Große Zufriedenheit bei den Ausstellern, zehn Prozent Besucherzuwachs. Einen außerordentlich guten Messeverlauf verzeichneten die 562 Aussteller und 32 zusätzlich vertretenen Unternehmen der IFH/Intherm 2004, die am 24. April nach viertägiger Dauer auf dem Nürnberger Messegelände zu Ende ging. Mit Themen, die von Energiesparen über neue Pelletheizungen bis hin zu Wellness-Bädern reichten, stießen sie bei rund 44.000 Besuchern (10 % mehr als bei der Vorveranstaltung) auf große Resonanz.
Die Kommentare der Messe-Beteiligten reichten von "außerordentlich gut" (Eberhard Lau, Caradon Stelrad) über "sehr erfolgreich" (Werner Dickmann/ F.W. Oventrop GmbH & Co. KG) bis hin zu "einfach super" (Stefan Pfeiffer, HZ Hans Weitzel GmbH & Co. KG) und "alle Erwartungen übertroffen" (Wolfgang Dehoust, Dehoust GmbH).
In der Gesamtbeurteilung schnitt die IFH/Intherm 2004 bei 96% der Besucher mit "ausgezeichnet" bis "gut" ab. Der Fachbesucheranteil lag bei 96% und nimmt damit erneut die Spitzenposition unter vergleichbaren Fachveranstaltungen in Deutschland ein. 91% gaben an, Entscheider zu sein, 68% (66%) sagten, leitende Positionen innezuhaben.
Nach Herkunftsländern aufgeschlüsselt kamen rund 69% der Besucher aus Bayern und 21% aus Baden-Württemberg; der Besucheranteil aus den ostdeutschen Bundesländern, namentlich aus Thüringen und Sachsen, hat sich von 4 auf 9% mehr als verdoppelt. Noch besser als beim letzten Mal bewerteten die Messebesucher – mit den Noten "ausgezeichnet" bis "gut" - die Angebotsbereiche Lüftungs- und Klimatechnik (mit einem Zuwachs von 38 auf 50%), Werkzeuge und Werkstatteinrichtungen (von 29 auf 36%) sowie Apparate- und Rohrleitungsbau (von 17 auf 21%). Ebenfalls mit "ausgezeichnet" bis "gut" benoteten die Besucher die Informationen über Neuheiten (Anstieg von 76 auf 90%), die Vollständigkeit und Breite des Angebots (von 83 auf 91%) und die Präsenz der Marktführer (von 82 auf 89%).
Rund 70% der Fachbesucher kamen aus dem Handwerk, allen voran mit 36% die Zentralheizungs- und Lüftungsbauer und mit 29% die Gas- und Wasserinstallateure.
Mit 10% fiel der Besucheranteil des Fachgroßhandels erneut hoch aus. Anteilige Besucherzuwächse gab es auch aus der Industrie (von 7 auf 8%) und bei Ingenieurs-, Planungs- und Architekturbüros, was nicht zuletzt durch den Besuch des Symposiums "Architektur der energetischen Modernisierung" begründet war.
Auch auf Ausstellerseite ist man hochzufrieden mit der diesjährigen IFH/Intherm:
Bei HZ Hans Weitzel, fasst man Messeverlauf und -Ergebnis kurz und bündig zusammen: "einfach super". Man ist "sehr zufrieden", insbesondere die Qualität der Besucher habe nochmals zugenommen, und das bei Umkehrung des Trends der rückläufigen Besucherzahlen in den letzten Jahren aller Regionalmessen. Sehr positiv wird auch die Rückkehr zu "mehr Bescheidenheit" bei den Standkonzeptionen einiger Hersteller für das gesamte Erscheinungsbild der Messe gesehen.
Aufgrund der "sehr erfolgreichen" Messe stuft man die Aussichten der Branche bei Oventrop sehr positiv ein. Lobend hervorgehoben wurde die Atmosphäre der Offenheit bei den Gesprächen. Statt wie bislang auf hohem Niveau zu jammern, werde vielmehr an Wegen aus der Krise gearbeitet, so der Eindruck. "Von Seiten unserer Kunden ist verstanden worden, dass eine intensive und starke Partnerschaft von Industrie, Handel und Handwerk für alle Beteiligten von Nutzen ist." Gerade im Zuge der Erweiterung Europas sei beispielsweise das Konzept der "Handwerkermarke" eine gute Möglichkeit, sich über das Merkmal "Qualität" positiv von neuen Mit- und Wettbewerbern abzusetzen. Dies gelte für das Handwerk gleichermaßen wie für die Herstellerseite.
Eindeutig positive Aspekte für die gesamte Baukonjunktur sieht man auch bei Caradon Stelrad durch die "außerordentlich gute Messe". Der Dialog zwischen "Hersteller" und "Praxis" konnte intensiv gepflegt werden. Die auffallend hervorragende Qualität der Besucher mit sehr hohem Anteil an Entscheidungsträgern könnte allerdings noch durch Wegfall der Samstages als Messetag gesteigert werden. An der viertägigen Dauer selbst sei nichts auszusetzen, man regt daher an, die Messe künftig von Dienstag bist Freitag stattfinden zu lassen.
Bei SYR Hans Sasserath & Co. KG sieht man sogar den seit einiger Zeit vorherrschenden positiven Trend bestätigt und fortgesetzt. Erfreut hat man festgestellt, dass insbesondere gezielt die Neu- und Weiterentwicklungen nachgefragt worden sind.
"Die IFH/Intherm 2004 hat alle Erwartungen übertroffen", fasst Wolfgang Dehoust, Geschäftsführer der Dehoust GmbH und der GEP Umwelttechnik GmbH, seinen Eindruck zusammen. "Für Dehoust und GEP war die Messe ein gelungener Start der zukünftig gemeinsamen Messeauftritte."
Für Arwet Jansch, Marketingleiter der Allmess GmbH, hat sich die Zusammenlegung von IFH und Intherm endgültig bewährt. "Eine positive Grundstimmung war in diesem Jahr deutlich spürbar, die Branche gewinnt an Fahrt.", so Jansch. "Die nächste IFH/Intherm werden wir sicher nuzen."
Die nächste IFH/Intherm findet vom 5. bis 8. April 2006 in Nürnberg statt.