Für Montag, den 23.10.2000, hatte HansJosef Fell, MdB, Forschungspolitischer Sprecher der Grünen, in Berlin zum Fachgespräch "Photovoltaik am Wirtschaftsstandort Deutschland - Politik, Wirtschaft und Forschung Hand in Hand für Innovationen und Investitionen" eingeladen. Die Diskussion mit Solarverbänden, Solarfirmen und Forschungsinstituten war sehr konstruktiv und schlug Wellen bis in die Mitgliederversammlung des Bundesverband Solarenergie, die am 24.10. ebenfalls in Berlin stattfand. So machte Georg Salvamoser von der Freiburger Solar-Fabrik GmbH den Vorschlag, eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Solarverbänden und dem Forschungsverbund Sonnenenergie, als "Task Force" ins Leben zu rufen. Seine Idee fand breite Zustimmung. Erste positive Gespräche in diese Richtung wurden bereits geführt.
Wie Gernot Oswald, Vorstandsmitglied des Bundesverband Solarenergie, mitteilte, sollen nun doch vom BMWi die restlichen Gelder für 2000 für rd. 15,5 MWp freigegeben worden sein. Anträge, die bis 30. März 2000 eingegangen sind, werden schnellstmöglich abgearbeitet. Aufträge, die danach eingingen bzw. noch in diesem Jahr eingehen, können aber erst ab 2001 bearbeitet werden. Da die 2001 neu gestellten Anträge hinzukommen, werden damit die 65 MWp ausreichen, um alle Anträge zu bewilligen.
Natürlich besteht nach wie vor die Möglichkeit, einen Antrag für das 100.000-Dächer-Programm zu stellen. Kann die Bewilligung nicht abgewartet werden, ist eine Zwischenfinanzierung z. B. über die Hausbank möglich. Wird dann der Bescheid von der KfW erteilt, beträgt der Zinssatz derzeit 1,9 Prozent effektiv.
Die KfW bietet all denen ein Sonderprogramm an, die sofort beginnen wollen. Dieses ist als Alternativprogramm zu verstehen. Wer es in Anspruch nimmt, kann nicht mehr zum 100.000-Dächer-Programm wechseln. Der Zinssatz beträgt 3,95 Prozent .effektiv. Alle weiteren Bedingungen entsprechen dem 100.000-Dächer-Programm.
Obwohl die Bundesförderung solarthermischer Anlagen gut angelaufen ist und sehr positiv angenommen wird, sind sich die Mitglieder des Bundesverband Solarenergie einig, dass trotz der auch für 2001 ausreichenden Fördermittel eine langfristige Zusage der Förderung notwendig ist. Nur so werde es möglich, Bauherren und Solarfirmen Planungssicherheit zu verschaffen. Der Bundesverband Solarenergie wird sich weiterhin dafür einsetzen.
Neben Hermann Scheer (SPD) bemühen sich zur Zeit Bündnis 90/Die Grünen darum, das Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien von 200 Mio. auf 400 Mio. DM für 2001 zu erhöhen. Dies stimmt zuversichtlich.
In ihrer Sitzung bestätigten die Mitglieder des Bundesverband Solarenergie e. V. Udo Möhrstedt, Firmenchef von IBCSolartechnik in Staffelstein, als ihren Vorsitzenden und Vorstandssprecher sowie den bisherigen Vorstand. Da Hubert Conze von Stiebel Eltron nicht mehr zur Verfügung stand, wurden Matthias Reizenstein und Frank Zimmermann neu in den Vorstand gewählt.
Der neue Vorstand des Bundesverband Solarenergie e.V. setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender und Vorstandssprecher: Udo Möhrstedt, IBC-Solartechnik; stv. Vorsitzender: Dr. rer. nat. Friedrich-Karl Boese, TÜVRheinland; weitere Vorstandsmitglieder: Joachim Benemann, FLABEG Solar International; Dr. Winfried Hoffmann, TESSAG-ASE; Dietmar Lange, IKARUS-SOLAR; Gernot Oswald, SiemensSolar; Matthias Reizenstein, Braas Dachsysteme; Walter Weber, e-on; Frank Zimmermann, Buderus Heiztechnik.
Der Bundesverband Solarenergie e.V. ist ein Industrieverband, in dem alle maßgeblichen Hersteller und Fachorganisationen der deutschen Solarwirtschaft vertreten sind, die sich mit der Entwicklung, Produktion und Anwendung von Techniken zur Nutzung von Solarenergie befassen.
Der Bundesverband unterstützt die solartechnischen Unternehmen in Deutschland und fördert die nationale und internationale Zusammenarbeit. Ferner wirkt er weltweit an der Ausarbeitung von Forschungs- und Förderprogrammen mit. Darüber hinaus nimmt der Bundesverband Stellung zu technischen, wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Themen. Er unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den im Verband zusammengeschlossenen Unternehmen sowie Landes- und Bundesbehörden. Daneben wirkt er an technischen Standards, Richtlinien, Vorschriften und Normen für z. B. Kollektoren und Wärmepumpen mit. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist ein zentrales Thema. Es werden Marktinformationsdienste sowie Tagungen und Symposien
durchgeführt.