Resolution der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr). Die Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung hat als Beitrag zum aktiven Hochwasserschutz einstimmig folgenden Aufruf beschlossen:
Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) ruft die Landesregierungen auf, die Landesbaugesetze und Landeswassergesetze dahingehend zu modifizieren, dass Regenwasserspeicher zur Regenwassernutzung und Regenwasserrückhaltung in Bebauungsplänen von den Kommunen festgesetzt werden können.
Weiterhin ruft die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) alle Kommunen in den Bundesländern wo dies schon möglich ist auf, in den Bebauungsplänen und örtlichen Entwässerungssatzungen Regenwasserspeicher für die Regenwassernutzung und Regenwasserrückhaltung festzusetzen.
Die zunehmende Versiegelung des Bodens durch Wohn- und Verkehrsflächen verhindern einen geregelten Abfluss des Niederschlagswassers über die natürlichen Bodenschichten. Gleichzeitig ist festzustellen, dass in den letzten Jahren vermehrt durch klimatischen Veränderungen die auftretenden Niederschläge stärkeren Schwankungen unterliegen. Dies gilt sowohl für die Verteilung als auch für die Intensität. Folge davon sind einerseits Zeiträume mit hoher Intensität der Niederschläge mit erheblichen Auswirkungen und Gefahrenpotential von Hochwässern und andererseits auch länger anhaltende Trockenperioden vor allem in den sonst niederschlagsreichen Sommermonaten.
Die Bewirtschaftung der Niederschläge auf den Grundstücken durch Nutzung, Retention oder Versickerung hat erhebliche Vorteile für den Wasserhaushalt und die Abwasserreinigungs- und Kanalsysteme in den Kommunen und sensibilisiert die Grundstückseigentümer für die Wasserwirtschaft. Gleichzeitig wird durch die Nutzung von Regenwasser kostbares Trinkwasser geschont und durch die Kombination mit der Versickerung das Niederschlagswasser dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.