den Bestand von Bauunternehmen und Arbeitsplätzen in der deutschen Bauwirtschaft stark gefährdete. Die Antwort auf dieses Problem war das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, das seit 1997 die Entsendung ausländischer Bauarbeitnehmer nach Deutschland reguliert. Dieses Gesetz verpflichtet ausländische Bauunternehmen, Mindestlöhne zu zahlen. Die Höhe des Mindestlohnes wird über allgemeinverbindliche Tarifverträge von den Bautarifvertragsparteien festgelegt.

Im Windschatten der legalen - Entsendungen wuchs die illegale Beschäftigung ausländischer Bauarbeiter. Mit der weiteren Internationalisierung des Bauarbeitsmarktes könnten neue Formen der illegalen Beschäftigung in bisher unbekannter Größenordnung zur Senkung der Produktionskosten genutzt werden.

Offensichtlich haben sich die vielen kleinen und mittleren Bauunternehmen, die das Rückgrad der deutschen Bauindustrie ausmachen, noch nicht ausreichend auf die neuen Marktkonstellationen eingerichtet, wie Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik belegen. Auf den verschärften Wettbewerb reagiert die Bauwirtschaft immer noch mit kurzfristigen Kostensenkungsstrategien, Lohndruck und Abkehr von allgemein gültigen Standards, kritisiert Prof. Bosch. Nötig wären Innovationen z.B. für eine effizientere, billigere und wetterunabhängige Produktion, um dem Kostendruck durch Effizienzsteigerung begegnen zu können. Die Berücksichtigung veränderter Kundenbedürfnisse - wie etwa der "Service aus einer Hand" - wird zunehmend zur Überlebensbedingung.

"Auch nach der Übergangsperiode wird es notwendig sein, generell bindende Mindeststandards für Löhne auf dem Bauarbeitsmarkt festzulegen", meint Prof. Bosch. Denn in deregulierten Arbeitsmärkten ist die Gefahr, dass die Erträge langfristiger Zukunftsinvestitionen von "Trittbrettfahrern" mitgenommen werden, einfach zu groß. Dieses Marktversagen bedeutet, dass wir auf europäischer Ebene einen sozial- und wirtschaftspolitischen Rahmen brauchen, der eine innovative Bauwirtschaft fördert und erhält.

Aktuelle Forenbeiträge
Sandrapv1991 schrieb: Guten Morgen, Ich habe eine Wolf CHA 07 und habe ein Zeitprogramm fürs Heizen und Warmwasser festgelegt, montags bis sonntags von 9 Uhr - 17 Uhr. Jedoch läuft die Wärmepumpe auch außerhalb der Zeiten,...
Hamburgerjunge schrieb: Moin aus Hamburg, seit Feb. 2026 läuft meine WP Buderus 7kw in einem 50er Jahre EFH. Für die Elektrifizierung wurde ein neuer Schaltschrank/ eine neue Unterverteilung installiert. Mein Hausanschluss...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Environmental & Energy Solutions
Website-Statistik