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News vom 26.05.2004

Der Staat fördert auch Kombination von Öl-Brennwerttechnik und Solaranlagen


Sonne liefert emissionsfrei Wärme zum Nulltarif.

Wer die Sonne anzapft, bezieht emissionsfrei Wärme zum Nulltarif. Und wird noch vom Staat belohnt. 110 Euro schießt der Bund für jeden neu installierten Quadratmeter Solarkollektorfläche dazu. Auch die Erweiterung bestehender Anlagen wird im Zuge des so genannten Marktanreizprogramms nun mit 60 Euro pro Quadratmeter bezuschusst. Voraussetzung: Die Solaranlage muss mit einem Funktionskontrollgerät oder einem Wärmemengenzähler ausgestattet sein. Und der Solarertrag muss mindestens 350 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Kollektorfläche betragen.

Ab 1. Juni werden die Bedingungen für einen Zuschuss allerdings strenger gefasst. Gefördert werden dann nur noch Solarkollektoranlagen, die die Kriterien des Umweltzeichens "Blauer Engel" erfüllen. Außerdem muss der jährliche Kollektorertrag bei einem solaren Deckungsanteil von 40 Prozent mindestens 525 Kilowattstunden pro Quadratmeter Kollektorfläche betragen.

Die Mehrzahl der lieferbaren Solarkollektoren erfüllen diese Ansprüche bereits, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). In der Bundesrepublik liegt das jährliche Solarenergiepotenzial je nach Region zwischen 900 und 1200 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Optimal ist eine möglichst schattenfreie Ausrichtung der Kollektoren zwischen Südost und Südwest bei einer Dachneigung von 20 bis 60 Grad. Bei einer Solaranlage für die Trinkwassererwärmung ist eine Kollektorfläche zwischen 1 und 1,5 Quadratmeter pro Person völlig ausreichend.

Immer öfter wird die solar gewonnene Wärme aber auch für Heizzwecke genutzt. Für einen solchen Fall sollte die Solarfläche etwas größer ausgelegt werden. Kombinierte Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung können in den Frühlings- und Herbstmonaten besonders effektiv arbeiten. Sie eignen sich insbesondere für die Kombination mit modernen Heizanlagen mit niedrigen Systemtemperaturen, etwa bei Fußbodenheizungen.

Idealer Zeitpunkt für die Installation einer solarthermischen Anlage ist eine Heizungsmodernisierung. In diesem Fall können oft weitere staatliche Fördermittel oder zinsgünstige Darlehen in Anspruch genommen werden, zum Beispiel im Rahmen des CO2 - Gebäudesanierungsprogramms. So etwa wird die Kombination einer Solarthermie-Anlage mit einem hoch effizienten Öl-Brennwertgerät unterstützt. Die Zinssätze liegen unter Marktniveau und wurden soeben nochmals gesenkt. Weitere Fördermittel werden von Ländern und Kommunen bereitgestellt. Detaillierte, lokalspezifische Informationen zu Förderprogrammen finden Interessenten auch unter www.oelheizung.info.

Die Ergänzung einer modernen Ölheizung mit einer Solaranlage gilt unter Fachleuten als sehr gute Kombination. Bei einer Ölheizung fallen übrigens im Gegensatz zu leitungsgebundenen Heizsystemen in den Sommermonaten, wenn die Sonne alleine die Wärmeversorgung übernimmt, keine Grundgebühren an.

Falls im Zuge einer Heizungssanierung der finanzielle Spielraum für die gleichzeitige Installation einer Solaranlage fehlt, sollte dennoch schon alles für eine spätere Installation vorbereitet werden, empfiehlt der Bundesverband Solarindustrie (BSi). Dazu zählen vor allem eine entsprechende Verrohrung und ein geeigneter Warmwasser-Schichtspeicher.

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