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News vom 21.06.2004

Energetische Gebäudesanierung lohnt sich


Einzigartige Studie mit Datenbasis von 460.000 sanierten Wohneinheiten belegt die Rentabiltät von energetischen Sanierungsmaßnahmen.

Mit der Abrechnung kommt der Schreck: Wegen hoher Energiekosten und langem Winter müssen Hausbesitzer und Mieter mehr fürs Heizen zahlen als je zuvor. Für Hausbesitzer lohnt sich in vielen Fällen die energetische Modernisierung der eigenen vier Wände - dank deutlich verringerter Heizkosten in der Folgezeit und kostengünstiger Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dies belegen neue Berechnungen der Aktion Klimaschutz am Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhauses.

"Der Energiebedarf eines Hauses kann heute durch eine energetische Sanierung um bis zu 70 Prozent gesenkt werden", sagt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Gegenstand der exemplarischen Aktion Klimaschutz-Berechnungen ist ein freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1978, mit 130 m² Wohnfläche, das zwar mit Isolierglasfenstern ausgestattet ist, aber weder über Wärmedämmung noch über einen modernen Brennwertkessel verfügt. Vor der Sanierung beträgt der jährliche Endenergiebedarf dieses Hauses ca. 277 kWh/m². Nach Umsetzung aller energetischen Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung von Außenwand, Kellerdecke und Dach, Fenstererneuerung mit Wärmeschutzverglasung und Einbau eines Brennwertkessels, würde der jährliche Endenergiebedarf des Hauses um ca. 200 kWh/m² sinken. Die Energiekosten lassen sich im Beispiel von derzeit 1450 EUR/Jahr im Fall einer Gasheizung auf 390 EUR/Jahr reduzieren. Gleichzeitig würden im Jahr ca. 6 Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart. Wärmedämmung und Heizungserneuerung sind also nicht nur eine Kostenersparnis für den Hausbesitzer, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

"Ein energetisch sinnvoll modernisiertes Haus macht unabhängiger von den künftigen Preisentwicklungen für Gas, Öl oder Strom, bietet einen höheren Wohnkomfort und steigert den Immobilienwert. Die Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen rentieren sich für Hausbesitzer durch die massiven Energie- und Heizkosteneinsparungen", so Kohler.

Energetische Sanierungsmaßnahmen lohnen sich besonders, wenn ohnehin bauliche Instandsetzungen, wie zum Beispiel Fassadenarbeiten, anstehen. Die energiebedingten Investitionskosten für Wärmedämmung, Fenstererneuerung und den Einbau eines Brennwertkessels bei diesem Beispiel belaufen sich auf 114 EUR/m² Wohnfläche. Diese Kosten amortisieren sich insgesamt nach ca. 15 Jahren. Wird nur der alte Heizkessel durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt, amortisieren sich die erforderlichen Investitionskosten bereits nach fünf Jahren.

Die KfW fördert Klimaschutzmaßnahmen an Gebäuden mit kostengünstigen Kreditprogrammen. Besonders gut rechnen sich die energetischen Sanierungsmaßnahmen, wenn beim KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm auch der Teilschulderlass in Höhe von 20 Prozent des Zusagebetrages des KfW-Darlehens in Anspruch genommen werden kann. Voraussetzung ist, dass der für Neubauten geltende Niedrigenergiehausstandard erreicht wird.

Fragen zu energetischen Sanierungs- und Klimaschutzmaßnahmen im Eigenheim und den entsprechenden Fördermöglichkeiten werden bei der kostenfreien dena-Energie-Hotline (0800-0736 734) beantwortet. Mehr Informationen zum Thema energetische Gebäudesanierung finden Interessierte unter www.zukunft-haus.de und zu den KfW-Fördermitteln unter www.kfw-foerderbank.de.

Grundlage der Kosten-Nutzen-Berechnung der Aktion Klimaschutz ist eine Studie des Forschungszentrums Jülich. In der Studie wurde die Sanierung von über 460.000 Wohneinheiten ausgewertet, die durch die KfW in den Jahren 1996 bis 2001 mit Darlehen gefördert wurden. Dies ist die größte Datenbasis, die je in Deutschland für eine derartige Studie ausgewertet wurde.

Seit August 2002 wird die Aktion Klimaschutz in einer Public-Private-Partnership von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit freundlicher Unterstützung des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn AG durchgeführt. Sie informiert private Verbraucher umfassend über Wege zum aktiven Klimaschutz und motiviert die Bürger mit Broschüren und Aktionen, sich am Klimaschutz zu beteiligen. Weitere Informationen unter www.aktion-klimaschutz.de.

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